cover.jpg

Britische Geschichte für Dummies

Inhaltsverzeichnis






























































































































































































































































































































































































































































































Über den Autor

Sean Lang studierte in Oxford und unterrichtet seit über 20 Jahren an Schulen, College und Universität. Er schrieb ein Lehrbuch über die Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts und ist Mitherausgeber des Modern History Review. Sean Lang rezensiert regelmäßig Lehrbücher für Times Educational Supplement und verfasste Texte über Didaktik im Geschichtsunterricht für den Europarat. Er ist Forschungsstipendiat an der Anglia Ruskin Universität, Ehrenmitglied der Historischen Gesellschaft und untersucht zurzeit die Geschichte der Frauen im 19. Jahrhundert in Britisch-Indien.

1

So viel Geschichte in so kurzer Zeit

In diesem Kapitel

Die britische Geschichte ist die Geschichte einer Vielzahl von Völkern, die eine Vielzahl von Regionen bewohnen. Diese Vielfalt ist einer der Gründe dafür, dass der Name des Landes so unglaublich lang ist: Das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland. Sicher, dieser Name ist ein Zungenbrecher, aber er sagt viel über die Menschen – damals und heute – aus, die diese Inseln bewohnten.

 

Wenn Sie an den Geschichtsunterricht in der Schule denken, was kommt Ihnen in den Sinn bevor Ihnen die Augen zufallen? Vermutlich endlos lange Listen mit den Namen von Königen oder Parlamentsgesetzen und verwirrende Geschichten von Menschen, die nach Orten benannt waren (»Ah! Lancaster! Wo ist Worcester?«), die ihre Zeit damit verbrachten, die Seiten zu wechseln und sich gegenseitig die Köpfe abzuschlagen. Sie mögen auch an die Geschichten von Francis Drake denken, der in Ruhe seine Partie Bowls zu Ende spielte, während die spanische Armada den Ärmelkanal hinaufsegelte. Oder an Robert Bruce, wie er einer Spinne beim Spinnen ihres Netzes zuschaute. Oder an Churchills trotzige Auflehnung gegen Hitler. Fraglos gute Geschichten, aber gibt es eine Verbindung zwischen diesen Ereignissen und Ihnen? Falls Sie dazu tendieren, Geschichte lediglich als eine Reihe zusammenhangsloser Ereignisse anzusehen, übersehen Sie das größere Ganze: dass Geschichte von Menschen handelt.

i0010.jpgDie britische Geschichte ist voller wunderbarer Menschen (von denen einige eindeutig vollkommen übergeschnappt waren, aber das ist eine andere Geschichte). Und sie ist voller aufregender Ereignisse. Zusammen machen sie Britannien zu dem, was es heute ist. In diesem Sinne ist britische Geschichte, wer immer Sie sind, vermutlich auch Teil Ihrer Geschichte. Gute Unterhaltung!

Eine historische Dose voller Bohnen – aber nicht ganz 57 Sorten

Britische Geschichte ist unglaublich vielfältig. Diese Vielfalt erklärt sich zum einen daraus, dass jedes Land, dessen Geschichte bis in die graue Vorzeit zurückreicht, eine bunt gemischte Geschichte zu erzählen hat, zum anderen aber aus der Natur des Landes selbst. Um einen Einblick zu bekommen, wie die Union gegründet wurde, gehen Sie zum Abschnitt »Wie das Vereinigte Königreich geboren wurde«. Um herauszufinden, aus wem es besteht, sehen Sie sich den Abschnitt »Sie sind nicht von hier – genauso wenig wie ich« an.

Woher der Name stammt

Der vollständige Name des Landes lautet Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland. Natürlich bezeichnet niemand das Land mit diesem Namen. Auf hochrangigen internationalen Zusammenkünften der UN oder beim Eurovision Song Contest hören Sie »United Kingdom« und die einzigen, die von »UK« sprechen, sind im Ausland arbeitende Briten. Die meisten Engländer sagen »England«, wenn sie »Britannien« meinen und befinden sich damit in guter Gesellschaft: Die Menschen des viktorianischen Zeitalters verwendeten den Begriff ebenfalls ständig – sogar die viktorianischen Waliser und Schotten und selbst die Iren. Sie glauben vielleicht, dass »Britannien« ein gefahrlos zu gebrauchender Begriff ist, aber abgesehen davon, dass seine Verwendung ein sicheres Mittel ist, um in Glasgow oder in West Belfast gelyncht zu werden, ist er nicht einmal richtig.

