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Inhaltsverzeichnis

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Peter Badge

Nobel Faces

A Gallery of Nobel Prize Winners

2007

ISBN: 978-3-527-40678-4

Dieter Hoffmann

Einsteins Berlin

Auf den Spuren eines Genies

2006

ISBN: ISBN-13: 978-3-527-40596-1

Dieter Hoffmann, Mark Walker

Physiker zwischen Autonomie

und Anpassung

Die Deutsche Physikalische Gesellschaft

im Dritten Reich

2006

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Heinrich Zankl

Nobelpreise: Brisante Affairen,

umstrittene Entscheidungen

2005

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Visions and Ideas

2005

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Chemiker und Biochemiker in der NS-Zeit

2001

ISBN: 978-3-527-30264-2

Roald Hoffmann, Anna Schleitzer

Sein und Schein

Reflexionen über die Chemie

1997

ISBN: 978-3-527-29418-3

Image

Herausgeber

Sibylle Wieland

Gaiglstrasse 25

80335 München

Dr. Anne-Barb Hertkorn

Barer Strasse 38

80333 München

Dr. Dipl.-Ing. Franziska Dunkel

Ismaninger Straße 64

81657 München

Titelbild

Heinrich Wieland im Labor bei

C.H. Boehringer in Ingelheim, um 1930.

Deutsches Museum, München.

Willstätters Uhr:

Caius Seyfried-Bosch, Heidelberg

Vorwort

Im Verlauf der »Reichskristallnacht« vom 9. November 1938 wurden von Hitlerjugend, SA und SS in einem barbarischen Akt reichsweit Synagogen niedergebrannt, jüdische Friedhöfe geschändet, jüdische Geschäfte demoliert und geplündert und jüdische Bürger gedemütigt, gequält und zum Teil in Konzentrationslager verschleppt.

Am Morgen des 10. November kam die Gestapo auch in die Wohnung von Richard Willstätter, um den Nobelpreisträger, der bereits 1924 aus Protest gegen den Antisemitismus innerhalb der Fakultät als Leiter des Chemischen Staatslaboratoriums zurückgetreten war, in das KZ Dachau einzuliefern.

Nur durch einen Zufall entging Willstätter seiner Verhaftung.

Es folgten weitere Schikanen: Das Bankkonto des Wissenschaftlers wurde gesperrt, seine Bibliothek und andere Wertgegenstände wurden konfisziert.

Um seinen mittellosen Freund und Vorgänger in dieser ausweglosen Situation zu unterstützen, kaufte ihm Heinrich Wieland wertvolle Möbel und Antiquitäten ab, darunter auch eine Standuhr. 1939 gelang Richard Willstätter die Emigration in die Schweiz.

Heinrich Wieland blieb seiner anti-nationalsozialistischen Einstellung immer treu. Bereits zu Beginn der Nazizeit hatte er sich – wie er später berichtete – dazu entschlossen, etwas zu unternehmen, was er auch die ganze Zeit über durchhalten konnte: den Antisemitismus abzulehnen, die nationalsozialistische Judenpolitik nicht anzuerkennen und dem Druck der Diktatur standzuhalten.

Das Jubiläumsjahr 2007–130. Geburtstag, 50. Todestag und 80. Jahrestag der Nobelpreisverleihung – war für die Herausgeber Anlass, mit der vorliegenden Aufsatzsammlung an Heinrich Wieland zu erinnern. Aus unterschiedlichen Perspektiven zeichnen die Autoren ein facettenreiches Gesamtbild des Nobelpreisträgers nach und würdigen das mutige und aufrechte Verhalten des Menschen und Wissenschaftlers während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Ohne vielfältige Unterstützung wäre das Buchprojekt nicht zustande gekommen.

Unser besonderer Dank gilt dem Weisse Rose Institut München.

Für freundliche Unterstützung danken wir der Regionalgruppe München von »Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.«, der Gesellschaft Deutscher Chemiker und der Kestler-Haeusler-Stiftung sowie der Firma Wacker Chemie München.

