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IFRS für Dummies

Inhaltsverzeichnis

IFRS für Dummies – Schummelseite
Titel
Impressum
Über die Autoren
Danksagung
Vorwort
Einführung
Über dieses Buch
Konventionen in diesem Buch
Törichte Annahmen. über den Leser
Was Sie nicht lesen müssen,
Wie dieses Buch aufgebaut ist
Teil I: Die neue Welt der internationalen Rechnungslegung
Teil II: (K)eine linke Sache: Vermögenswerte in der IFRS-Bilanz
Teil III: Am rechten Fleck: Kapital und Schulden in der IFRS-Bilanz
Teil IV: Weder links noch rechts. Weitere Abschlussbestandteile
Teil V: Big Business: Der Konzernabschluss
Teil VI: So klappt die Umstellung
Teil VII: Der Top-Ten-Teil
Symbole, die in diesem Buch verwendet werden
Wie es weitergeht
Teil I - Die neue Welt der internationalen Rechnungslegung
1 - IFRS und ich
Warum eigentlich! Gründe für IFRS
Ab zur Tankstelle – Geld vom Kapitalmarkt.
Viele neue Eigentümer. Börsengang
... mein Unternehmen gehört mir – lieber doch nur Fremdkapital?
Hilfe! Wir werden verkauft
Alles für die Banken, alles für den Kredit!
Viel Spaß dabei: IFRS-Umstellung und Bilanzierung nach IFRS
Ich seh doppelt: Parallele Rechnungslegung = doppelter Aufwand?
Haben Sie schon neugestartet? Umstellung der IT-Systeme
Sprich mit mir! Herausforderung Finanzkommunikation
Gemeinsam einsam? Internes und externes Rechnungswesen
Jetzt aber alle! Umdenken auf allen Ebenen
2 - Rechnungslegung »goes international«
Mehr Spaß für Soll und Haben – die Bilanzen steigen in das Globalisierungskarussell
Das ist ja mal wieder typisch für die Amerikaner, die Franzosen, die Engländer, die Deutschen ...
Lokal, national, international
US-GAAP: Liebevolle Annäherung oder feindliche Übernahme
Auch Hans will Spaß! Die Deutsch Rechnungslegung bewegt sich (doch)
Hallo? Ist jemand da draußen?
Endlich aufgewacht – auch die Politik reagiert!
BiRiLiG: Die EU greift um sich!
KapAEG: Leichter ans Geld!
KonTraG: Volle Kontrolle!
IAS-Verordnung: Ein Meilenstein!
BilReG: Eine echte Reform!
BilMoG: Alles neu oder letztes Aufbäumen?
1- 2 – Bilanzpolizei
Und was kommt jetzt?
Die »kleinen« IFRS
IFRS für jeden! IFRS auch im Einzelabschluss?
3 - Immer in Bewegung: Das IFRS-Regelwerk
Woher kommen die IFRS: Das IASC/IASB
Der Entstehungsprozess und das EU-Endorsementverfahren
Hier können Sie aktiv mitgestalten!
Grenze der Gesetzlosigkeit: Endorsement
Das sind sie nun: Das IFRS-Regelwerk
Rahmenkonzept und Standards
Interpretationen
Wer rastet, der rostet: Die Dynamik der Standardgebung!
So sehen sie aus: Aufbau der IFRS-Standards
Hier werden Sie geholfen: Optische Highlights
Hier finden Sie mal einen angenehmen Anhang!
4 - Stabile Basis: IFRS-Grundlagen
Sind die IFRS für alle da?
Die Grundprinzipien der IFRS-Rechnungslegung
Prinzip der periodengerechten Erfolgsermittlung
Prinzip der Unternehmensfortführung
Qualität der Informationen im Abschluss
Verständlichkeit: Soll das jeder begreifen?!
Relevanz: Ist das wirklich interessant?
Vergleichbarkeit: Wie war das letztes Jahr oder wie haben andere das gemacht?
Verlässlichkeit: Das nehm ich euch ab!
»True and Fair View« – aber bitte in Grenzen
Wer darf in den IFRS-Abschluss einziehen?
IAS 1: Wie sieht ein IFRS-Abschluss aus?
Bestandteile des IFRS-Abschlusses
Struktur und Inhalt der Bilanz
Das muss unbedingt rein: Mindestangaben
Gliederung der Gesamtergebnisrechnung
Eigenkapitalveränderungsrechnung
Kapitalflussrechnung
Anhang
Grundregeln für die Darstellung
Teil II - (K)eine linke Sache: Vermögenswerte in der IFRS-Bilanz
5 - Dauerhafte Werte: Anlagevermögen
Materielle Vermögenswerte – Sachanlagen
Was ist Sachanlagevermögen)
Vermögenswert
Zweckgebundenheit
Längere Nutzungsdauer
Ausweis und Gliederung
Bewertung bei Zugang
Anschaffungskosten
Herstellungskosten
Drei Sonderfälle: Verpflichtung zum Rückbau, Zinsen während der Herstellung und Zuschüsse
Bewertung in Folgeperioden
Immer wieder neu – das Neubewertungsmodell
Sicher nichts Neues – das Anschaffungskostenmodell
Gleichmäßig, abnehmend oder ganz anders – die Abschreibungsmethode
Nicht greifbarimmaterielle Vermögenswerte
Was ist immateriell und was darf in die Bilanz?
Bitte identifizieren Sie sich
Das darf nicht rein: Bilanzierungsverbote
Selbst ist das Unternehmen – der Ansatz selbst geschaffener immaterieller Vermögenswerte
Ausweis und Gliederung der immateriellen Vermögenswerte
Zugangsbewertung immaterieller Vermögenswerte
Folgebewertung immaterieller Vermögenswerte
Außerplanmäßige Wertminderungen im Anlagevermögen
Immer und alles? Zeitpunkt und angesprochene Vermögenswerte
Abgesunken? Ermittlung der Wertminderung
Veräußerungspreis abzüglich der Verkaufskosten
Der Nutzungswert als erzielbarer Betrag
Wieder gestiegen – Wertaufholungen
Angaben zu Anlagevermögen
Nichts wie weg damit – Bewertung bei Veräußerungsabsicht
Wann eine Veräußerungsabsicht vorliegt
Bewertung der Veräußerungsposten
Auf die Nutzung kommt es an – Rendite-Immobilien
Erfassung von Rendite-Immobilien
Bewertung von Rendite-Immobilien
Ausweis von Rendite-Immobilien
6 - Fremde Werte: Leasing
Auf die wirtschaftliche Betrachtung kommt es an: Finance- und Operating-Leasing
Klassifizierungskriterien
Zusätzliche Beurteilungshilfen zur Klassifizierung
Bilanzierung beim Leasinggeber,
Finance-Leasingverhältnisse
Leasing als Mittel der Verkaufsförderung
Operating-Leasingverhältnisse
Wir verkaufen, verleasen und verbuchen
Anhangangaben des Leasinggebers
Bilanzierung beim Leasingnehmer
Finance-Leasingverhältnisse
Operating-Leasingverhältnisse
