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Der Wachstumzwang


Der Wachstumzwang

Warum die Volkswirtschaft immer weiterwachsen muss, selbst wenn wir genug haben
1. Aufl.

von: Mathias Binswanger

21,99 €

Verlag: Wiley-VCH
Format: EPUB
Veröffentl.: 15.04.2019
ISBN/EAN: 9783527822041
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 250

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Beschreibungen

Mit dem Wirtschaftswachstum war über lange Zeit ein Heilsversprechen auf bessere Zukunft verbunden, das sich großenteils auch bewahrheitet hat. Doch aus diesem Heilsversprechen wird in neuester Zeit zunehmend eine Zwangshandlung. Für eine steigende Zahl von Menschen in reichen Ländern ist mehr materieller Wohlstand kein glaubhaftes Versprechen mehr auf ein noch besseres zukünftiges Leben. Deshalb wird Wachstum heute kaum noch mit diesem Argument begründet. Stattdessen hören wir, dass ein Land wie Deutschland bei geringem oder ausbleibendem Wachstum gegenüber anderen Ländern zurückbleibt, als Wirtschaftsstandort unattraktiv wird, an Innovationskraft einbüßt oder Arbeitsplätze verliert. Wir müssen wachsen, um wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben, auch wenn wir gar nicht noch mehr materiellen Wohlstand wollen! Das Buch von Mathias Binswanger zeigt auf, woher dieser Wachstumszwang genau kommt. Begründet ist er letztlich in der Tatsache, dass Unternehmen insgesamt über längere Zeit nur Gewinne machen können, wenn auch ein Wachstum des BIP stattfindet. Und Gewinne sind wiederum notwendig, damit Unternehmen längerfristig überleben. In neuester Zeit ist daraus zunehmend eine Zwangshandlung geworden: Wir müssen wachsen, um wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben, auch wenn wir gar nicht noch mehr materiellen Wohlstand wollen! Genau das ist der Wachstumszwang!
Einleitung 11 Teil I: Der Wachstumszwang 1. Zweihundert Jahre Wirtschaftswachstum: Vom Heilsversprechen zur Zwangshandlung 23 Der Beginn des Wirtschaftswachstums und seine Voraussetzungen 23 Vom Heilsversprechen zur Zwangshandlung 28 2. Der ökonomische Hintergrund des Wachstumszwangsnn 37 Warum die Standardökonomie den Wachstumszwang nicht sieht 37 Die Unmöglichkeit eines stationären Zustandes in einer Geldwirtschaft 40 Die Notwendigkeit der Geldschöpfung für das Wirtschaftswachstum in real existierenden Wirtschaften 44 Wachstum als Voraussetzung für Gewinne 50 Wichtige Merkmale einer kapitalistischen Wirtschaft, die zum Wachstumszwang führen 53 Böse Kapitalisten oder geniale Unternehmer? 59 3. Der Zusammenhang zwischen Wachstum und Gewinnen in einer einfachen Modellwirtschaft 67 Beschreibung der einfachen Modellwirtschaft 67 Stationäre Wirtschaft ohne Geldschöpfung und ohne Gewinne 69 Stationäre Wirtschaft ohne Geldschöpfung mit Gewinn, der vollständig an die Haushalte ausbezahlt wird 72 Unmöglichkeit einer stationären Wirtschaft ohne Geldschöpfung, wenn Gewinne zurückbehalten werden 74 Unmöglichkeit einer stationären Wirtschaft ohne Geldschöpfung mit Wettbewerb und technischem Fortschritt 78 Wachsende Wirtschaft mit Geldschöpfung 81 Erweiterungen des einfachen Modells und die Konsequenzen für den Wachstumszwang 90 4. Ein fiktives Beispiel: Wie eine Insel mit traditioneller Fischereiwirtschaft in den Wachstumszwang gerätnnn 101 Traditionelle Fischerei ohne Wachstum in der vorkapitalistischen Phase 101 Übergang zur kapitalistischen Wirtschaft funktioniert nicht ohne Wachstum und Geldschöpfung 102 Kapitalistische Wirtschaft mit Geldschöpfung ermöglicht Wachstum und schafft gleichzeitig einen Wachstumszwang 105 Fazit 112 5. Ein Beispiel aus der realen Welt: Degrowth in Griechenland nach 2008 113 6. Aber es geht doch ohne Wachstum! Argumente gegen den Wachstumszwang 119 Erstes Argument: Es gibt keinen Wachstumszwang, sondern nur einzelne Wachstumstreiber 119 Zweites Argument: Es gibt Modelle von Wirtschaften, in denen kein Wachstumszwang herrscht 128 Drittes Argument: Es gibt Unternehmen, die nicht auf Wachstum setzen und trotzdem erfolgreich sind 132 Teil II: Die Zukunft des Wachstums 7. Vollbeschäftigung trotz arbeitssparendem technischem Fortschritt: Bürokratie als Rettung 143 Widersprüche im Wachstumsprozess 143 Vier industrielle Revolutionen und der Anreiz zu arbeitssparendem technischem Fortschritt 145 Die Entwicklungen in Deutschland und der Schweiz seit den 1990er Jahren 153 Die Rolle der Bürokratie als Arbeitsplatzbeschaffer 158 New Public Management als Initialzündung für eine neue Bürokratie und die Schaffung von Bullshit-Jobs 165 Das Gesundheitswesen als Anschauungsbeispiel für die neue Bürokratie 171 8. Stetiges Wachstum des Konsums trotz Sättigung: Bedürfnisweckung und Zwangskonsu 181 Bedürfnisweckung als Teil des ökonomischen Prozesses in kapitalistischen Wirtschaften 182 Förderung relativer Bedürfnisse mit Hilfe von Statusgütern 186 Verkürzung der Produktlebenszyklen durch Förderung derpsychologischen Schrottreife 192 Künstliche Erhöhung der Vielfalt von Produkten 196 Individualisierung von Werbung, Produkten und Preisen 199 Von der Konsumentensouveränität zur Algorithmenabhängigkeit: Die Verselbstständigung des Konsums 203 Auch der Staat hilft mit: staatlich verordneter Zwangskonsum 207 9. Falsche Prophezeiungen über das Ende des Wachstums gestern und heute 215 Malthus und das Problem des Bevölkerungswachstums 215 Marx und die Ausbeutung der Arbeiter 217 Schumpeter und der an seinem Erfolg zerbrechende Kapitalismus 220 Der Club-of-Rome-Bericht und die natürlichen Grenzen des Wachstums 222 Kommt jetzt doch das Ende des Wachstums? Die These der säkularen Stagnation 225 Fazit: Ein Ende des Wachstums ist (noch) nicht absehbar 229 10. Können wir das Wachstum immer besser machen? 233 Das Wachstum muss weitergehen 233 Kann Wachstum immer umweltfreundlicher werden? 238 Ermöglicht Wachstum Wohlstand für alle? 244 Können Roboter Menschen über ein bedingungsloses Grundeinkommen finanzieren? 250 Moderates Wachstum statt maximales Wachstum? 257 Mögliche Reformen der Aktiengesellschaft 261 Alternativen zur Aktiengesellschaft: Genossenschaften und Stiftungen 263 Anhang: Wachstumszwang im Modell einer einfachen Kreislaufwirtschaft 267 Übersicht über das Modell 267 Annahmen des Modells 268 Gewinne und Wachstum im Wachstumsgleichgewicht 273 Anmerkunge 279 Literatur 287 Stichwortverzeichnis 30

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