 

Dazu müssen Sie wissen, dass »Britannien« der Name war, den die Römer der gesamten Insel gaben, die das heutige England, Wales und Schottland umfasst. Irland war Hibernia, sodass nicht einmal Nordirland je zu »Britannien« gehörte. Diese alte römische Unterscheidung zwischen Britannien und Hibernia (oder Irland) ist der Grund dafür, dass der Name so sperrig ist.

 

Nach dem Abzug der Römer verschwand der Begriff Britain für lange Zeit und wurde nur zur Bezeichnung der Zeit vor den Sachsen verwendet – wie zum Beispiel in Shakespeares König Lear. Gebildete Menschen wussten, dass Britain eine historische Bezeichnung für die ganze Insel war, aber keiner benutzte sie, oder wenn es jemand tat, dann sprach er von der Bretagne! Als König Jakob VI. von Schottland 1603 König von England wurde (siehe Kapitel 13), versuchte er den Begriff Britain wiederzubeleben, aber niemand folgte ihm.

 

Einhundert Jahre später schlossen sich England und Schottland durch den Act of Union (»Vereinigungsgesetz«) zusammen und mussten einen Namen für das neue Vereinigte Königreich ersinnen. Irgendjemand schlug »Großbritannien« vor, was sich nicht nur gut anhörte, sondern auch zutreffend war, denn mit ihrer Vereinigung stellten England und Schottland die alte römische Provinz Britannien wieder her. Die Vorsilbe »Groß« half, es von der Bretagne (engl. Britanny) zu unterscheiden. Als einhundert Jahre später durch einen weiteren Act of Union noch Irland aufgenommen wurde, wurden nicht einfach alle drei Länder unter dem Namen Großbritannien zusammengefasst (weil Irland nie ein Teil von Britannien, ob groß oder klein, gewesen ist), sondern in Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Irland – United Kingdom of Great Britain and Ireland – geändert. (Mehr zu den Vereinigungsgesetzen erfahren Sie in Kapitel 15.)

 

Als die Römer abzogen, waren die Briten (Britons) die keltischen Völker, die sie zurückließen. Als die Angeln und Sachsen das Land überfielen und besiedelten, fassten sie die Briten »Englands« und ihre eigenen Leute zu einem neuen Volk zusammen: die Engländer. Mit anderen Worten, die Menschen, die sich am stärksten dagegen verwehren, als Briten bezeichnet zu werden – die Waliser und Schotten –, haben historisch gesprochen den größten Anspruch auf diesen Namen.

Vor der Ankunft der Römer war die gesamte Insel ein einziger großer Flickenteppich verschiedener Stämme: Es gab keinen Begriff dafür, dass einige dieser Stämme »schottisch« und einige »englisch« waren. Da die Skoten ein irischer Stamm waren und die Engländer, sofern es sie überhaupt gab, in Deutschland lebten, hätte niemand die Bedeutung dieser Begriffe verstanden!

England

Nach den Römern etablierten die Angeln und die Sachsen ein Netzwerk verschiedener Königreiche: Kent, East Anglia, Northumbria, Mercia, Wessex und einige weniger bedeutende. Erst nach der Ankunft der Wikinger begannen die Engländer sich zu einem einzigen Königreich zu vereinen. Dieses Vereinigte Königreich war es, das Wilhelm der Eroberer übernahm, als er die Schlacht von Hastings 1066 gewann. Er hätte sich wohl kaum darum bemüht, wenn er nur König von Wessex geworden wäre.

i0011.jpgObwohl es nach der Invasion der Normannen leichter war, von »England« zu sprechen, war es sehr viel schwieriger, von den Engländern zu reden. Die gewöhnlichen Leute waren sächsischer Abstammung, aber alle Adligen kamen vom französischen Festland – zunächst aus der Normandie und später auch aus anderen Teilen Frankreichs. Es gab eine ganze Reihe berühmter englischer Könige, darunter Richard Löwenherz, Johann Ohneland, die ersten drei Eduards und Richard II., die sich selbst niemals als Engländer bezeichnet hätten. Erst ab Heinrich V. und den Rosenkriegen kann man davon sprechen, dass vom Niedrigsten bis zum Höchsten alle Teil eines englischen Volkes waren.