Übung macht den Meister: Ein Beispiel
Anhangangaben des Leasingnehmers
Zum Abschluss: Zusammenfassung
Sale-and-lease-back-Transaktionen
Die Motivation dahinter
Buchhalterische Behandlung nach IFRS
Beurteilen und Verbuchen
Einzigartige und ungewöhnliche Anhangangaben
Undercover: Verdeckte Leasingverhältnisse
Nichts ist für die Ewigkeit: Leasingbilanzierung nach IFRS im Umbruch
State of the Art zur Neuregelung des IAS 17
7 - Finanzielle Werte: Finanzvermögen
Sie haben sie bestimmt – die Gruppe der Finanzinstrumente
Vier mögliche Formen: Einteilung und Ausweis
Bei Zugang alle gleich – erstmaliger Ansatz
Später ist nichts mehr gleich – die Folgebilanzierung
Sie bekommen noch Geld. Forderungen und Ausleihungen
Sie haben Zeit – bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte
Im Notfall verkaufen: Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Zocken oder freiwilliger Mehraufwand. Erfolgswirksam zum Marktwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte
Freiwillig zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Was hat sich denn da versteckt? Eingebettete Derivate
Und jetzt noch mal alles neu: Die geplanten Änderungen
Was ist denn hier fair? Die Ermittlung des Marktwertes
Oberste Hierarchie – beobachtbare Marktpreise
Zweite Hierarchie – Bewertungsmodelle
Die dritte Hierarchie – nichts ist möglich
Das können Sie sich abschminken – Wertberichtigungen auf Finanzinstrumente
Einzeln oder als Portfolio? Wertberichtigungen auf Forderungen und Ausleihungen
Manchmal geht auch die beste Anlage daneben
Jetzt wird’s kompliziert: Hedge Accounting
Cash Flow Hedge
Fair Value Hedge
Die letzte Hürde – Anwendungsvoraussetzungen
8 - Temporäre Werte: Vorratsvermögen
Anschaffungskosten und Herstellungskosten
Bewertungsvereinfachungen
Durchschnittskostenmethode
»First-in-First-Out«-Methode
Der Niederstwerttest
Nettoveräußerungswert von fertigen Erzeugnissen
Nettoveräußerungswert von unfertigen Erzeugnissen
Nettoveräußerungswert von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen
Runter und wieder hoch Abwerten und Zuschreiben
Angaben zu Vorräten
Individuell und mehr als temporär: Langfristfertigungsaufträge
Ertragsrealisierung bei langfristiger Auftragsfertigung
Auftragskosten und Fertigstellungsgrad
Bilanzielle Abbildung eines Fertigungsauftrags
Ein Verluste droht
Keine Schätzung, kein Gewinn
Angaben zu Fertigungsaufträgen
Teil III - Am rechten Fleck: Kapital und Schulden in der IFRS-Bilanz
9 - Hoffentlich genug: Eigenkapital
Eigenkapital oder Fremdkapital, das ist hier die Frage
Wirklich mein »Eigen«? Unterscheidung zwischen Fremd- und Eigenkapital
Ausweis: Die Bestandteile des Eigenkapitals
Gezeichnetes Kapitals
Kapitalrücklage
Satzungsmäßige oder gesetzliche Rücklage
Bilanzgewinn
Erfolgsneutrales Eigenkapital
Das kostet – Kosten der Eigenkapitalbeschaffung
Das setzen wir ab – eigene Anteile
Nennwertmethode
Anschaffungskostenmethode
Angaben im Anhang zum Eigenkapital
10 - Unsichere Schulden: Rückstellungen
Rückstellungsausweis: Das Wer-Wie-Wo-Was
Vielfältiges Qualifikationsverfahren: Bilanzansatz
Ereignis der Vergangenheit und Außenverpflichtung
Wahrscheinfiche Erfüllung
Zuverlässige Schätzung
Unsicher Sache: Wertfindung bei Rückstellungen
Risiken und Unsicherheiten
Der Blick in die Zukunft: Künftige Ereignisse
Barwert: Das Geld van heute ist weniger wert als das Geld von morgen
Erwarteter Abgang von Vermögenswerten
Ich will mein Geld zurück! Erstattungen
Zur Klarstellung: Typische Rückstellungsfälle
Abbruch, Entsorgungs-, Rekultivierungs- und Rückbautverpflichtungen
Drohverlustrückstellungen
Garantien / Gewährleistungen
Kulanzrückstellungen
Personalrückstellungen
Prozessrisiken und Gerichtsverfahren
Restrukturierung
Steuerschulden
Umweltschutzmaßnahmen
Sonderfall Mitarbeiter: Pensionen und ähnliche Verpflichtungen,
kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Sonderfall: Anteilsbasierte Vergütung
Angaben zu Rückstellungen.
keine bösen Überraschungen: Eventualschulden
Prozessrisiken
Teil einer gesamtschuldnerischen Haftung
Bürgschaften und finanzielle Garantien
Eventualverbindlichkeiten bei assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
Eventualschulden bei Unternehmenszusammenschlüssen
unverhofft kommt oft: Mögliche Änderungen des IAS 37
11 - Sichere Schulden: Verbindlichkeiten
Die Schuld (en) frage bei Verbindlichkeiten: Sein oder Nichtsein?
Verbindlichkeiten in unterschiedlichen Formen und Farben
Das wird eng gesehen: Schulden im engeren Sinne
Beinahe grenzenlos: Abgegrenzte Schulden
Ausweisfragen bei finanziellem Verbindlichkeiten
Besitzfrage: Eigenkapital oder Fremdkapital?
Gliederungsfrage: Wo stecken wir sie denn hin?
Erfassungsfrage: Wollen wir sie überhaupt reinlassen?
(Auf-) Rechnungsfrage: Mehr Brutto als Netto?
Abgangsfrage: Wollen wir sie wieder rauslassen?
Bilanzierung und Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten
Einteilung: Kategorien finanzieller Verbindlichkeiten
Als »Zu Handelszwecken gehalten« eingestufte finanzielle Verbindlichkeiten (»held for trading«)
Fair Value Option (FVO)
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (other liabilities)
Zugangsbewertung: Behandlung beim Zugang
Spezialität 1: kein Transaktionspreis vorhanden
Spezialität 2: Vom Transaktionspreis abweichender Marktpreis
Spezialität 3: Agio oder Disagio Schlechter Scherz in der BWL-Prüfung
Spezialität 4: Emissions- und Transaktionskosten
Spezialität 5: Un- oder unterverzinsliche Darlehen,
