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Rechnungswesen für Dummies

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Über die Autoren

Michael Griga, Diplom-Volkswirt, studierte Volkswirtschaftslehre in Tübingen. Er ist heute Controller in einem Technologiekonzern.

Raymund Krauleidis, Diplom-Kaufmann, studierte Betriebswirtschaftslehre in Tübingen. Heute ist er Analyst in einem Energieunternehmen.

Die Autoren haben sich während ihrer gemeinsamen Zeit bei einem Telekommunikationsunternehmen kennengelernt und dort Pläne für gemeinsame Projekte ausgeheckt. Nach ihrem erfolgreichen Erstlingswerk Controlling für Dummies folgten unter anderem Buchführung und Bilanzierung für Dummies, Bilanzen erstellen und lesen für Dummies, Balanced Scorecard für Dummies, das Pocketbuch sowie GuV für Dummies, das Pocketbuch.

Inhaltsverzeichnis

Über die Autoren

Einführung

Über dieses Buch

Konventionen in diesem Buch

Törichte Annahmen über den Leser

Was Sie nicht lesen müssen

Wie dieses Buch aufgebaut ist

Teil I: Willkommen im externen Rechnungswesen

Teil II: Jetzt wird gebucht

Teil III: Der Jahresabschluss: Bilanzieren und bewerten

Teil IV: Mit kritischem Blick: Die Bilanzanalyse

Teil V: Die Basics der Kosten- und Leistungsrechnung

Teil VI: Im Ist ganz traditionell: Die Kosten- und Leistungsrechnung

Teil VII: Glaskugel: Plankosten- und Planleistungsrechnungen

Teil VIII: Der Top-Ten-Teil

Symbole, die in diesem Buch verwendet werden

Wie es weitergeht

Teil I: Willkommen im externen Rechnungswesen

Kapitel 1: Die wunderbare Welt des Rechnungswesens

Die Unterarten des Rechnungswesens

Warum es zwei Rechenwelten gibt

Von Aufwendungen, Erträgen, Kosten und Leistungen

Nicht aus-, sondern abgegrenzt

Die Welt der Finanzbuchhaltung

Die Welt der Kostenrechnung

Kapitel 2: Von Erbsenzählern und Buchhaltern

Die Aufgaben der Buchführung

Werkzeuge der Buchführung

Kapitel 3: Spielregeln der Buchführung

Gesetzliche Grundlagen der Buchführung

Die deutschen Gesetze

Nicht freiwillig und nicht für alle: Buchführungspflicht

Ordnen und aufheben: Aufbewahrungsfristen

Die österreichischen Gesetze

Die gesetzlichen Regelungen der Schweiz

Ordnung muss sein: Die ordnungsgemäße Buchführung

Das Prinzip der doppelten Buchführung

Die einfache Buchführung

Die doppelte Buchführung

Über Belege, Bücher und Buchungen

Der große Unterschied: Belegarten

Die Aufwärmphase: Buchungsvorbereitung

Nach der Verbuchung

Auf und zu: Bestandskonten eröffnen und abschließen

Das Eröffnungsbilanzkonto

Das Schlussbilanzkonto

Teil II: Jetzt wird gebucht

Kapitel 4: Alles über Kontenrahmen

Der Rahmen macht das Bild

Aufbau eines Kontenrahmens

Kontenklassen

Kontengruppen

Konten

Die wichtigsten Kontenrahmen

Der GKR

Der IKR

Standardkontenrahmen

Kapitel 5: Buchungen im Anlagevermögen

Großeinkauf: Kauf von Anlagegütern

Selbst ist der Mann oder die Frau

Ermittlung der Herstellungskosten

Unterschiedliche Anlagegüter

Linear, sofort und degressiv: Abschreibungen

Nicht alles ist endlich: Nicht abnutzbares Anlagevermögen

Weder zum Lesen noch zum Spiegeln: Der Anlagespiegel

Schlussverkauf: Das Anlagevermögen muss raus

Kapitel 6: Jetzt wird geleast

Lease das

Aktivierung beim Leasingnehmer

Aktivierung beim Leasinggeber

Kapitel 7: Buchungen im Umlaufvermögen

Indirekt bezahlt: Vorsteuer, Umsatzsteuer und Mehrwertsteuer

Unterschiedliche Umsatzsteuersätze

Verbuchung der Umsatzsteuer

Umsatzsteuervorauszahlungen

Umsatz im EU-Binnenmarkt und mit Drittländern

Ein Kommen und Gehen: Wareneinkäufe und -verkäufe verbuchen

Einkäufe verbuchen

Verkäufe verbuchen

Verbraucht: Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

Kapitel 8: Ganz persönlich: Die Privatkonten

Qual der Wahl: Die Rechtsform des Unternehmens

Allein gegen den Rest der Welt: Einzelunternehmen

Alle für einen, einer für alle: Personengesellschaften

Nicht natürlich: Kapitalgesellschaften

Privates verbuchen

Selbstbedienung: Privatentnahmen verbuchen

Arbeitet auch mit: Die Privateinlage

Kapitel 9: Personalbuchungen

Vielfältig: Entgeltarten

Brutto und Netto: Wie gewonnen so zerronnen

Einer muss ja zahlen: Die Lohnsteuer

Fast pari: Die Sozialversicherungsbeiträge

Verbuchen der Entgeltabrechnung

Sondervergütungen und vermögenswirksame Leistungen

Verbuchen von lohnsteuerfreien Sondervergütungen

Verbuchen von lohnsteuerpflichtigen Sondervergütungen

Vermögenswirksame Leistungen

Verbuchung von Vorschüssen

Verbuchung von Sachleistungen

Ordnung muss sein!