Schottland

Die Römer hatten eine Vorstellung davon, dass »Schottland«, oder Caledonia wie sie es nannten, ein bisschen anders war, aber nur deshalb, weil es ihnen nie gelungen war, es vollständig zu erobern. Dort gab es Briten in Strathclyde und Pikten in fast dem gesamten Rest Caledonias, bevor die Skoten aus dem Norden Irlands kamen und sich niederließen. Auch wenn es lange dauerte, lernten diese drei Gruppen miteinander zurechtzukommen. Dem Skoten Kenneth McAlpin gelang es schließlich, die drei Gruppen unter seiner Krone zu vereinen, sodass das gesamte Gebiet nach seinem Volk »Scot-land« (Schottland) benannt wurde.

Wales

»Für Wales«, hieß es früher in Indizes, »siehe England«! Das ist furchtbar unfair, aber so dachten die Engländer viele Jahre über Wales. Die Waliser sind mehr oder weniger direkte Abkommen der alten Briten und haben sich ihre eigenständige Identität und Sprache bewahrt. Noch heute wird Walisisch in einigen Gegenden Nordwales gesprochen.

Die Grenzregionen

Ganze Gegenden im Süden Schottlands und im Norden Englands haben ständig den Besitzer gewechselt. Zum Beispiel:

  • cochegrise.jpg  Der englische Lake District kommt in dem Domesday Book (es wird in Kapitel 7 erklärt) nicht vor, weil er zu dieser Zeit Teil Schottlands war.
  • cochegrise.jpg  Über viele Jahre wurde Südschottland von den Angeln – den Engländern – kolonialisiert.
  • cochegrise.jpg  Die Grenzstadt Berwick-upon-Tweed erhielt sogar einen besonderen Status. Sie war weder englisch noch schottisch, sodass Friedensverträge und Ähnliches im Namen des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland und der Stadt Berwick-upon-Tweed geschlossen werden mussten!

Lange Zeit gab es entlang der gesamten Grenze mehr oder weniger ständig kriegerische Auseinandersetzungen. Die kämpferischen Familiengruppen (Clans), wie die Nixons oder die gefürchteten Grahams, lebten wild und außerhalb jedweder Kontrolle. Sie überfielen und töteten sich gegenseitig oder stahlen Vieh, und wenn Kriege zwischen Schottland und England ausbrachen, halfen sie der Seite, die sie gerade mochten, unabhängig davon, auf wessen Seite der »Grenze« sie tatsächlich lebten. Die Clans dieser Grenzregion waren als Reivers bekannt und waren die am meisten gefürchteten Plünderer seit den Wikingern: Von ihnen leiten sich die englischen Begriffe bereaved und bereft ab, die so viel bedeuten wie verwüstet, leidtragend oder am Boden zerstört.

Irland

Wenn von Irlands Geschichte die Rede ist, denken die meisten an ein von den Engländern überfallenes Land. In Wirklichkeit war es zumindest am Anfang genau umgekehrt. Abgesehen von ein oder zwei Handelsstationen ließen die Römer Irland in Ruhe (mit Ausnahme eines ganz bestimmten Römers namens Patrick, der einen gewissen Einfluss hatte). Nachdem die Römer Britannien verlassen hatten, kamen die Iren als Missionare nicht als Eroberer. Sie errichteten die berühmten Klöster von Iona und Lindisfarne, und irische Mönche und Prediger wie der Heilige Columban brachten das Christentum nach Schottland und Nordengland. Einige Iren kamen hinüber, um sich niederzulassen, und von einem dieser Stämme, den Scotti oder Skoten, erhielt Schottland seinen Namen. Als jedoch die Normannen England besiedelten, änderten sich die Dinge.

Und all diese kleinen Inseln

Inseln spielen eine wichtige Rolle in der Geschichte eines im Grunde genommen Inselvolkes. Schottische Missionare arbeiteten von Iona und Lindisfarne aus, und Königin Viktoria regierte ein Weltreich von Osborne Palace auf der Insel Wight aus. Die Inseln erinnern uns an die kulturelle und ethnische Vielfalt der britischen Völker.