Folgebewertung: Behandlung an Folgestichtagen
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Fortgeführte Anschaffungskosten
Amortisation mit der Effektivzinsmethode
Internationales Geschäft: Fremdwährungsverbindlichkeiten
Zugangsbewertung
Folgebewertung
Teil IV - Weder links noch rechts: Weitere Abschlussbestandteile
12 - Top oder Flop: Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Eine Frage der Darstellung: GuV-Struktur
Grundsätzliches: Was wird dargestellt
Eine Frage des Geschmacks: Gesamtkostenverfahren oder Umsatzkostenverfahren
Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung nach dem Gesamtkostenverfahren
Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung nach dem Umsatzkosteverfahren
Die Gesamtergebnisrechnung
Darf es sonst noch war sein? Das sonstige Ergebnis
Nimm 2: Die zwei Arten der Gesamtergebnisrechnung
Auf das Timing kommt es an: Umsatzrealisierung
Grundsätzliches über Umsätze
Gut, Güter, am besten – der Verkauf von Gütern
Wirklich kein Risiko mehr? Beurteilung von Eigentumsrisiken
Alles gleichzeitig - Schätzung der Aufwendungen
Hier wird Service noch großgeschrieben – die Umsatzerfassung bei Dienstleistungen
Alles schon fertig – die Bestimmung des Fertigstellungsgrades
Treuepunkte, Meilen & Co. – Kundenbindungsprogramme
Fremde Gelder: Zuschüsse
Der Unterschied zwischen Beihilfen und Zuwendungen
Was es nicht alles gibt – verschiedene Arten von öffentlichen Zuwendungen
Per Kasse an Staat – die Verbuchung von öffentlichen Zuwendungen
Zuwendungen für Vermögenswerte
Erfolgsbezogene Zuwendungen
Erlassbare Darlehen,
Rückzahlbarkeit von Zuwendungen der öffentlichen Hand
Angaben im Anhang
Fremdfinanzierte Investitionen: Fremdkapitalkosten
Auf die Plätze, fertig, los – wann Sie mit der Aktivierung von Fremdkapitalkosten beginnen
Have a break – Unterbrechung des Herstellungsprozesses
Bis zum (bitteren) Ende – Hier hört die Aktivierung auf!
Zu viel Geld? – Anlage von Fremdkapital
Einer für alle – allgemeine Finanzierung statt spezieller Darlehen
Was wäre wenn: Latente Steuern
In der kürze liegt die Würze – eine kleine Anleitung zur Verbuchung latenter Steuern
Vermögenswerte aus Verlusten – Besonderheiten bei den aktiven latenten Steuern
Unbegrenzt nutzbar? Die Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern
Die Steuererklärung (en) – Angaben im Anhang
Das kann teuer werden: Mitarbeiterbeteiligungen
Ist wirklich alles ordentlich? Außerordentliche Sachverhalte
13 - Volle Transparenz: Anhang & Co.
Umfangreich und zeitintensiv: Der Anhang
Funktionen und Aufbau des Anhangs
Mehr als Zahlenbargen: Anmerkungen und Offenlegungen
Die Qual der Wahl. Gliederungsmöglichkeiten
Wir lassen Sie nicht allein: Unser Gliederungsvorschlag für Sie
Angaben zu Finanzinstrumenten und finanziellen Risiken
No risk, no fun: Finanzielle Risiken
Know your enemy: Finanzinstrumente
Von Kategorien, Klassen und sonstige Schubladen
Ja wo isses denn: Angaben zum Kredit-/Ausfallrisiko
Purer Pessimismus: Angaben zum Liquiditätsrisiko
Achterbahn der Gefühle: Szenarien, Sensitivitäten und andere Angaben zum Marktrisiko
Sensitivitäten aus dem Zinsrisiko
Sensitivitäten aus dem Wechselkursrisiko
Sensitivitäten aus den sonstigen Preisrisiken
Was ist denn schon »fair«: Angaben zum Fair Value
Nur für Fortgeschrittene: Angaben zu Derivaten, Sicherungsmaßnahmen und Hedge Accounting
Wichtiger Rest: Sonstige Angaben
Vitamin B: Nahestehende Unternehmens und Personen
Nicht unbedingt schlecht, aber nicht wie unter fremden Dritten
Related Parties: Wem Sie nahestehen
Related-Party-Transaktionen: Alles Vetternwirtschaft?
Keine Ausnahme: Managementvergütungen
Wie gewonnen, so zerronnen: Die Kapitalflussrechnung
Die drei Flüsse: Operativ, investiv und finanziell
Seltsame Typen: Direkt versus indirekt
Zusatzinformationen
Schön gegliedert: Eigenkapitalveränderungsrechnung
Geldquellen: Veränderungen im Eigenkapital
Immer das Dollarzeichen im Auge: Darstellung der Eigenkapitalveränderungsrechnung
14 - Am Kapitalmarkt : Vorschriften für börsennotierte Unternehmen
Die Sicht des Managements : Segmentberichterstattung
Segmentabgrenzung
Schritt 1: Bestimmung der operativen Segmente
Ganz ohne Schnörkel: Einheitliche Segmentierung
Mixed: Gemischte Segmentierung
Kreuz und quer. Matrixorganisation
Schritt 2: Zusammenfassung von operativen Segmenten
Gleich oder unterschiedlich: Homogenitätskriterien
Grenzüberschreitend: Schwellenwerte
Wins and losses: Positive und negative Ergebnisse
Schritt 3: Überprüfung der Größenkriterien
Nicht immer IFRS-konform: Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Mindestangaben
Auf Heller und Cent: Ergebnis je Aktie
Hintergrund
Pur: Unverwässertes Ergebnis je Aktie
Mehr oder weniger. Kapitalerhöhungen, Aktienrückkäufe und sonstige Veränderungen
Non-cash: Bedingt emissionsfähige Aktien, Gratisaktien oder Aktiensplitts
Verdünnt: Verwässertes Ergebnis je Aktie
So tun als ob: Optionen und mehr
Mehr als nur eine Zahl: Angabepflichten zum Ergebnis je Aktie
Intervallbetrachtung: Der Zwischenbericht
Umfang des Zwischenberichts: Das volle Programm auch unterjährig?
Die »abgespeckte« Variante: Mindestanhangangaben
Welche Perioden muss ich überhaupt darstellen?
Teil V - Big Business: Der Konzernabschluss
15 - Da kommt was zusammen: Konsolidierung
Plötzlich nicht mehr allein – der Konzern
Jetzt kommt zusammen, was zusammengehört – Aufstellungspflicht
Ausnahme von der Aufstellungspflicht
Eine Frage der Beherrschung – das Kontrollkonzept
Wann Kontrolle vorliegt