Billig einkaufen

Kapitel 10: Buchungen im Finanzbereich

Risiko: Verbuchung von Wertpapieren

Langfristige Wertpapiere

Kurzfristige Wertpapiere

Erträge aus Finanzanlagen

Verbuchung von Dividenden

Verbuchung von Zinserträgen

Sind Sie flüssig? Liquide Mittel

Verbuchung von inländischen liquiden Mitteln

Verbuchung von Devisen

Anzahlungen

Verbuchung von Anzahlungen beim Kunden

Verbuchung von Anzahlungen beim Lieferanten

Steuern

Abzugsfähige Betriebssteuern

Teil III: Der Jahresabschluss: Bilanzieren und bewerten

Kapitel 11: Alles meins: Das Inventar

Jahresabschluss und Inventur

Jetzt wird gezählt: Die Inventurverfahren

Wegen Inventur geschlossen: Die Stichtagsinventur

Besser spät als nie: Die zeitversetzte Inventur

Alles im Griff: Die permanente Inventur

Hochgerechnet: Die Stichprobeninventur

Aufgelistet: Das Inventar

Mal mehr, mal weniger: Das Vermögen

Hoffentlich nicht bis über beide Ohren: Die Schulden

Das bleibt übrig: Das Eigenkapital beziehungsweise das Reinvermögen

Erfolgsermittlung per Eigenkapitalvergleich

Kapitel 12: Das Ende naht: Vorbereitende Buchungen zum Jahresabschluss

Mehr oder weniger: Bestandsveränderungen

Ein guter Jahrgang: Bestandsminderungen

Ein schlechter Jahrgang: Bestandserhöhung

Forderungen bewerten und abschreiben

Uneinbringliche Forderungen verbuchen

Zweifelhafte Forderungen direkt abschreiben und buchen

Zweifelhafte Forderungen indirekt abschreiben und buchen

Ganz pauschal: Pauschalwertberichtigungen

Über Zeit und Geld: Zeitliche Abgrenzungen

Antizipative Abgrenzung

Transitorische Abgrenzung

Rückstellungen

Rückstellungen für ungewisse Verpflichtungen verbuchen

Rückstellungen für drohende Verluste verbuchen

Kapitel 13: Gewinnermittlungsarten

Gewinnermittlung per Bestandsvergleich

Basisarbeit: Betriebsvermögen ermitteln

Betriebsvermögen vergleichen

Gewinnermittlung per Überschussrechnung

Durch die Hintertür: Aufzeichnungspflichten

Wechsel der Gewinnermittlungsart

Kapitel 14: Rahmen und Bedingungen: Aufbau der Bilanz

Vielfältig: Bilanzarten

Sinn und Zweck der Bilanz

Befriedigung der Neugierde: Informationsfunktion

Dokumentations- und Rechenschaftsfunktion

Her mit dem Geld: Zahlungsbemessungsfunktion

Die rechtlichen Grundlagen der Bilanz

Der Aufbau der Bilanz

Die Aktivseite

Die Passivseite

Und nun: Vorhang auf für die Bilanz

Kapitel 15: MfG, HGB, EStG und IFRS: Unterschiedliche Bewertungsvorschriften

Maßgeblich: Handels- und Steuerbilanz

Von der Überschussrechnung zur abgeleiteten Steuerbilanz

Der kleine Unterschied und das Maßgeblichkeitsprinzip

Internationale Rechnungslegungsvorschriften: IFRS und US-GAAP

Warum es internationale Standards gibt

Die IFRS-Vorschriften

Das Haus von GAAP

Kapitel 16: Aktiv bilanzieren

Ende, Aus: Bestandskonten abschließen

Bilanzierung des Anlagevermögens

Dauerhafte Wertminderung oder nicht

Bilanzierung des Umlaufvermögens

Bewertung von Vorräten

Sammelbewertung von Vorräten

Kapitel 17: Passiv bilanzieren

Alles meins: Das Eigenkapital

Eigenkapital bei Einzelunternehmen

Eigenkapital bei Personengesellschaften

Eigenkapital bei Kapitalgesellschaften

Die hohe Kante: Rückstellungen

Haste mal 'nen Euro: Verbindlichkeiten

Artenvielfalt: Verschiedene Verbindlichkeiten

Kapitel 18: Erfolg gehabt: Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Die Vorschriften für die Erfolgsrechnung

Die Vorschriften des HGB

Die Vorschriften in Österreich und in der Schweiz

Die Regeln nach IFRS

Qual der Wahl: Gesamtkostenverfahren oder Umsatzkostenverfahren

Die Gliederung des Gesamtkostenverfahrens nach § 275 HGB

Die Gliederung des Umsatzkostenverfahrens nach § 275 HGB

Jetzt geht's los: Erfolgsrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren

Zum Vergleich: Das Gesamtkostenverfahren

Umstellung vom Gesamt- auf das Umsatzkostenverfahren

Kapitel 19: Last, but not least: Anhang und Lagebericht

Jetzt wird es interessant: Der Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Einzelangaben zum Jahresabschluss

Ergänzende Angaben

Der Lagebericht

Teil IV: Mit kritischem Blick: Die Bilanzanalyse

Kapitel 20: Ziele und Ar ten der Bilanzanalyse

Ziele der Bilanzanalyse

Interne Bilanzanalyse

Externe Bilanzanalyse

Formelle Bilanzanalyse

Materielle Bilanzanalyse

Disziplinen der Bilanzanalyse

Erfolgswirtschaftliche Bilanzanalyse

Finanzwirtschaftliche Bilanzanalyse

Strategische Bilanzanalyse

Kapitel 21: Aufbereitung der Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Aufbereitung der GuV-Positionen

Axt anlegen: Die Erfolgsspaltung

Gesucht: Das ordentliche Betriebsergebnis

Auch noch gesucht: Das ordentliche Finanzergebnis

Schwankend: Das neutrale Ergebnis

Eine Struktur-GuV erstellen

Kapitel 22: Woher und wohin? Finanzierungs- und Investitionsanalyse

Wohin? Die Investitionsanalyse

Die Vermögensstruktur analysieren

Die Investitionstätigkeit analysieren

Das Vermögen ins Verhältnis zum Umsatz setzen

Woher? Die Finanzierungsanalyse

Kennzahlen zur Finanzierungsanalyse

Die horizontale Finanzierungsanalyse

Kapitel 23: Immer flüssig: Die Liquiditätsanalyse

Unterschiedliche Liquiditätsgrade

Liquidität 1. Grades (Barliquidität)

Liquidität 2. Grades

Liquidität 3. Grades

Die Cashflow-Analyse

Ermittlung des Cashflows

Die Finanzkraft mit dem Cashflow beurteilen

Kapitalflussrechnung analysieren

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit

Cashflow aus Investitionstätigkeit

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode

Kapitel 24: Gut gelaufen oder Pech gehabt: Die Erfolgsanalyse

Ergebnisanalyse: Was hinter den Zahlen steckt

Datenbasis aufbereiten: Struktur-GuV erstellen

Das Ergebnis filetieren

Das kommt raus bei der Ergebnisanalyse

Die Ergebnisstruktur in Kennzahlen

Vergleichbar: Die Ergebnisbestandteile in Kennzahlen

Die Aufwandsstruktur in Kennzahlen

Renditedruck: Die Rentabilitätsanalyse

Eigenkapitalrentabilität

Gesamtkapitalrentabilität oder ROI

Umsatzrentabilität

Teil V: Die Basics der Kosten- und Leistungsrechnung

Kapitel 25: Eingeordnet – die Kosten- und Leistungsrechnung

Intern und extern

Es wächst zusammen, was zusammengehört: Konvergenz von externem und internem Rechnungswesen