Ein besonderer Dank geht an Frau Carla Boehringer, Witwe von Dr. Hans Boehringer, der bei Professor Theodor Wieland promoviert hat, sowie an die Firma Boehringer Ingelheim.

Ein herzliches Dankeschön geht an die Familien Wieland und Lynen, die das Buchprojekt in vielfältiger Weise unterstützt haben: durch aufmunternde Gespräche, die Bereitstellung von Fotos und Dokumenten sowie durch finanzielle Unterstützung.

Ebenso danken wir allen Donatoren: Dr. Olaf Adam, Dr. Hansjörg Eibl, Hedwig von Graff, Katharina von Graff, Professor Frank Hess, Dr. Stefan Hess, Dipl. Ing. A. Köster und Erika Köster, Isabella Kränzlin, Dr. Annemarie Lynen, Eva Maria Lynen, Susanne Lynen, Professor Walter Neupert, Professor Konrad Sandhoff und Karin Sandhoff, Professor Dr. Dietrich Seidel, Gertrud Schleiger, Doris Schwingenstein, Christoph Wieland, Professor Felix Wieland und seinen Söhnen Hans Wieland, Heinrich Wieland, Robert Otto Wieland, Irmgard und Margot Wieland (Pforzheim).

Ihnen allen sei herzlich gedankt.

Wir danken den Mitarbeitern von Wiley-VCH, insbesondere Frau Dr. Eva E. Wille, für die gute Zusammenarbeit.

München, im Herbst 2007

Dr. Anne-Barb Hertkorn

Sibylle Wieland

Dr. Franziska Dunkel

Einleitung – Zur Autonomie der Wissenschaft in der Gesellschaft

Anne-Barb Hertkorn

Wissenschaftliche Forschungen sind im Verlauf der Geschichte nicht immer auf Grund fachspezifischer Argumente initiiert, gefördert und beurteilt worden. Eine Unterstützung hing u.a. auch davon ab, bis zu welchem Grad die Wissenschaftler selbst sowie ihre Forschungsgebiete von den jeweiligen gesellschaftlichen und/oder politischen (Herrschafts-) Strukturen akzeptiert wurden.

Ähnliche Einflussnahmen im Sinne einer Interdependenz zwischen Forschungsgebieten und gesellschaftspolitischem Kontext gelten in mehr oder minder hohem Maße auch für die Veränderungen, die durch die Wissenschaft herbeigeführt wurden, und schließlich für die Entwicklung der Wissenschaft selbst. Denn obwohl die Wissenschaft eine eigene Tradition und ein ihr inhärentes Movens besitzt, kann sie weder als eine allein aus sich selbst fortschreitende historische Bewegung noch als ein autonomes Moment innerhalb ihres historischen Kontextes angesehen werden. Die Entwicklung der Wissenschaft stellt vielmehr einen unter vielen historischen Vorgängen dar, die auf verschiedenen Ebenen miteinander in Beziehung stehen. Sie bilden eine relationale Einheit, die immer auch wechselseitiger Beeinflussung unterworfen ist.

In seiner Monographie »Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache« unternahm Ludwik Fleck zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Versuch, Wissenschaft als eine von Forschergemeinschaften veranstaltete Tätigkeit zu bestimmen. Sein wissenschaftstheoretischer Ansatz, der bei der Genese wissenschaftlicher Erkenntnis vor allem historischen und soziologischen Momenten eine zentrale Bedeutung beimaß, stand – ähnlich wie Poppers 1935 erschienenes Werk »Logik der Forschung« – im Widerspruch zu der zu dieser Zeit vorherrschenden Wissenschaftsauffassung des Wiener Kreises.