Kontrolle bei Weniger als 50 Prozent Besitzanteilen
Vom Einzelabschluss zum Konzernabschluss
Von jetzt an und für immer – erstmalige und letztmalige Einbeziehung
So basteln Sie das alles zusammen – die Einheitstheorie
Einheitliche Bilanzierungsregeln
Gemeinsamer Bilanzstichtag
16 - Volle Kontrolle : Vollkonsolidierung nach der Erwerbsmethode
Erstkonsolidierung – die Mammutaufgabe
Formen der Erweiterung des Konsolidierungskreises
Aufgaben bei der Einbeziehung neuer Unternehmen
Wer ist der Käufer im Sinne der IFRS?
Wann erfolgt der Erwerb?
Wie hoch ist der bilanzielle Kaufpreis?
Welche Vermögenswerte und Schulden werden übernommen?
Wie viel sind die übernommenen Vermögenswerte und Schulden wert?
So wird das in der Praxis gemacht – einen Betrag finden
Minderheiten – Steht Ihnen nicht alles zu?
Wie lange habe ich für die Berechnungen Zeit?
Irgendwie muss das noch rein – Abbildung des Unternehmenserwerbs in Ihren Systemen
Dokumentation
Ermittlung und Behandlung des Unterschiedsbetrags
Bilanzierung des Geschäfts- oder Firmenwertes (Goodwill)
Bilanzierung des Bargain Purchase beziehungsweise Lucky Buy
Angaben zu Unternehmenserwerben
Die Herausforderung der Folgebilanzierung
Folgebilanzierung neu bewerteter Vermögenswerte und Schulden
Folgebilanzierung Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill)
Werthaltigkeitstest / Impairment Test
Bestimmung zu testende zahlungsmittelgenerierende Einheit
Bestimmung der relevanten Vermögenswerte und Schulden
Bestimmung erzielbarer Betrag
Ermittlung und Erfassung des Wertminderungsbedarfs
17 - Nur anteilig: Equity-Methode
Maßgeblicher Einfluss: Assoziierte Unternehmen,
Aller Anfang ist nicht schwer – die Erstkonsolidierung
Was kommt danach? Die Folgekonsolidierung
Alles offenlegen – die Angaben im Anhang
Gemeinsames Risiko: Joint Ventures
18 - Da gibt’s noch mehr: Besonderheiten und Sonderformen
Sonderformen der »Konsolidierung«
Umgekehrte Unternehmenserwerbe
Beteiligungsproportionale Konsolidierung
Auf den Zweck kommt es an: Zweckgesellschaften
Teil VI - So klappt die Umstellung
19 - Das IFRS-Umstellungsprojekt: In fünf Schritten durch den Dschungel
Fernweh oder unbekannte Regionen
Kick-Off: Das erste Treffen
Analyse: Was haben wir denn da?
Verbindliche Vorgaben zur Marschrichtung
Verortung des Zielgebiets
Muss man alles gesehen haben?
Prioritäten setzen!
Ihre Erkunder ziehen los!
Planung: Was gibt es zu tun?
Konzeption: Wie wollen wir es anpacken?
Task-Forces
Führen Sie ein Logbuch
Standardisierte Meldungen
Training ist alles
Material und Technik
Kontrollinstanzen
Umsetzung: Es gibt viel zu tun!
Abschluss: Das war’s! Und nun?
20 - Parallele Welten: Rechnungswesen, EDV-Systeme, Planung und Controlling
Wir sind nicht allein: Parallelität im Rechnungswesen
Erst doppelte und nun noch parallel: Vier gewinnt?
Führende Bewertung: Auf den Rhythmus kommt es an!
IT-Systeme: Beamen wäre einfacher!
Augen auf beim Softwarekauf!
Mit historischen Strukturelementen der Buchhaltung durch parallele Welten
Kontenplanbasierte Lösung
Buchungskreisbasierte Lösung
Ledger-Lösung
Im Konzern ist alles möglich: Pragmatisch, individuell, umfassend oder kombiniert
Pragmatisch: Umstellung auf Konzernebene
Individuell: Umstellung der Tochterunternehmen
Umfassen. Umstellung der lokalen Buchhaltung
Kombiniert: Alles ist erlaubt
Vor dem Controlling steht die (IFRS-) Planung
»Captain, noch mehr neue Welten auf Kollisionskurs!«
Guter Rat ist nicht teuer: Unsere Tipps für die IFRS-Planung
Es kommt zusammen, was zusammengehört: IFRS-Controlling
Langsame Annäherung oder Kollisionskurs beider Welten?
Hier geht’s zur Sache: Harte Controllerarbeit!
F&E-Controlling: Echte Werte oder falsche Investition
Goodwill-Controlling
Projektcontrolling unter IFRS: PoC oder Flop?
21 - So geht’s los: IFRS-Erstanwendung
Wozu brauchen Sie einen IFRS 1?
Ein paar Erstanwender-Floskeln zum Mitreden
Was gehört alles in den ersten IFRS Abschluss?
Was müssten Sie liefern?
Ihr Analyseergebnis bitte!
Grundsätzlich müssen Sie Akten wälzen
Hier haben Sie die Wahl, ob Sie sich die Finger schmutzig machen,
Bloß nicht! Grenzen der retrospektiven Bewertung
Wohin mit den Bewertungsunterschieden?
Speziell Darstellungs- und Angabeanforderungen
Zunächst die schlechte Nachricht: Keine Befreiungen durch IFRS 1!
Nun die ganz schlechte Nachricht: IFRS 1 fordert noch mehr!
Teil VII - Der Top-Ten-Teil
22 - Zehn Websites für die internationale Rechnungslegung
IASB – International Accounting Standards Board
EFRAG – European Financial Reporting Advisory Group
Europäische Kommission
DRSC – Deutsches Rechnungslegungs Standards Committee
DPR – Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung
OANDA
Europäische Zentralbank (EZB)
Websites der Big 4
Akademie für Internationale Rechnungslegung
Fachportale zur internationalen Rechnungslegung
23 - Zehn Begriffe, die Ihnen über den Weg laufen können
Due Diligence
Kapitalmarktfähigkeit
Initial Public Offering (IPO)
Fast Close
Corporate Governance
Post Merger Integration
Working Capital Management
Wertorientierte Unternehmensführung
Fair Value.
Certified Public Accountant
24 - Die zehn wichtigsten Änderungen
Projekten im Zusammenhang mit der Finanzkrise
Konsolidierung
Finanzinstrumente
Anleitung zur Fair-Value-Bewertung
Projekte im Zusammenhang mit der Angleichung von IFRS und US-GAAP
Leasing
Ertragsteuern
Joint Ventures
Ertragsrealisierung
Darstellung des Abschlusses.
Sonstige Projekte
Schulden,
Jährliche Verbesserungen
Stichwortverzeichnis