Die Kosten- und Leistungsrechnung

Ziele der Kosten- und Leistungsrechnung

Protokoll führen – Dokumentations- und Publikationsaufgabe

Planung und Steuerung

Manipulation – Verhaltenssteuerung

Wirtschaftlichkeitskontrolle

Kapitel 26: Acht Schlüsselbegriffe

Nur Bares ist Wahres: Ein- und Auszahlungen

Ab damit in den Geldspeicher: Einzahlungen

Tränenreich verabschieden: Auszahlungen

Geldvermögen: Einnahmen und Ausgaben

Fast immer gut: Einnahmen

Muss auch manchmal sein: Ausgaben

Ertrag und Aufwand: Willkommen in der Buchhaltung

Nichts als Aufwand

Gut für das persönliche Befinden: Erträge

Jetzt geht die Party richtig los: Kosten und Leistungen

Kosten, nicht überall beliebt

Wie jetzt? Erlöse oder Leistungen

Kapitel 27: Charakterfrage – die unterschiedlichen Kostenbegriffe und Kostenrechnungssysteme

Die unterschiedlichen Kostenbegriffe

Beschäftigungsabhängige Kosten

Verrechnungsabhängige Kosten

Kosten mit unterschiedlicher Herkunft

O Zeiten, o Kosten

Überblick über die Systeme der Kosten- und Leistungsrechnung

Gliederung nach dem Zeitbezug

Gliederung nach dem Verrechnungsumfang

Kapitel 28: Basis schaffen – Konten-, Kostenstellen- und Kostenträgerpläne erstellen