Als sein Buch 1935 erschien, blieb ihm indes jeder Erfolg im deutschsprachigen Raum versagt. Der polnische Jude Fleck konnte im nationalsozialistischen Deutschland auf kein Interesse an seinen wissenschaftstheoretischen Überlegungen hoffen. Im Gegenteil: Die externen Bedingungen der Wissenschaft, die Fleck in seinem Buch erörtert hat, führten ihn selbst in das Ghetto von Lwów und später in die Konzentrationslager Auschwitz und Buchenwald.

Ludwik Fleck wurde 1896 in Lwów (Lemberg) geboren.

Er war promovierter Mediziner, wobei sein besonderes Interesse der mikrobiologischen und serologischen Forschung galt. Er veröffentlichte insgesamt mehr als 150 medizinische Aufsätze und galt zeitweise als einer der führenden Typhusspezialisten. Neben der Medizin interessierte sich Ludwik Fleck vor allem für wissenschaftstheoretische Fragen.

Nach dem Angriff Deutschlands auf die Sowjetunion und der Besetzung der Stadt in den letzten Junitagen 1941 musste Ludwik Fleck zusammen mit seiner Frau und seinem Sohn in das Ghetto von Lwów umziehen.

Im Krankenhaus des Ghettos setzte der Mediziner unter primitivsten Bedingungen seine Forschungstätigkeit fort. Da trotz Typhusepidemie kein Impfstoff zur Verfügung stand, entwickelte er ein neues Verfahren. Im Dezember 1942 wurde Ludwik Fleck mit seiner Familie zunächst in die pharmazeutische Fabrik »Laokoon« deportiert und am 7. Februar 1943 in das KZ Auschwitz, wo er als Krankenpfleger arbeitete.

Im Spätherbst 1941 errichtete das Hygiene-Institut der Waffen-SS in Berlin eine Klinische Station der »Abteilung für Fleckfieber- und Virusforschung«. Sie kam 1942 in den Isolierblock 46 des Konzentrationslager Buchenwald. Im August 1943 wurde in Block 50 ein Labor zur Herstellung und zur Erforschung produktiverer Herstellungsmethoden von Typhusimpfstoff eingerichtet. Auf Anordnung des SS-Wirtschafts- und Verwaltungs-Hauptamts in Berlin wurde Ludwik Fleck als Typhusspezialist im Dezember 1943 aus Auschwitz in das Konzentrationslager Buchenwald deportiert.

In seinem Buch »Der SS-Staat« gibt Eugen Kogon, der als Häftling Sekretär des Laborleiters SS-Sturmbannführer Dr. Ding-Schuler war, einen eindrucksvollen Bericht über die Verhältnisse und Arbeitsbedingungen in dem Labor.

Neben anderen hervorragenden Ärzten – dem Polen Dr. Ciepielowski und dem Franzosen Prof. Waitz – arbeitete in dem Labor eine Reihe sowohl prominenter als auch unbekannter medizinischer Laien. Eugen Kogon berichtet in seinem Buch über die Sabotageaktion dieses »Laienkollektivs«: Fleck und seinen Mitgefangenen gelang es, ohne Wissen von Ding-Schuler, wirkungslosen Impfstoff herzustellen, der in hohen Mengen an die SS geliefert wurde. Die Produktion wirksamen Impfstoffes in geringen Mengen wurden hingegen nur für Mithäftlinge im Lager verwendet.

Die Erfahrungen und Beobachtungen, die Ludwik Fleck als Wissenschaftler im »Laienkollektiv« des Forschungslabors im Konzentrationslager Buchenwald machte, finden ihren Niederschlag in seinem nach dem Zweiten Weltkrieg 1946 veröffentlichten Aufsatz »Wissenschaftstheoretische Probleme«.

Doch zurück zu Ludwik Flecks wissenschaftstheoretischem Ansatz:

Das zentrale Thema von Ludwik Flecks Betrachtungen ist die Wechselwirkung der Wissensgenese mit historischen und sozialpsychologischen Faktoren. Ansatz und Ergebnis der Wissenschaft sind für ihn Produkte gesellschaftlicher Konstruktionen. Insofern sind sie historisch, psychologisch und soziologisch bedingt und nur in diesen Kategorien verstehbar und erklärbar.