Danksagung

Eine Realisierung dieses Buches neben unserem Job wäre nicht möglich gewesen ohne die Nachsicht und Unterstützung unserer Arbeitgeber, der FAS AG und der DEOS Advisory GmbH sowie der fachlichen Zuarbeit zahlreicher netter Kollegen aus beiden Unternehmen, die wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten wollen:

Wir möchten uns auch ganz herzlich bei unserer Lektorin Frau Esther Neuendorf für die Unterstützung bei diesem Buchprojekt bedanken. Von ihr wurden wir immer wieder auf den richtigen Pfad gelenkt. Last but not least bedanken wir uns bei unseren Frauen, die während der Entstehung dieses Buches einiges durchmachen und auf etliche Wochenendausflüge verzichten mussten und uns beiden in dieser Zeit wunderbare Töchter geschenkt haben.

Über die Autoren

Jürgen Diehm, Diplom-Ökonom, geboren 1971 in Würzburg, studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität Stuttgart-Hohenheim und Economics an der University of Massachusetts, USA. Nach seinem Studium kämpfte er sich bei einer Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mehrere Jahre durch das deutsche Handels- und Steuerrecht, bevor er dem Ruf der internationalen Rechnungslegung folgte. Kurz vor Ende des Neuen Marktes legte er noch das Examen zum Certified Public Accountant (CPA), dem Berufstitel des US-amerikanischen Wirtschaftsprüfers ab. Seitdem arbeitet er als Manager und Prokurist bei der FAS AG, einer auf internationale Rechnungslegung und Corporate Performance Management spezialisierten Unternehmensberatung. Er berät dort Unternehmen bei der kapitalmarktorientierten Rechnungslegung, der daraus meist resultierenden Harmonisierung von interner und externer Berichterstattung und der Optimierung von Strukturen, Prozessen und Systemen zur Wert schöpfenden Unternehmenssteuerung.

 

Andreas Lösler, Diplom-Kaufmann, geboren 1975 in Wernigerode, hat Betriebswirtschaftslehre an den Universitäten Marburg, Hamburg und Kopenhagen studiert. Direkt mit Beendigung des Studiums stieg er bei der FAS AG als Berater ein. Dort haben sich die Autoren auch kennengelernt und den Grundstein für ihr heutiges IFRS-Wissen legen können. Nach einigen Jahren gründete Lösler die DEOS Advisory GmbH, deren Geschäftsführer er auch heute noch ist. Hier berät er Unternehmen zu allen Fragestellungen der internationalen, US-amerikanischen und handelsrechtlichen Rechnungslegung, zu Bewertungsfragen bei Unternehmenskäufen und in der Organisation des Rechnungswesens.

1

IFRS und ich

In diesem Kapitel

Bevor wir in Kapitel 2 einen genaueren Blick in die IFRS werfen und erklären, wie es überhaupt zur Internationalisierung der IFRS kam, möchten Sie sicher zunächst einmal wissen, was die IFRS mit Ihnen zu tun haben und wie es dazu kommen kann, dass Sie sich plötzlich mitten in einer IFRS-Umstellung befinden.

Warum eigentlich! Gründe für IFRS

Wie kann es eigentlich passieren, dass Sie sich mit IFRS auseinandersetzen müssen? Warum sollten Sie sich schon jetzt zu diesem Thema schlaumachen?

 

Gründe für eine Umstellung auf IFRS können sein:

i0007.jpgEine solche Straffung der Organisationsstrukturen soll meist auch personelle Einsparungen mit sich bringen. Als gut ausgebildeter IFRS-Spezialist wird man auf Sie aber sicher nicht verzichten!

Sie sehen, dass eine Umstellung auf IFRS vielfältige Motive haben kann. Umgekehrt formuliert könnte man aber auch sagen, dass eine Umstellung auf IFRS viele verschiedene (und zum Teil sogar strategische) Vorteile mit sich bringen kann!

Ab zur Tankstelle – Geld vom Kapitalmarkt.

Für kapitalmarktorientierte Unternehmen führt in Europa (und vielleicht auch bald in den USA!? Warum? Das erfahren Sie in Kapitel 2) fast kein Weg an den IFRS vorbei.

Kapitalmarktorientierung

Unter kapitalmarktorientiert versteht man Unternehmen, deren Wertpapiere am organisierten Kapitalmarkt öffentlich gehandelt werden.

 

Der öffentliche Handel von Wertpapieren erfolgt über die Börsen. Zum organisierten Kapitalmarkt gehören dort allerdings nur die EU-regulierten Märkte. An der Frankfurter Wertpapierbörse sind dies der »Prime Standard« und der »General Standard«.