Der Kontenplan, Heimat der Kostenarten

Ortsbezeichnungen – der Kostenstellenplan

Gliederungsmöglichkeiten für die Kostenstellenbildung

Das erspart bei Beachtung Ärger: Tipps für die Kostenstellenbildung

Kostenträger definieren

Kostenträger sauber abgrenzen

Einen Kostenträgerplan erstellen

Teil VI: Im Ist ganz traditionell: Die Kosten- und Leistungsrechnung

Kapitel 29: Woher kommt's? Die Kosten- und Leistungsartenrechnung

Aufgaben und Grundsätze der Kosten- und Leistungsartenrechnung

Kosten und Leistungen detailliert oder nur wertmäßig erfassen

Mammutaufgabe – Kosten richtig erfassen

Die Materialkosten erfassen

Die Personalkosten erfassen

Die Fremdleistungskosten erfassen

Abgaben und Steuern erfassen

Abschreibungen erfassen

Die kalkulatorischen Zinsen ermitteln und erfassen

Die kalkulatorischen Wagnisse

Die kalkulatorische Miete

Der kalkulatorische Unternehmerlohn

Auch das noch: Leistungen erfassen

Kapitel 30: Verteilen – die Kostenstellenrechnung

Aufgaben der Kostenstellenrechnung

Ordnung muss sein – Kostenstellenpläne

Kostenstellen klassifizieren leicht gemacht

BAB-Routenplaner – der Aufbau des Betriebsabrechnungsbogens

Verwirrende Vielfalt – Verfahren zur Verrechnung innerbetrieblicher Leistungen

Grob und schnell – Kosten mit dem Anbauverfahren verteilen

Einbahnstraße – das Stufenleiterverfahren

Ganz genau und komplexer – das Gleichungsverfahren

Wiederholung ist angesagt – das iterative Verfahren

Mit festen Verrechnungspreisen – das Gutschrift-Lastschrift-Verfahren

Knallhart wie auf dem Markt – das Kostenträgerverfahren

Die Gemeinkostenzuschlagssätze ermitteln

Kapitel 31: Interne Hochspannung – die Verrechnungspreise

Die Aufgaben der Verrechnungspreise

Koordinations- und Steuerungsaufgabe

Ergebnisermittlung mithilfe von Verrechnungspreisen

Steuerminimierung – Vermeidung unnötiger Steuerbelastungen

Kalkulationsbasis für Produkte und Dienstleistungen

Immer wieder auftretende Zielkonflikte

Die verschiedenen Arten von Verrechnungspreisen

Nicht immer möglich – marktorientierte Verrechnungspreise

Auf dem Basar – verhandlungsorientierte Verrechnungspreise

Beliebt – kostenorientierte Verrechnungspreise

Kapitel 32: Knallhart kalkuliert – die Kostenträgerstückrechnung

Prinzipien der Kostenverteilung

Ganz einfach – die Divisionskalkulation

Einfach aufteilen – die einstufige Divisionskalkulation

Next Step – die zweistufige Divisionskalkulation

Schon komplexer – die mehrstufige Divisionskalkulation

Bei Mehrproduktfertigung geeignet – die Äquivalenzziffernkalkulation

In Serie gehen mit der Zuschlagskalkulation

Auf einen Schlag Kosten zuordnen mit der summarischen Zuschlagskalkulation

Genauer rechnen mit der differenzierenden Zuschlagskalkulation

Bei Automatisierung gefragt – die Maschinensatzkalkulation

Die Kalkulation von Kuppelprodukten

Kalkulation mit der Restwertmethode

Kalkulation mit der Verteilmethode

Kapitel 33: Die Kostenträgerzeitrechnung oder Betriebsergebnisrechnung

Abgrenzung – der erste Schritt vom Unternehmens- zum Betriebsergebnis

Erfolgsrechnung mit dem Gesamtkostenverfahren

Erfolgsrechnung mit dem Umsatzkostenverfahren

Teil VII: Glaskugel: Plankosten- und Planleistungsrechnung

Kapitel 34: Warum überhaupt geplant wird

Ohne Ziel nix los

Unterschiedliche Planungshorizonte

Unterjährige Planung – die Isterwartung

Wo überall im Unternehmen geplant wird

Wie die Kosten- und Leistungsrechnung die Planung unterstützt

Planen mit Prognose- und Standardkosten

Kapitel 35: Starr oder flexibel? Die Plankostenrechnung

So funktioniert die starre Plankostenrechnung

Kostenplanung: Planmenge mal Planpreis

Planung mit der starren Plankostenrechnung

Verrechnung und Abweichungsanalyse bei der starren Plankostenrechnung

Die flexible Plankostenrechnung auf Vollkostenbasis

Planen mit der flexiblen Plankostenrechnung

Die Kostenkontrolle bei der flexiblen Plankostenrechnung

Das Problem mit den Vollkostenrechnungen

Kapitel 36: Teilsicht – Direct Costing oder die Grenzplankostenrechnung

Garantiert proportional – die Grenzplankostenrechnung

Die Kostenplanung in der Grenzplankostenrechnung

Die Kostenauflösung in der Grenzplankostenrechnung

Die Kosten- und Erlösplanung

Die Kostenträgerrechnung mit Teilkosten

Stückdeckungsbeiträge kalkulieren – die Kostenträgerstückrechnung

Erfolg gehabt – die Kostenträgerzeitrechnung

Kosten- und Erlöskontrolle und Abweichungsanalyse

Diplomatie und Bestimmtheit – die Kostenkontrolle

Vielfältige Erklärungen – die Verbrauchsabweichung

Nicht immer einfach – die Erlöskontrolle

Break-even-Analysen, Preispolitik und Portfolioentscheidungen

Das optimale Produktportfolio suchen und finden

Preispolitik – Preisuntergrenzen ermitteln

Break-even-Analyse durchführen

Break-even-Analyse mit mehreren Produkten

Kapitel 37: Mehrstufig – die Fixkostendeckungsrechnung

Auf teilung der Fixkosten nach der Zurechenbarkeit

Erfolgsrechnung in der mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung

Retrograd und progressiv kalkulieren

Nachkalkulation – die retrograde Kalkulation

Stückkosten ermitteln mit der progressiven Kalkulation

Kapitel 38: ABC ganz anders – die Prozesskostenrechnung

Der Zeitpuls fliegt, die Kostenrechnung rennt hinterher

Kurzer Prozess

Die Kostenprozessrechnung

Prozesse suchen und bilden

Auf der Suche nach den Kostentreibern

Auswirkungen auf die Kostenträgerrechnung

Teil VIII: Der Top-Ten-Teil

Kapitel 39: Zehn praktische Internetsites

Controlling & Management

ControllerSpielwiese

Controller Verein

Competence Site

Business-Wissen

Rechnungswesen-Portal

Handelsblatt

Wikipedia

Gruenderlexikon

Wirtschaftslexikon24

Kapitel 40: Zehn Begriffe, die Sie zumindest einmal gehört haben sollten

Sale-and-Lease-Back

Factoring

Segmentberichterstattung

Working Capital Management

Buchhalternase

Windowdressing

Fast Close

Leverage-Effekt

Business Case

Opportunitätskosten

Anhang Lösungen zu den Aufgaben

Stichwortverzeichnis

Wiley End User License Agreement

Einführung

Viele Menschen halten das Rechnungswesen für neumodisches Teufelszeug. Doch das ist weit gefehlt. Zum einen fand man Soll und Haben bereits auf Papyrusrollen der alten Ägypter, die aus dem Jahr 3.000 v. Chr. datiert sind, zum anderen waren es insbesondere Kirchen und Klöster, die ab dem 7. Jahrhundert die Ursprünge des heutigen Rechnungswesens begründeten.

Seither hat sich auf diesem Gebiet natürlich einiges getan. Beispielsweise werden Geschäftsvorfälle heute in Geldeinheiten erfasst und nicht wie bei den alten Ägyptern in Gemüse oder Fächer. Auch ist die Darstellung der Zahlen in römischen Ziffern nicht mehr ganz so hip wie vor 1.400 Jahren. Wäre bei der Bilanzsumme von Apple (rund 300 Milliarden US-Dollar) auch eine ganz schöne Papierverschwendung.

Aber nun genug der Vergangenheit. Ab geht's in die Gegenwart. Und da Sie dieses Buch just in diesem Moment in Ihren Händen halten, gehen wir davon aus, dass Sie schon riesig gespannt sind, was Sie auf den kommenden Seiten erwartet. Eines sei schon einmal verraten: Sie werden sehen, dass das Thema Rechnungswesen gar nicht so schlimm ist wie sein Ruf. Zudem verwenden wir auch bestimmt keine Hieroglyphen. Versprochen!

Über dieses Buch

In diesem Buch finden Sie alle Grundlagen zum internen und externen Rechnungswesen. Langatmige Theorieabhandlungen und unappetitliche Formeln gibt es nicht. Denn was Sie gerade in den Händen halten ist ein praxisorientierter und gut verständlicher Überblick über die wunderbare Welt des Rechnungswesens, gespickt mit Tipps und ein paar Anekdoten.

Erfahren Sie unter anderem,

image wie sich das Betriebsergebnis vom Unternehmensergebnis unterscheidet.

image was es mit der doppelten Buchführung auf sich hat.

image wie Sie eine Bilanz und eine Gewinn-und-Verlust-Rechnung analysieren.

image wie eine traditionelle Vollkostenrechnung und die Teilkostenrechnung funktionieren.

Konventionen in diesem Buch

Keine Sorge: In diesem Buch verlangt niemand von Ihnen, dass Sie irgendetwas eingeben, mitschreiben oder ausschneiden sollen. Somit gibt es hier nichts weiter zu beachten. Und falls Sie jetzt aus uns unerfindlichen Gründen doch an diesem Buch herumschnippeln sollten, denken Sie vorher bitte an die Kosten …

Törichte Annahmen über den Leser

Wir gehen davon aus, dass Sie keine Vorkenntnisse besitzen, wenn Sie dieses Buch lesen. Ein gewisses Grundinteresse für das Thema Rechnungswesen unterstellen wir Ihnen aber, da Sie sich ansonsten beim Buchhändler Ihres Vertrauens sicherlich für einen Krimi oder für einen netten Roman entschieden hätten. Dieses Grundinteresse, sei es freiwillig oder gezwungenermaßen vorhanden, ist die Mindestanforderung, die wir an Sie haben.

Zudem gehen wir davon aus, dass noch mindestens einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft:

image Sie müssen sich von Berufs wegen mit dem Rechnungswesen beschäftigen.

image Sie wollen endlich einmal wissen, wie man einen Jahresabschluss und/oder eine Kosten- und Leistungsrechnung erstellt.

image Sie müssen sich in der Ausbildung oder im Studium mit der Materie herumschlagen.

image Sie sind ein vielseitig interessierter Mensch, aber die besagten Themen gehörten zu den wenigen Dingen, bei denen Sie bisher nur Bahnhof verstanden haben.

Sie dürfen das, was auf Sie zutrifft, übrigens auch gerne ankreuzen – es ist ja schließlich Ihr Buch.