Die Shetlandinseln und die Isle of Man

Den nördlichsten Teil Britanniens stellen die Shetlandinseln dar. Sie glauben vielleicht, diese Inseln seien schottisch, aber damit irren Sie sich gewaltig. Die Bewohner der Inseln sind ihrer Herkunft nach reinblütige Wikinger und stolz darauf. Greifbar ist das Wikingererbe auch unter der Manx-Bevölkerung auf der Isle of Man, obwohl diese ethnisch Kelten sind. Es heißt, man könne von Man aus fünf Königreiche sehen – England, Irland, Schottland, Gwynedd (Wales) und das Himmelreich! – und dass die Wikinger die Insel als Ausgangspunkt zur Kontrolle aller nutzten. Die Isle of Man rühmt sich des ältesten durchgängig tagenden Parlaments der Welt, Tynwald, einem Überbleibsel des Wikinger »Parlaments«, dem Thing.

Die Kanalinseln

Auf den Shetlandinseln und der Isle of Man wissen Sie immerhin, dass Sie sich noch im Vereinigten Königreich befinden. Es sei Ihnen verziehen, wenn Sie anfangen sich Fragen zu stellen, wenn Sie die Kanalinseln besuchen. Die Inseln sehen alle ziemlich englisch aus, aber auf ihren englischen Straßenschildern stehen französische Namen, die Polizei heißt Bureau des Etrangers und das Geld sieht aus wie britisches Geld, ist es aber nicht. Die Kanalinseln gehörten zum Herzogtum Normandie und wenn Sie auf eine Karte schauen, dann sehen Sie, dass Sie sich nahezu in Frankreich befinden. Diese Inseln haben viele ihrer charakteristischen Bräuche und Gesetze beibehalten darunter auch, wie reiche Menschen schon vor langer Zeit entdeckt haben, ihre sehr viel laxeren Steuerbestimmungen.

 

Die Kanalinseln waren der einzige Teil des britischen Territoriums, der im Zweiten Weltkrieg an die Deutschen fiel. Hitler nutzte sie weidlich zu Propagandazwecken aus. Historiker, die die Zeit der deutschen Besatzung studierten, fanden dort – vermutlich nicht überraschend – genauso viele Hinweise auf eine aktive Kollaboration und geheime Absprachen wie anderswo im besetzten Europa auch. Besonders tragisch war, dass Alderney in ein Zwangsarbeiterlager für Gefangene aus dem ganzen Nazireich verwandelt wurde.

Wie das Vereinigte Königreich geboren wurde

Wie ist dieses merkwürdig zusammengewürfelte Land mit dem umständlichen Namen, den niemand wirklich benutzt, entstanden? Wenn Sie eine vollständige Antwort darauf möchten, so müssen Sie das ganze Buch lesen, aber hier ist ein kurzer Überblick. Wie Sie sehen werden, war die Schaffung des Vereinigten Königreiches das Ergebnis einer Mischung von Eroberungen, Einwanderungen und Einigungsverträgen. Zusammen ergaben sie eine sehr britische Art von Schmelztiegel.

England: Der Anführer

England war prädestiniert dafür, eine führende Rolle zu spielen. Das Land ist größer als alle anderen Teile Britanniens und näher am Kontinent. England war Teil des Römischen Reiches und die Invasionen der Wikinger gaben den Engländern ein starkes Gefühl der Zusammengehörigkeit gegen einen gemeinsamen Feind. Die Engländer zogen nicht bewusst aus, ihre Nachbarn zu erobern: Bereits seit der Zeit der Sachsen kämpften sie immer wieder gegen die Waliser. Als König Eduard I. schließlich 1284 Wales eroberte, erschien dies daher wie der natürliche Abschluss einer sehr langen Geschichte. Schottland wollten die Engländer nie wirklich besiegen – trotz aller Schlachten: Zu ihrer eigenen Sicherheit wollten sie lediglich einen Monarchen auf dem schottischen Thron wissen, der England wohl gesonnenen war.