 

Bei den gehandelten Wertpapieren unterscheidet man insbesondere:

  • cochegrise.jpg  Aktien: Als Inhaber einer Aktie (Aktionär) sind Sie Eigentümer des Unternehmens, obwohl das manchmal nicht so aussieht. Als Aktionär sind Sie damit am Gewinn in Form von Dividenden beteiligt, während Sie Verluste in Form von sinkenden Kursen treffen.
  • cochegrise.jpg  Anleihen: Mit einer Anleihe gewähren Sie einem Unternehmen einen Kredit und erhalten dafür, zumindest wenn es planmäßig läuft, Zinsen. Am Ende der Laufzeit bekommen Sie dann hoffentlich Ihr Geld zurück. Auch Anleihen werden übrigens gehandelt. Der Kurs der Anleihe ist dabei abhängig vom aktuellen Zinsniveau am Markt und der Bonität des Schuldners.

Viele neue Eigentümer. Börsengang

Unter einem Börsengang (englisch Initial Public Offering oder kurz IPO) versteht man das erstmalige Angebot von Aktien eines Unternehmens am Kapitalmarkt.

 

Ein Börsengang ist ein Meilenstein in der Geschichte eines jeden Unternehmens und bringt meist tief greifende Veränderungen im Unternehmen mit sich. Andererseits soll ein solcher Schritt neben der reinen Kapitalbeschaffung für Wachstum ja auch einiges bewirken:

  • coche.jpg Steigerung des Bekanntheitsgrades
  • coche.jpg  Internationalisierung
  • coche.jpg  Stärkung der Wettbewerbsposition
  • coche.jpg  Verbesserung der Fremdkapitalkosten durch Verbesserung der Bonität
  • coche.jpg  Steigerung der Attraktivität für Mitarbeiter und Führungskräfte

In Europa gibt es zwei Zugänge zum Kapitalmarkt:

  1.    EU-regulierter Markt: Märkte, die von der Europäischen Union reguliert werden
  2.    Börsenregulierter Markt: Märkte, die von den Börsen selbst reguliert werden

i0008.jpgDiese Märkte gelten übrigens sowohl für die öffentliche Platzierung von Eigenkapital (Aktien) als auch von Fremdkapital (Anleihen).

Falls Sie im geordneten Umfeld des EU-regulierten Marktes einen Börsengang anstreben, haben Sie die Wahl zwischen zwei verschiedenen Börsensegmenten (siehe Abbildung 1.1):

  • coche.jpg  General Standard: Hier müssen Sie die Mindestanforderungen der EU – dazu gehört unter anderem die Bilanzierung nach IFRS – erfüllen.
  • coche.jpg  Prime Standard: Im »Premiumsegment« des Kapitalmarkts müssen Sie darüber hinaus internationale Transparenzanforderungen erfüllen, erzielen dadurch aber auch eine noch höhere Investorenaufmerksamkeit.

Abbildung 1.1: Die Tore zum Kapitalmarkt

i0009.jpg

Sind wird dann auch im DAX?!

DAX®, MDAX®, TecDAX® und SDAX® sind sogenannte Auswahlindizes der Deutschen Börse und basieren ausschließlich auf ausgewählten Unternehmen des Prime Standard.

 

Nur wenn Unternehmen die zusätzlichen Transparenzanforderungen des Prime Standard erfüllen und fortlaufend gehandelt werden, können sie in diese Indizes aufgenommen werden.

Falls Sie einen Börsengang am rein börsenregulierten Kapitalmarkt planen, sehen weder die IAS-Verordnung (siehe den Abschnitt »Endlich aufgewacht – auch die Politik reagiert!« in Kapitel 2) noch Vater Staat hierfür einen IFRS-Abschluss verpflichtend vor. Die relevanten Börsensegmente sind hier (siehe Abbildung 1.1):

  • coche.jpg  Entry Standard: Er ist ein nicht amtliches, rein privatrechtliches Börsensegment der Börse Frankfurt und enthält nur relativ geringe Transparenzanforderungen für die dort gelisteten Unternehmen. Er gehört formal zum Open Market, stellt dort aber das »Premiumsegment« dar.
  • coche.jpg  Open Market: Dies ist der nicht amtliche, rein privatrechtliche Freiverkehr, der von der Börse Frankfurt organisiert wird. Es gelten dort quasi keine Transparenzanforderungen.

Das ist jedoch kein Grund nicht mehr weiterzulesen. Trotz einer Notierung an diesen Märkten bringt Sie ein IFRS-Abschluss dem Interesse der Investoren näher.

i0010.jpgAufgrund der fehlenden Transparenz im Entry Standard oder Open Market raten Aktionärsschützer Privatanlegern auch oft von Investments in Papiere dieser Börsensegmente ab.

... mein Unternehmen gehört mir – lieber doch nur Fremdkapital?

Wenn Unternehmen große Pläne haben, denken sie bei der Finanzierung zuerst an einen Kredit ihrer »Hausbank« oder vielleicht sogar an eine Eigenkapitalzufuhr über einen Börsengang. Eine attraktive und interessante Finanzierungsalternative stellt aber auch die Ausgabe von Unternehmensanleihen (Corporate Bonds) dar.

 

Erfolgt die Ausgabe einer solchen Anleihe nicht »privat« (sogenanntes Private Placement), sondern »öffentlich« auf einem der EU-regulierten Märkte, so müssen sie ebenfalls einen Abschluss nach IFRS erstellen.

 

Wie bei einer Platzierung von Aktien im Rahmen eines Börsengangs werden auch mit der öffentlichen Ausgabe einer Anleihe neben der reinen Geldbeschaffung meist weitere Motive verfolgt:

  • coche.jpg  Publizitäts- und Imagewirkung: Ein Public Placement sowie eine Notierung an der Börse steigern Ihren Bekanntheitsgrad.
  • coche.jpg  Vorbereitung auf ein IPO: Darüber hinaus verschafft Ihnen ein Public Placement die Möglichkeit, dass Sie Ihre Kapitalmarktfähigkeit demonstrieren.
  • coche.jpg  Ansprache eines größeren Investorenkreises: Mit einem Public Placement erreichen Sie natürlich einen wesentlich größeren Investorenkreis und dadurch auch eine Erweiterung und Diversifizierung des Gläubigerkreises über die bisherigen Finanzierungspartner hinaus.

Hilfe! Wir werden verkauft

Eine immer wichtigere Rolle spielen die IFRS bei Unternehmenskäufen. Großunternehmen oder Beteiligungsgesellschaften kaufen sich zunehmend auch im deutschen Mittelstand ein.