Was Sie nicht lesen müssen

Ab und zu werden Sie beim Lesen auf einen Kasten im Text stoßen. Diese Kästen enthalten entweder theoretische Hintergrundinformationen oder banale Anekdoten aus dem Rechnungswesen. Beide haben eines gemeinsam: Sie müssen sie nicht unbedingt lesen, um das Thema zu verstehen. Wenn es also mal schnell gehen muss, können Sie die Kästen ohne schlechtes Gewissen überspringen. Wir sagen es auch niemandem weiter, versprochen!

Wie dieses Buch aufgebaut ist

Das Buch ist in acht Teile gegliedert, die originellerweise fortlaufend nummeriert sind. In den acht Teilen finden Sie folgende Inhalte:

Teil I: Willkommen im externen Rechnungswesen

Hier bekommen Sie zunächst einen ersten Grobüberblick über die Aufgaben, die im externen Rechnungswesen anfallen. Außerdem machen wir Sie mit verschiedenen Rechenwelten bekannt und weihen Sie in die Geheimnisse der doppelten Buchführung ein.

Teil II: Jetzt wird gebucht

Nachdem wir Sie hier zunächst mit den unterschiedlichen Kontenrahmen vertraut machen, wird endlich gebucht. Sie buchen munter im Anlage- und Umlaufvermögen herum, leasen nebenher und beglücken schließlich sowohl die Anteilseigner als auch Ihre Kollegen mit Privat- und Personalbuchungen. Das große Finale dieses Teils bilden dann die Buchungen im Finanzbereich. Sie werden sehen: Alles halb so schlimm! Buchen kann sogar Spaß machen.

Teil III: Der Jahresabschluss: Bilanzieren und bewerten

Kinder, wie die Zeit vergeht. Schon wieder ist ein Jahr vorbei und das heißt für den Buchhalter: Jahresabschluss. Bei der Inventur werden wir mit Ihnen gemeinsam zählen, schätzen und wiegen. Und wie alles im Leben will auch ein Jahresabschluss gut vorbereitet sein. Was Sie dabei alles beachten müssen, erfahren Sie ebenfalls in diesem Teil. Neben der Gewinn-und-Verlust-Rechnung stellen wir Ihnen dann noch die Königsdisziplin der Buchhaltung vor: die Bilanz. Und zwar mit allem Drum und Dran.

Teil IV: Mit kritischem Blick: Die Bilanzanalyse

Neben einem bunten Strauß hübscher Analysemöglichkeiten einer Bilanz zeigen wir Ihnen hier, wie Sie sich eine Struktur-GuV basteln können. Werkzeug benötigen Sie dazu übrigens keins (außer Ihrem Kopf). Dann wird kräftig analysiert: die Finanzierungs- und Investitionsanalyse, die Liquiditätsanalyse und die Erfolgsanalyse warten schon auf Sie.

Teil V: Die Basics der Kosten- und Leistungsrechnung

Hier bekommen Sie zunächst einen ersten Einblick in die Welt der Kosten- und Leistungsrechnung. Außerdem lernen Sie alle wichtigen Begriffe rund um die Kosten- und Leistungsrechnung kennen und erfahren, wie Kostenpläne und Kostenrahmen entstehen.

Teil VI: Im Ist ganz traditionell: Die Kosten- und Leistungsrechnung

Jetzt geht es zur Sache. Im Kapitel zur Kostenartenrechnung erfahren Sie, wie die Kostenarten erfasst und kalkulatorische Kosten ermittelt werden. Danach geht es in der Kostenstellenrechnung mithilfe des Betriebsabrechnungsbogens, kurz BAB, an die Verteilung der Kosten und an die Verrechnung innerbetrieblicher Leistungen. Abschließend geht es an die Kostenträgerrechnung, danach folgt die Zeitrechnung, also die Erfolgsrechnung.

Teil VII: Glaskugel: Plankosten- und Planleistungsrechnungen

Werfen Sie einen Blick in die Zukunft. Plankostenrechnungen auf der Grundlage von Vollkosten und auf Basis von Teilkosten buhlen um Ihre Gunst. Die relative Einzelkostenrechnung ist das konsequenteste System, aber zugleich wohl auch das komplexeste. Danach geht es zum ABC, zur Prozesskostenrechnung.

Teil VIII: Der Top-Ten-Teil

Für den versierten … für Dummies-Leser ist dieser Teil nichts Neues. Hier lernen Sie zunächst einmal zehn Websites rund um das Thema Rechnungswesen kennen. Dann folgen zehn wichtige Begriffe, die Ihnen hier und da über den Weg laufen können.

Symbole, die in diesem Buch verwendet werden

In diesem Buch werden einige Symbole verwendet, um bestimmte Arten von Informationen zu kennzeichnen:

1 Dieses Symbol markiert einen praktischen Tipp, der Ihnen einiges erleichtern kann.

1 Hier handelt es sich um zusätzliche Erklärungen und Hinweise, die etwaige Unklarheiten beseitigen können.

1 Hinter diesem Symbol versteckt sich die Erklärung oder die Definition von neu eingeführten Fachbegriffen.

1 Dreimal dürfen Sie raten, was Sie bei diesem Symbol erwartet – richtig, ein Beispiel zum jeweiligen Thema.

1 Hier gibt es noch theoretisches Hintergrundwissen. Wenn Sie etwas, das mit diesem Symbol versehen ist, nicht lesen, tut das dem Verständnis keinen Abbruch.

Wie es weitergeht

Das Buch ist so aufgebaut, dass Sie es nicht zwingend wie einen Roman von vorn nach hinten durchlesen müssen, um alles zu verstehen. Wollen Sie sich mal eben über Rückstellungen informieren, können Sie ohne Umwege das Kapitel 17 aufschlagen. Sie werden dort grundsätzlich alles verstehen, auch ohne die Kapitel 1 bis 16 gelesen zu haben. Wenn Sie das Buch aber dennoch von vorn bis hinten durchlesen möchten, sind wir Ihnen auch nicht böse. Wie und in welcher Reihenfolge Sie was, warum und weshalb lesen, können Sie somit frei entscheiden.

Und nun wünschen wir Ihnen viel Spaß und Erfolg!