Lange bevor eine solche Position – vor allem in der Auseinandersetzung mit Thomas Kuhns »Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen « – von der Wissenschaftstheorie prinzipiell anerkannt wurde, relativierte Ludwik Fleck das Verständnis von Wissen/Wissenschaft: Die soziologische Bedingtheit des Wissens impliziert die kollektive Natur der Forschung und ihre Verflechtung mit dem sozialen Gefüge der sie tragenden Wissenschaftler.

Nach der Historikerin Doris Kaufmann müssen bei der Beurteilung von Wissenschaft(lern) während der NS-Zeit verschiedene miteinander verbundene Handlungsebenen berücksichtigt werden: die wissenschaftliche Erkenntnisproduktion bzw. die wissenschaftliche Praxis, die spezifische Wissens- und Wissenschaftsorganisation und die nationalsozialistische Politik selbst.

Dabei werden immer wieder drei grundsätzliche Fragestellungen aufgeworfen:

1. Welche Rolle hatten Wissenschaftler und Wissensfelder der Universitäten/Institute als Legitimationsinstanz und Instrument der nationalsozialistischen Politik? In welcher Weise und in welchem Kontext instrumentalisierten nationalsozialistische Führungsgruppen und -stellen wissenschaftliche Untersuchungen und Experten für ihre Zwecke?

2. Auf welche Weise profitierten Wissenschaftler vom nationalsozialistischen System? Wie nutzten Wissenschaftler die Möglichkeiten für ihre Forschung, die die spezifischen politischen, sozialen, ökonomischen und kulturellen Ordnungen des Nationalsozialismus boten?

3. Welche Rolle hatten wissenschaftliche Experten bzw. ihr Wissen bei der Beratung und Formung nationalsozialistischer Politik?

Einen möglichen Erklärungsansatz unternimmt Gerda Freise, indem sie speziell für das Verhalten der Naturwissenschaftler im Kontext der nationalsozialistischen Wissenschaftspolitik und -praxis den in der Ethik verankerten Begriff der »Autonomie« zugrunde legt, wobei sie ein »beschränktes Verständnis« von Autonomie (kennzeichnend für »typische Naturwissenschaftler«) und ein umfassendes Verständnis von Autonomie (kennzeichnend für »untypische Naturwissenschaftler«) unterscheidet.

Als Erziehungswissenschaftlerin, die während des Zweiten Weltkriegs als junge Chemiestudentin Heinrich Wieland in seinem Chemischen Staatslaboratorium kennengelernt hatte, kommt Gerda Freise über ihren Lehrer zu folgender Einschätzung:

»Mit [einem] beschränkten Verständnis von Autonomie rechtfertigten nach 1945 so manche Naturwissenschaftler ihre Zusammenarbeit mit dem NS-Machtapparat: Sie seien – wie die Naturwissenschaften so auch selbst von politischen Strömungen des Tages und des Jahrhunderts unabhängig gewesen und hätten nur im Interesse der Wissenschaft gehandelt. Anders als die meisten ›typischen Naturwissenschaftler‹ … löste sich der ›untypische Naturwissenschaftler‹ Heinrich Wieland nicht aus den sozialen Zusammenhängen des Instituts und aus seiner eigenen sozialen und moralischen Verantwortung für die Menschen im Institut. Das heißt: anders als die meisten anderen Naturwissenschaftler reduzierte er sein persönliches Wissenschaftler-Leben nicht auf das bloße Wissenschaftler-Sein. Sein Begriff von Autonomie war nicht auf die Wissenschaft beschränkt, sondern schloss die Erhaltung der persönlichen und politischen Autonomie mit ein und schloss daher die Unterwerfung unter den Machtapparat aus. Wielands Loyalität gegenüber der Institution, in der er arbeitete, fand da ihre Grenzen, wo sie die Loyalität gegenüber den politisch verfolgten und bedrohten Menschen in seinem Institut, d. h. die Solidarität mit ihnen behindert und, das heißt, zur Kollaboration mit den Nazis geführt hätte.«

Welchen geradlinigen Weg der Chemiker und Nobelpreisträger Heinrich Wieland als Mensch und als Forscher in den wechselvollen Zeitläufen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gegangen ist, ist Thema der vorliegenden sechs Beiträge aus unterschiedlich sich ergänzenden Perspektiven.