 

Diese Gesellschaften beschaffen das Geld für die Unternehmenskäufe meist am Kapitalmarkt und sind so den IFRS verpflichtet. Dies wiederum führt dazu, dass sie von den Unternehmen, an denen sie sich beteiligt haben, ebenfalls eine Berichterstattung nach IFRS fordern.

Alles Heuschrecken oder was?

Bei den Interessenten an einem Unternehmenskauf muss man oft genau hinschauen, um die Intention des Investors zu erkennen. Grob sollte man zumindest die folgenden Typen und Motive unterscheiden:

  • cochegrise.jpg  Strategische Investoren: Hierbei handelt es sich meist um Konkurrenten oder Unternehmen, die mit dem Kauf beispielsweise neue Märkte oder Marktsegmente erschließen wollen.
  • cochegrise.jpg  Private-Equity-Gesellschaften: Hierbei handelt es sich um Finanzinvestoren, die sich an Unternehmen beteiligen. Sie stellen den Unternehmen Kapital (oft auch Know-how) über einen befristeten Zeitraum zur Verfügung. Beteiligen sich Finanzinvestoren in einer frühen und damit risikoreichen Phase an Unternehmen, so spricht man von Venture-Capital-Gesellschaften.

Egal ob strategischer Investor oder Finanzinvestor, letztendlich wollen alle mit dem Unternehmenskauf Geld verdienen. Von »Heuschrecken« sollte aber nur dann gesprochen werden, wenn ein Investor das erworbene Unternehmen durch zu kurzfristige oder überzogene Renditeerwartungen auf ungesunde Weise regelrecht aussaugt.

Eine faktische Verpflichtung zur Umstellung auf IFRS kann sich auch dann ergeben, wenn Sie sich aktiv auf die Suche nach einem internationalen Investor begeben wollen. Sie müssen sich das vorstellen wie bei einem Schönheitswettbewerb: Investoren, die nach geeigneten Investitionsobjekten suchen, erwarten von Ihnen im Laufe der Verkaufsverhandlungen, dass Sie zeigen, was Sie haben und international vergleichbare (Schönheits-)Standards präsentieren.

Alles für die Banken, alles für den Kredit!

Da Banken spätestens seit Basel II ihre Kreditvergabe am individuellen Rating ihrer Kreditnehmer festmachen, spüren deutsche Unternehmen auch von Bankenseite einen gewissen Druck zur Umstellung auf IFRS.

Basel II

Unter Basel II versteht man eine Reihe von Empfehlungen aus dem Jahre 2004 des Basler Ausschuss für Bankenaufsicht. Diese Verlautbarungen sind zwar allein nicht rechtlich bindend, werden aber in der Regel durch EU-Richtlinien und entsprechende Gesetze in Deutschland umgesetzt.

 

Eine Bank muss danach bei einem schlechten Rating ihres Kunden mehr Eigenkapital vorhalten. Dadurch erhöhen sich ihre Kosten für den Kredit. Diese erhöhten Kosten werden über höhere Zinsen an den Kreditnehmer weitergegeben. Umgekehrt profitiert ein Kreditnehmer mit gutem Rating von niedrigeren Kreditzinsen, weil die Bank für den Kredit geringere Eigenmittel hinterlegen muss.

Für das Rating müssen Banken alle relevanten Informationen eines Kunden berücksichtigen. Dazu zählen unter anderem auch die folgenden Aspekte:

  • coche.jpg  Schnelligkeit: Abschlüsse sollten schnellstmöglich erstellt und bei der Bank vorgelegt werden. Verstehen Sie dies nicht als Holschuld der Bank, sondern auch als Ihre Bringschuld!
  • coche.jpg  Kennzahlen: Abschlüsse sollten automatisch die relevanten Kennzahlen aus Bankensicht enthalten.
  • coche.jpg  Integration: Es sollte ein harmonisiertes internes und externes Rechnungswesen vorliegen.
  • coche.jpg  Qualität: Ein IFRS-Abschluss mit seinen umfangreichen Offenlegungserfordernissen wird oft mit einer höheren Qualität der Bilanzierung assoziiert.
  • coche.jpg  Dynamik: Ihr Unternehmen sollte Innovationskraft, Kundenorientierung und funktionierende interne Strukturen präsentieren. IFRS wird hier als ein Signal verstanden.

i0011.jpgEs hilft hier schon sehr viel, wenn Sie sich kurz in Ihren Bankberater hineinversetzen. Außerdem sollten Sie sich vorab über das angewendete Ratingverfahren informieren. Fragen Sie nach Ihrem bisherigen Rating: So können Sie sich zielgerichtet verbessern. Stimmen Sie ab, welche Unterlagen Ihre Bank zukünftig regelmäßig von Ihnen benötigt.

Sie sehen: Mit einer Bilanzierung nach IFRS werden Ihnen neue Spielräume für die Finanzierung eröffnet!

Viel Spaß dabei: IFRS-Umstellung und Bilanzierung nach IFRS

Die Umstellung auf IFRS bringt eine ganze Reihe von Konsequenzen für Ihr Unternehmen mit sich, die Sie nicht nur im Rechnungswesen spüren werden. Genauere Details dazu finden Sie in Teil VI dieses Buches.

 

Vorneweg schon mal ein paar gute Ratschläge:

Wenn Sie bereits nach IFRS bilanzieren, brauchen Sie unsere guten Ratschläge hierfür nicht mehr, können uns aber hoffentlich mit heftigem Kopfnicken (und vielleicht ein bisschen Bedauern für die Kollegen, die dieses Programm noch vor sich haben) zustimmen.

 

Das A und O einer IFRS-Umstellung und der Bilanzierung nach IFRS ist und bleibt aber eine fundierte Kenntnis der relevanten IFRS-Bilanzierungsvorschriften und der Unterschiede zur nationalen Rechnungslegung.

 

Daher haben wir den Schwerpunkt dieses Buches auch auf diese Themen gelegt und werden Sie nach diesem kleinen Überblick über das Thema IFRS hier im Teil I im Rest des Buches nicht mit Bilanzierungs- und Bewertungsfragen, finanzmathematischen Formeln und natürlich nicht mit Buchungsätzen verschonen!! Wir hoffen, Sie haben Spaß dabei!

Ich seh doppelt: Parallele Rechnungslegung = doppelter Aufwand?