Teil I

Willkommen im externen Rechnungswesen

image

Kapitel 1

Die wunderbare Welt des Rechnungswesens

Zu Beginn möchten wir gerne ein Gerücht aus dem Weg räumen: Beim Rechnungswesen handelt es sich nicht um ein grausames Fabeltier, das vorwiegend in Schulen und Universitäten sein Unwesen treibt, um dort mit sinnloser Komplexität für Angst und Verwirrung zu sorgen. In Wahrheit ist das Rechnungswesen ein äußerst hilfsbereiter und schlauer Zeitgenosse, der Ihnen selbstlos dabei hilft, die richtigen Entscheidungen zu treffen und damit noch erfolgreicher zu sein. Trotz allem ist das Rechnungswesen aber lange nicht perfekt und hat – wie jeder von uns – seine Ecken und Kanten. Wie Sie mit diesen umgehen, warum manche vermeintlichen Macken bei genauerem Hinsehen gar keine sind, welche Rolle der Gesetzgeber für den Ruf des Rechnungswesens spielt und noch vieles, vieles mehr über diese faszinierende Kreatur erzählen wir Ihnen auf den folgenden Seiten. Und sollte es Sie wider Erwarten trotzdem einmal kurzzeitig verwirren – seien Sie bitte nachsichtig! Schließlich ist das Rechnungswesen irgendwie ja auch nur ein Mensch …

Die Unterarten des Rechnungswesens

Das Rechnungswesen existiert natürlich nicht zum Spaß – oder um Menschen denselben zu verderben. Vielmehr dient es dazu, alles, was in einem Unternehmen passiert und sich in Geld oder Mengen ausdrücken lässt,

image zu erfassen,

image zu überwachen und

image auszuwerten.

Das ermöglicht zum einen, Außenstehenden – wie beispielsweise den Aktionären – Rechenschaft darüber ablegen zu können, was mit ihrem Geld passiert ist, zum anderen macht es ein Unternehmen überhaupt erst steuerbar und überlebensfähig.

icons Sie kommen auf die glorreiche Idee, Bleistifte herzustellen und zu verkaufen und setzen pro Stift einen Verkaufspreis von 30 Cent an. Allerdings haben Sie es nicht so mit Zahlen und bemerken deshalb nicht, dass es Sie stattliche 50 Cent kostet, einen einzigen Stift zu produzieren. Zwar verkauft Ihr Unternehmen dann in ziemlich kurzer Zeit wahrscheinlich ziemlich viele Bleistifte, geht aber unter Garantie in einigen Monaten ebenfalls stiften.

Rechnungswesen ist aber leider nicht gleich Rechnungswesen. Wäre ja auch zu einfach! In erster Linie unterscheidet man zwischen

image dem externen Rechnungswesen und

image dem internen Rechnungswesen.

Zunächst konfrontieren wir Sie mit den knallharten Fakten zum externen Rechnungswesen – gerne auch als »Finanzbuchhaltung« oder »Geschäftsbuchhaltung« bezeichnet. Dieses wird von

image Aufwendungen und

image Erträgen

regiert.

Die Finanzbuchhaltung ist die Basis für die Bilanz und die Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Im internen Rechnungswesen, auch »Kostenrechnung« oder »Betriebsbuchhaltung« genannt, geben hingegen

image Kosten und

image Leistungen

den Ton an.

Das interne Rechnungswesen mündet in der Kostenarten-, der Kostenstellen- und der Kostenträgerrechnung.

icons Wie so oft im Leben liegt der Unterschied zwischen Kosten und Aufwendungen einerseits sowie Leistungen und Erträgen andererseits im Detail. Und dieses Detail nennt sich recht unspektakulär Betriebszweck. Der Betriebszweck ist einfach ausgedrückt das eigentliche Kerngeschäft Ihres Unternehmens und alles, was damit im Zusammenhang steht.

icons Streng genommen gehören auch noch die sogenannte Betriebsstatistik sowie die Planungsrechnung zum weitreichenden Themenfeld Rechnungswesen. Während in der Betriebsstatistik die Ergebnisse der Finanzbuchhaltung sowie der Kostenrechnung verdichtet und detailliert analysiert werden, schaut man in der Planungsrechnung nach vorn und versucht, insbesondere auf Basis der Ergebnisse aus der Betriebsstatistik, die künftige Entwicklung des Unternehmens zu prognostizieren. Mehr zu diesen beiden spannenden Unterdisziplinen des Rechnungswesens finden Sie im Buch Controlling für Dummies.

Warum es zwei Rechenwelten gibt

Der Grund für die Existenz der beiden Rechenwelten liegt darin, dass jeweils unterschiedliche Ziele verfolgt werden. Das interne Rechnungswesen, also die Kostenrechnung, dient rein innerbetrieblichen Zielen, während das externe Rechnungswesen, die Finanzbuchhaltung, hauptsächlich Außenstehende informieren und schützen soll.

Aber der Reihe nach:

image Das interne Rechnungswesen erfüllt hauptsächlich folgende Zwecke:

image Die wichtigsten Aufgaben des externen Rechnungswesens sind hingegen:

icons Während eine Finanzbuchhaltung gemäß dem Handelsgesetzbuch zwingend vorgeschrieben wird, ist die Kostenrechnung eine rein freiwillige Sache. Man kann sie haben—muss aber nicht.

Von Aufwendungen, Erträgen, Kosten und Leistungen

Nachdem wir Sie eben schon grob mit den vier Begriffen bekannt gemacht haben, stellen wir sie Ihnen nun noch etwas näher vor.

image Aufwendungen und Erträge gehören zum externen Rechnungswesen und münden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Die beiden Größen umfassen alles, was dem Unternehmen an Werten zu- und abfließt. Sie entscheiden also, wie der Gewinn in einem bestimmten Zeitraum ausfallen wird. Und das muss nicht unbedingt mit den Produkten und dem eigentlichen Zweck des Unternehmens zu tun haben. Aufwand ist beispielsweise auch die Spende an den lokalen Kinderchor, was in der Regel überhaupt nichts mit der eigentlichen Tätigkeit des Unternehmens zu tun haben dürfte.

icons Wichtig ist hierbei, dass die Aufwendungen und Erträge auch der Abrechnungs-periode zugeschrieben werden, in der sie verursacht wurden. Das nennt man auch Periodengerechtigkeit. Wenn die Kunden Ihrer Bäckerei Ende Dezember 2016 anschreiben lassen und Sie das Geld erst im Januar 2017 bekommen, werden die Erträge dennoch dem Jahr 2016 zugeschrieben, denn dort wurden sie ja verursacht. Wann letztendlich die Zahlung erfolgt, spielt bei Aufwendungen und Erträgen zunächst keine Rolle.

image Kosten und Leistungen beziehen sich auf den eigentlichen Betriebszweck, das heißt auf die tollen Produkte des Unternehmens im betrachteten Zeitraum, zum Beispiel die Erdbeersahnetorte der Konditorei. Kosten und Leistungen sind somit durch den Betriebszweck verursachte Aufwendungen beziehungsweise Erträge.

icons Kosten sind nichts anderes als das, was an Geld anfällt, wenn Sie Ihre Produkte oder Dienstleistungen erstellen. Leistungen sind das Gegenteil, nämlich das, was an Geld anfällt, wenn Sie Ihre Produkte und Dienstleistungen verkaufen. Um die Kosten und Leistungen zu bestimmen, braucht man zwei Angaben: die Menge und den dazugehörigen Preis. Die Menge kann bei Rohstoffen beispielsweise in verbrauchten Stückzahlen, Kilogramm oder Liter ausgedrückt werden. Bei Maschinenlaufzeiten rechnet man meist mit Stunden. Multipliziert man diese Mengen mit den dazugehörigen Preisen (oder Stundensätzen), erhält man die jeweiligen Kosten.