Ludwik Fleck: Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv. Herausgegeben von Lothar Schäfer und Thomas Schnelle, Frankfurt am Main, 1994. Diese Ausgabe ist textidentisch mit der 1935 bei Benno Schwabe & Co. erschienenen Erstausgabe.

Karl Popper: Logik der Forschung. Zur Erkenntnistheorie der modernen Naturwissenschaft. Wien 1935.

Die deutschsprachigen Zentren der Wissenschaftstheorie in Wien, Prag und Berlin lösten sich mit Beginn des Dritten Reiches auf. Rudolf Carnap, Karl Popper und Hans Reichenbach – um nur die wichtigsten Wissenschaftstheoretiker zu nennen – gingen in die Emigration.

Die biographischen Angaben sind der Dissertation von Thomas Schnelle: Ludwik Fleck – Leben und Denken: zur Entstehung und Entwicklung des soziologischen Denkstils in der Wissenschaftsphilosophie. Dissertation, Freiburg im Breisgau, 1982 entnommen.

Über die Lebensverhältnisse im Ghetto berichtet Ludwik Fleck in Eugen Kogon: Der SS-Staat. Das System der deutschen Konzentrationslager, 1946, 33. Auflage München 1997, Seite 235 f.

Eugen Kogon : Der SS-Staat. Das System der deutschen Konzentrationslager, 1946, 33. Auflage München 1997; Seite 195 f.

Eugen Kogon: a.a.O., Seite 196.

Ludwik Fleck: Wissenschaftstheoretische Probleme. In: Ludwik Fleck: Erfahrung und Tatsache. Gesammelte Aufsätze. Herausgegeben von Lothar Schäfer und Thomas Schnelle, Frankfurt am Main 1983, Seite 128–146.

Vgl. dazu auch die Ausführungen von Thomas Schnelle: Ludwik Fleck – Leben und Denken: zur Entstehung und Entwicklung des soziologischen Denkstils in der Wissenschaftsphilosophie. Dissertation, Freiburg im Breisgau, 1982, Seite 26 ff.

Thomas S. Kuhn: The Structure of Scientific Revolutions. University of Chicago 1962, 1970. Deutsche Ausgabe »Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen «. Frankfurt am Main 1967, 2. Auflage 1976.

In seinem Vorwort erwähnt Thomas Kuhn, dass Ludwik Flecks Monographie von 1935 viele seiner eigenen Gedanken vorwegnimmt, ohne dies in seiner Untersuchung jedoch näher zu spezifizieren, vgl. a.a.O., Seite 8.

Doris Kaufmann (Hrsg.): Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus. Bestandsaufnahme und Perspektiven der Forschung. Herausgegeben von Reinhard Rürup und Wolfgang Schieder im Auftrag der Präsidentenkommission der Max-Planck-Gesellschaft, Band 1/1, Wallstein Verlag 2000; dort: Einleitung, Seite 11/12.

Doris Kaufmann: a.a.O., Seite 11/12.

Gerda Freise: Das Selbstverständnis von Naturwissenschaftlern im Nationalsozialismus. In: Universität Hamburg, Ringvorlesung im WS 1982/83 und SS 1984, »1933 in Gesellschaft und Wissenschaft « Teil 2, Hamburg 1984, Seite 103–132.

Gerda Freise: Der Nobelpreisträger Heinrich Wieland. Ein Beispiel für Zivilcourage in der Zeit des Nationalsozialismus. Vortrag, gehalten am 24. November 1988 in Pforzheim; Redemanuskript, Seite 9.