Leider kommen Sie selbst bei einer vollständigen Umstellung Ihres Rechnungswesens auf IFRS weder um den HGB-Abschluss noch um die Steuerbilanz herum. Unglaublich, aber wahr: Sie müssen als IFRS-Bilanzierer mehrere Rechnungslegungsstandards in einem Rechnungswesen parallel abbilden.

i0012.jpgParallel bedeutet nicht zwangsläufig, dass Sie alle Geschäftsvorfälle zeitgleich und mehrfach erfassen müssen. Mit einer geschickten Wahl der »führenden Bewertung«, die als Ausgangsbasis dient, können Sie den mit einer parallelen Rechnungslegung verbundenen Aufwand minimieren.

Ihre führende Bewertung sollte die sein, die Sie laufend für Steuerung und Berichterstattung benötigen. Wenn Sie beispielsweise intern nach IFRS steuern und monatlich ein IFRS-Reporting an die Konzernmutter schicken müssen, aber nur einmal jährlich einen Abschluss nach HGB erstellen, bietet sich IFRS als führende Bewertung an. Macht irgendwie Sinn, oder?

Haben Sie schon neugestartet? Umstellung der IT-Systeme

In den Anfängen der IFRS-Bilanzierung haben sich die meisten Unternehmen bei einer Umstellung auf IFRS darauf konzentriert, die minimalen Anforderungen zu erfüllen, sprich: die reine Erstellung des IFRS-Konzernabschlusses.

 

Die IFRS-Umstellung fand also nicht in den operativen Buchhaltungssystemen statt, sondern man arbeitete mit Überleitungsrechnungen, die oft auf Basis von Microsoft Excel mit all seinen Schwächen und Problemen erfolgten.

 

Wenn Sie möchten, dass Ihr Wirtschaftsprüfer den IFRS-Abschluss dauerhaft testiert und Sie die Chancen einer Umstellung auf IFRS voll ausnutzen möchten, müssen Sie die parallele Rechnungslegung dauerhaft in Ihren Buchhaltungs- oder ERP-Systemen verankern.

i0013.jpgEine IT-Lösung zur parallelen Rechnungslegung stellt hohe Anforderungen an die eingesetzte Software, hat meist erhebliche Auswirkungen auf interne Prozesse und stellt insbesondere in größeren Umstellungsprojekten einen der wesentlichen Kostenblöcke dar.

Sprich mit mir! Herausforderung Finanzkommunikation

Grundsätzlich ist nach IFRS keine häufigere Berichterstattung notwendig als nach HGB. Da die Umstellung auf IFRS aber häufig mit der Vorbereitung eines Börsengangs oder der Annäherung an ein börsennotiertes Unternehmen verbunden ist, kommt es durch notwendig werdende Zwischenabschlüsse und die kürzeren Veröffentlichungsfristen am Kapitalmarkt zu einer Erhöhung des Termindrucks.

i0014.jpgUm eine zeitnahe Veröffentlichung zum Abschlussstichtag gewährleisten zu können, müssen Sie meist einen sogenannten Fast-Close-Abschluss aufstellen. Fast Close bezeichnet hier einen optimierten und zum Teil vorgezogenen Abschlusserstellungsprozess. »Fast« halt!

i0015.jpgDa Sie bei der Erstellung eines IFRS-Abschlusses stärker als bisher auf die Zuarbeit von verschiedenen Abteilungen auf allen Unternehmensebenen abhängig sind, müssen Jahresabschlussprozesse und interne Kommunikation reibungslos funktionieren. Ihr Management erwartet die IFRS-Ergebnisse stets noch ein wenig vor dem Kapitalmarkt. Nur so lassen sich Überraschungen und die verspätete Anpassung von Planzahlen vermeiden.

Gemeinsam einsam? Internes und externes Rechnungswesen

In deutschen Unternehmen existieren traditionell zwei separate Rechenwerke für die Berichterstattung (Zweikreissystem):

  • coche.jpg  Das Controlling liefert dem Management die Informationen, die es zur Unternehmenssteuerung benötigt. Eine externe Weitergabe ist nicht gewollt.
  • coche.jpg  Die Finanzbuchhaltung hingegen erstellt im Abschluss die Informationen, die an Aktionäre, Banken und das Finanzamt gehen. Bei der Erstellung dieser Informationen zählen, anders als im Controlling, nicht betriebswirtschaftliche Vorgaben, sondern die gesetzlichen Vorgaben.

Die sich daraus ergebenden Auswirkungen für das Management können höchst unerfreulich werden: Ein Management, das sich nur an den Zahlen der Controller orientiert, muss am Jahresende möglicherweise abweichende und eventuell sogar unerfreuliche Geschäftszahlen der Finanzbuchhaltung offenlegen, obwohl man nach den Vorgaben des Controlling durchaus betriebswirtschaftlich korrekt gehandelt hat. Andererseits sollte sich ein Manager nicht nur auf die Zahlen seiner Bilanzbuchhalter verlassen, da sich dort oft auch steuerliche Einflüsse oder bilanzpolitische Maßnahmen »verstecken«.

 

Eine Umstellung auf IFRS bringt hier ein fast unvermeidbares Zusammenwachsen von externem und internem Rechnungswesen mit sich, in dessen Zuge die organisatorische Abgrenzung der Aufgaben auch neu definiert werden muss. Mehr dazu finden Sie in Kapitel 20.

Jetzt aber alle! Umdenken auf allen Ebenen

In vielen Bereichen greifen die IFRS auf Daten zurück, die bislang gar nicht erhoben wurden oder zumindest nicht in der nach IFRS erforderlichen Weise aufbereitet und berichtet wurden. Hieraus ergibt sich meist Anpassungsbedarf an Systeme und Prozesse außerhalb des eigentlichen Finanzbereichs. Hinzu kommt, dass die Vorschriften zu einer bislang meist nicht dagewesenen Transparenz bei Mitarbeitern in operativen Bereichen führen und dass die dort zutage geförderten Informationen oft direkte Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens haben.

Projektmäßige Abwicklung einer IFRS-Umstellung

Um Sie bei einer noch bevorstehenden Umstellung auf IFRS nicht nur inhaltlich auf Ballhöhe zu bringen, sondern auch bei der Durchführung zu begleiten, machen wir Ihnen in Kapitel 19 einen Vorschlag für die projektmäßige Abwicklung einer IFRS-Umstellung.