Zwischen Kosten und Aufwendungen einerseits sowie Leistungen und Erträgen andererseits bestehen also unmittelbare Verbindungen. Für Kosten und Aufwendungen etwa gilt:

image Viele Aufwendungen sind zugleich auch Kosten. Und zwar die, die mit dem Betriebs-zweck zu tun haben. Diese Schnittmenge nennt man auch Grundkosten.

image Aufwendungen, die nichts mit dem Betriebszweck zu tun haben, wie eben die besagte Spende der Bäckerei an den Kinderchor oder deren Kauf von Optionsscheinen, nennt man neutrale Aufwendungen.

icons Neben Aufwendungen, die nichts mit dem Betriebszweck zu tun haben, den sogenannten betriebsfremden Aufwendungen, fließen auch Aufwendungen aus anderen Abrechnungszeiträumen in das Töpfchen der neutralen Aufwendungen. Die nennt man periodenfremde Aufwendungen. Beispiele hierfür wären etwa Steuernachzahlungen für Vorjahre oder Mietvorauszahlungen für die nächsten fünf Jahre. Außerdem sind auch außerordentliche Aufwendungen sowie sonstige neu-trale Aufwendungen per Definition neutral.

image Kosten, die keinen Aufwand darstellen, heißen hingegen Zusatzkosten. Das sind in der Regel kalkulatorische Größen wie zum Beispiel der kalkulatorische Unternehmerlohn.

image Aufwendungen, die zwar Kosten sind, jedoch in beiden Rechenwelten mit unterschied-lichen Werten angesetzt werden, sind sogenannte Anderskosten. So können Abschrei-bungen in der Kostenrechnung mit anderen Beträgen angesetzt werden als mit den gesetzlich zulässigen Werten aus der Finanzbuchhaltung.

Um einer etwaigen Verwirrung aufgrund der vielen Begrifflichkeiten entgegenzuwirken, fasst Abbildung 1.1 das Ganze noch mal zusammen.

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Abbildung 1.1: Aufwendungen und Kosten

Analog gilt die ganze Systematik auch für Leistungen und Erträge:

image Viele Erträge sind zugleich auch Leistungen. Und zwar die, die mit dem Betriebszweck zu tun haben. Diese Schnittmenge nennt man auch Grundleistungen.

image Erträge, die nichts mit dem Betriebszweck zu tun haben, wie die Gewinne, die die Bäckerei durch den Verkauf von Optionsscheinen erzielt, nennt man neutrale Erträge.

icons Neben den betriebsfremden Erträgen zählen auch Erträge aus anderen Abrechnungszeiträumen, die periodenfremden Erträge, zu den neutralen Erträgen. Ein Beispiel hierfür wären Steuerrückerstattungen aus Vorjahren. Außerdem sind auch sogenannte außerordentliche Erträge und sonstige neutrale Erträge per Definition neutral.

image Leistungen, die keine Erträge sind, heißen – Sie ahnen es schon – Zusatzleistungen. Ein Beispiel hierfür wären die täglichen Gratisbrötchen für die Angestellten Ihrer Bäckerei.

image Leistungen, die Erträge sind, jedoch in anderer Höhe, heißen Andersleistungen.

Abbildung 1.2 fasst das alles nochmals zusammen.

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Abbildung 1.2: Erträge und Leistungen

Nicht aus-, sondern abgegrenzt

Das interne und das externe Rechnungswesen bilden zusammen das betriebliche Rechnungswesen.

Die meisten der gängigen Kontenrahmen haben deshalb zwei getrennte Rechnungskreise – einen für das externe Rechnungswesen, die Finanzbuchhaltung, und einen für die Kostenrechnung, also das interne Rechnungswesen. Diese beiden Rechnungskreise können allerdings auf magische Weise miteinander verbunden werden. Das Zauberwort hierfür heißt Abgrenzung. Aber der Reihe nach …

Die Welt der Finanzbuchhaltung

Die Finanzbuchhaltung, oftmals auch kurz und liebevoll FiBu genannt, bildet innerhalb der beiden Rechenwelten den sogenannten Rechnungskreis I. Im Rechnungskreis I werden alle Geschäftsvorgänge mit den gesetzlich vorgeschriebenen Methoden der Buchführung dokumentiert und auf Bestands- oder Erfolgskonten verbucht. Abbildung 1.3 zeigt Ihnen, was das Zweikreissystem aufgebaut ist.

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Abbildung 1.3: Die beiden Rechnungskreise

icons Bei den Bestandskonten werden Veränderungen des Vermögens- und des Kapitalbestands erfasst. Der Kauf eines neuen Lieferwagens für eine Bäckerei ist ein Beispiel dafür. Die Bestandskonten bilden die Basis für die Bilanz. Erfolgskonten hingegen werden bebucht, sobald das Eigenkapital verändert wird. Sprich, sobald ein Geschäftsvorfall direkt den Gewinn oder einen möglichen Verlust beeinflusst. Hier landen somit die Aufwendungen und die Erträge, aus denen später die Gewinn-und-Verlust-Rechnung gebastelt wird. Sind die Erträge in einer betrachteten Periode höher als die Aufwendungen, gibt es Gewinn, im umgekehrten Fall Verlust.

Am Ende wird hieraus die Bilanz und die Gewinn-und-Verlust-Rechnung erstellt. Das Resultat der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, also der Gewinn in guten sowie der Verlust in schlechten Zeiten, heißt auch Unternehmensergebnis.

icons Die gesetzlichen Bestimmungen zur Finanzbuchhaltung finden Sie in Deutschland im HGB und in Österreich im UGB (Unternehmensgesetzbuch). In der Schweiz wird das Ganze innerhalb des Obligationenrechts, kurz OR, geregelt.