 

Das eigentliche Problem Englands war Irland, weil es England nie gelang, das Land zu kontrollieren. Englands große Sorge war stets, dass sich die Iren oder die Schotten mit den Franzosen verbünden könnten – was sie oftmals taten. Den Engländern gelang es, das schottische Parlament zu überzeugen, 1707 dem Act of Union zuzustimmen (der es den Schotten, wie sich später herausstellte, ermöglichte, voll und ganz von Englands industrieller Revolution zu profitieren). Irland wurde seit 1801 von England aus regiert (das sogenannte direct rule). Für die Briten war dies in erster Linie eine sicherheitspolitische Maßnahme: Irland zog nie den gleichen Nutzen aus der Vereinigung mit England wie es Schottland tat.

 

Während des 19. und 20. Jahrhunderts betrachteten die Engländer ihre Führungsrolle weitgehend als selbstverständlich. England war das Land, das zählte; die anderen galten als der »keltische Rand«. In den 1990er-Jahren war dieses Selbstbewusstsein verschwunden. Nachdem er jahrelang keine eigenen Regierungseinrichtungen gehabt hatte, erhielt der »keltische Rand« wieder eigene Parlamente und Versammlungen; England sah immer mehr wie der Rumpf des Vereinigten Königreiches aus. Dadurch begannen die Engländer ein eigenes Nationalgefühl zu entwickeln: Sie fingen an, bei Fußballspielen die Flagge des Heiligen Georg zu hissen und es war sogar die Rede davon, spezielle Versammlungen für die englischen Regionen zu errichten, auch wenn daraus letztlich nichts wurde.

Die Eroberung von Schottland

Wie England war Schottland zunächst eine Ansammlung verschiedener Stämme, die sich langsam und schmerzhaft zu einer Nation zusammenschlossen. Natürlich waren Feindseligkeiten gegenüber England dabei eine große Hilfe, und es ist kein Zufall, dass Schottlands wichtigster Ausdruck seiner nationalen Identität, die Deklaration von Arbroath 1320, aus der Periode der heftigsten Unabhängigkeitskriege von England datiert. Bis weit in das 16. Jahrhundert hinein hielten die Schotten an ihrer antienglischen Allianz mit Frankreich – die Auld Alliance wie sie genannt wurde – fest, die gewährleisten sollte, dass die englische Regierung schlaflose Nächte verbrachte.

 

Aber obwohl es stets viele Kämpfe zwischen Schottland und England gab, waren keineswegs alle Schotten antienglisch. Die Engländer schlossen Heiratsbünde mit den Schotten – die Schwester von Heinrich VIII. wurde Königin von Schottland –, sodass gewöhnlich irgendwo am Hofe eine proenglische Fraktion existierte. Als sich im 16. Jahrhundert die Reformation vollzog, baten die schottischen Protestanten ganz selbstverständlich in England der Tudors um Unterstützung gegen die Katholiken des Hochlands und ganz besonders gegen die katholische und tollpatschige Maria, Königin der Schotten. Die meisten wissen, dass es die Engländer waren, die Maria köpften; sie vergessen dabei oftmals, dass die Schotten sie zuvor bereits selbst gestürzt und eingesperrt hatten.

 

Am Ende waren es nicht die Engländer, die ihren eigenen Mann auf den Thron von Edinburgh brachten, sondern die Schotten, die ihren Mann auf den Thron von London brachten. Als Elisabeth I. 1603 kinderlos verstarb, erbte König Jakob VI. von Schottland den englischen Thron. Es war eine Vereinigung der Kronen aber noch nicht der Nationen: Diese musste noch weitere einhundert Jahre bis zum Act of Union 1707 warten. Von da an spielte Schottland eine aktive Rolle im Vereinigten Königreich: Das britische Weltreich hätte kaum ohne die große Zahl von schottischen Missionaren, Ärzten, Soldaten und Administratoren, die ihm dienten, fortgeführt werden können. Aber die Schotten behielten ihren starken Sinn für eine eigene Identität und 1997 bekamen sie schließlich ihr Parlament zurück.

Die Eroberung von Wales

Die Normannen begannen mit der Eroberung von Wales und viele Jahre lang wurden Teile von Wales von den mächtigen normannischen Marcher Lords (mehr dazu in den Kapiteln 8 und 9) regiert. Die walisischen Prinzen Llewellyn der Große und Llewellyn ap Gruffydd leisteten erbitterten Widerstand, aber schließlich eroberte König Eduard I. Wales und errichtete im ganzen Land massive Burgen. Owain Glyn Dwr unternahm einen beherzten Versuch, die Engländer zu vertreiben, aber es sollte ihm nicht gelingen.