Da sich Aufwendungen und Kosten sowie Erträge und Leistungen teilweise überschneiden, wie zum Beispiel bei den Grundkosten und den Grundleistungen, überschneiden sich logischerweise auch die beiden Rechnungskreise.

Die Welt der Kostenrechnung

Das interne Rechnungswesen, also die Kostenrechnung, bildet den Rechnungskreis II. Wir entschuldigen uns für die nicht besonders kreative Namensgebung, können aber persönlich auch nichts dafür.

icons Pedanten bezeichnen die Kostenrechnung auch als Kosten- und Leistungsrechnung. Ist ja auch irgendwie sinnvoll. Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung heißt ja auch nicht nur »Verlustrechnung«.

Da sich die Finanzbuchhaltung nun einmal an die gesetzlichen Bestimmungen halten muss, sind die Ergebnisse für innerbetriebliche Entscheidungen oftmals nicht aussagefähig genug. Deshalb werden die Ergebnisse im Rechnungskreis II entsprechend angepasst.

Neutrale Aufwendungen und Erträge aus dem Rechnungskreis I werden dabei herausgerechnet und im Gegenzug Zusatzkosten und Zusatzleistungen berücksichtigt. Anderskosten und Andersleistungen werden außerdem mit von der Finanzbuchhaltung abweichenden Beträgen angesetzt. Durch diese Korrekturen wird aus dem Ergebnis der Finanzbuchhaltung, also dem Rechnungskreis I, die Kostenrechnung hergeleitet. Das Ganze hat auch einen Namen: Abgrenzung. Abbildung 1.4 zeigt die Überleitung vom Rechnungskreis I zum Rechnungskreis II.

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Abbildung 1.4: Von der Finanzbuchhaltung zur Kostenrechnung

icons Abzugrenzende Kosten, die nicht mit den tatsächlichen Geldströmen übereinstimmen, nennt man auch kalkulatorische Kosten

Aufgabe 1

Sie besitzen eine Maschinenbaufirma und verfügen über eine seit Jahren nicht mehr genutzte Lagerhalle, sodass Sie diese Halle verkaufen wollen. Laut Bilanz ist die Halle 750.000 Euro wert. Sie finden einen Interessenten, der Ihnen die Halle für exakt 750.000 Euro abkauft. Um was für Erträge handelt es sich?

Kapitel 2

Von Erbsenzählern und Buchhaltern

Nachdem wir Sie mit den ersten Geheimnissen des Rechnungswesens vertraut gemacht haben, beginnt der Ausflug in die Tiefen der Finanzbuchhaltung mit einer geschichtlichen Frage: Was haben die Buchführung, eine Mailänder WG und die Renaissance miteinander zu tun? Nichts, denken Sie? Weit gefehlt.

Im Jahr 1494 verfasste der Mathematiker Luca Pacioli ein Buch mit dem Titel »Summa de arithmetica, geometria, proportioni et proportinalita«. Der Titel lässt erahnen, dass es sich hierbei nicht um einen spannenden Abenteuerroman handelt, sondern um ein nüchternes Sachbuch. In dieses Buch hat Pacioli das gesamte mathematische Wissen seiner Zeit gepackt. Zusätzlich hat er in diesem Buch so nebenbei auch noch eine Abhandlung über die doppelte Buchführung geschrieben.

Luca Pacioli hat die doppelte Buchführung damit zwar nicht erfunden. Er war aber der Erste, der sie schriftlich darstellte. Die zweite Besonderheit: Dieses Buch war nicht in Latein, sondern in Italienisch geschrieben, damit es auch von den Kaufleuten gelesen werden konnte. Schlappe 429 Jahre nach der Erstveröffentlichung übersetzte Dr. Balduin Penndorf den Buchhaltungsteil ins Deutsche.

Ach ja, und was hat die Buchhaltung nun mit einer Mailänder WG zu tun? Luca Pacioli war mit Leonardo da Vinci befreundet und lebte mit ihm in Mailand in einer WG. Luca machte Leonardo während dieser Zeit mit der Mathematik vertraut. Luca Pacioli begründete auch, warum er in seine Abhandlung einen Buchhaltungsteil eingebaut hatte: Wenn die Kaufleute alle Geschäftsfälle erfassen, haben sie jederzeit einen Überblick über ihre Schulden und Guthaben und damit ein sorgenfreieres Leben.

Die doppelte Buchführung gilt als eine Voraussetzung für die Entwicklung des Kapitalismus. Die dadurch ermöglichte Erfolgskontrolle ließ erst die Entwicklung und Führung großer Unternehmen zu.

Die Aufgaben der Buchführung

Die Buchführung wird häufig als lästiges Übel betrachtet, die nur für den Fiskus gemacht werden müsse. Dem ist ganz und gar nicht so. Sie erfüllt für ein Unternehmen ein paar überlebenswichtige Aufgaben:

image Informationsinstrument: Die Buchführung dient der Unternehmensleitung als wichtiges Informationsinstrument. Nur mit ihrer Hilfe kann sie den Überblick über die wirtschaftliche Situation behalten.

image Ermittlungsfunktion: Mit den Daten aus der Buchführung werden die Steuerbemessungsgrundlage und die Gewinnausschüttungen ermittelt.

image Planungsfunktion: Mit den Istzahlen aus der Buchführung können Entwicklungen der vergangenen Jahre erkannt und auch für die Zukunft geplant werden.

image Kontrollfunktion: Wenn Sie eine funktionierende Buchführung besitzen und zusätzlich auch noch eine Planung gemacht haben, können Sie später einmal die Istwerte aus der Buchhaltung mit Ihren Planzahlen vergleichen.

image Dokumentationsfunktion: Die Buchhaltung dokumentiert alle Geschäftsfälle des Unternehmens. So können Sie dort zum Beispiel jederzeit nachschauen, ob Rechnungen bezahlt wurden oder nicht.

Werkzeuge der Buchführung

Um diese ganzen Aufgaben bewältigen zu können, hat man im Laufe der Zeit mehrere Werkzeuge erfunden. So unter anderem:

image Die doppelte Buchführung: Das Originelle der doppelten Buchführung ist, dass immer auf zwei Konten gebucht wird. Einmal auf ein Konto im Soll und einmal auf ein Konto im Haben. Im Soll steht, wofür das Geld verwendet wird beziehungsweise wohin das Geld fließt. Im Haben steht, woher das Geld stammt.

image Der Kontenrahmen