 

Ironischerweise waren die Leute, die schließlich die walisische Unabhängigkeit erstickten selbst Waliser: die Tudors. Heinrich Tudor landete in Milford Haven, um König Richard III. herauszufordern und König Heinrich VII. zu werden. Es war sein Sohn, Heinrich VIII., der das Parlament dazu brachte, den Act of Union zu verabschieden, der Wales faktisch zu einer Provinz Englands machte. Und dies blieb Wales bis Tony Blair der Schaffung einer walisischen Versammlung 1997 zustimmte. Eine lange Wartezeit!

Die Eroberung von Irland

Irlands großartiges christliches Erbe erwies sich als sein Verderben. Papst Hadrian IV. (der zufällig der einzige englische Papst war, den es je gab) erlaubte Heinrich II. nach Irland zu gehen und die irische Kirche der römischen einzuverleiben, ob die Iren dies wollten oder nicht. Ein großer Schwung anglonormannischer Ritter überquerte die Irische See und beanspruchte Irland für die englische Krone.

Religiöse Fehden

Als im 16. Jahrhundert die Reformation begann, schlossen sich die Nachkommen der anglonormannischen Ritter dem Protestantismus an, aber die keltischen Iren blieben katholisch. Königin Elisabeth I. und ihre Minister ersannen eine clevere Lösung: Die Ansiedlung schottischer Protestanten in Irland. Und Schwupps! Die katholische Provinz Ulster wurde zum protestantischsten und loyalsten Gebiet des Königreichs.

i0012.jpgAls die Engländer ihren katholischen König Jakob II. 1688 vertrieben, kamen die Iren ihm zu Hilfe, aber die Ulster Scots wollten davon nichts wissen. Sie trotzten König Jakob, schlugen ihn vernichtend in der Schlacht am Boyne und verjagten ihn. Ihre Nachfahren im heutigen Ulster haben dies nie vergessen und sie sorgen mit ihren Umzügen dafür, dass ihre katholischen Nachbarn es auch nicht tun.

Hungersnot und Fenier

Nach dem 17. Jahrhundert erließen die Briten alle möglichen Gesetze, die den Katholiken die Bürgerrechte nahmen und Irland über Generationen in Armut hielten. Zwar gab es vereinzelt wohlhabende Gegenden – Dublin war eine sehr elegante Stadt im 18. Jahrhundert – aber Irland ähnelte ein wenig dem heutigen Indien mit seiner Mischung aus extremer Armut und großem Reichtum. Selbst die protestantischen Iren hatten zunehmend das Gefühl, dass die der katholischen Bevölkerung auferlegten Beschränkungen unfair sind und die Entwicklung des ganzen Landes beschränkten, sodass sie begannen, sich für die Katholikenemanzipation, insbesondere das Wahlrecht, einzusetzen. Als die Emanzipation kam, hatten die Briten Irlands Parlament bereits geschlossen und regierten Irland direkt von London aus. In den 1840-er Jahren dann lösten wiederholte Kartoffel-Missernten eine der schlimmsten Hungersnöte der Neuzeit aus. Die, die konnten, verließen Irland und verstreuten sich in alle Welt. Ihren Hass auf England und die Engländer nahmen sie mit sich. Die, die in Irland blieben, kämpften umso entschlossener für Selbstverwaltung oder Home Rule, während bewaffnete Gruppen wie die Fenier zu Bombenangriffen und Schießereien griffen. Schließlich mussten die Briten 1922 Irland die Unabhängigkeit gewähren. Die Protestanten in Ulster waren strikt gegen ein unabhängiges Irland und sprachen sich umgehend dafür aus, im Vereinigten Königreich zu bleiben. Deshalb ist ein Teil der Provinz Ulster immer noch im Vereinigten Königreich. Viele Iren betrachteten diese Teilung als eine Überbrückungsmaßnahme und die Gewalt, die in den 1960-er Jahren ausbrach, war der Versuch, ein vereintes Irland zu erhalten bzw. zu verhindern. Letztlich war keine Seite bereit aufzugeben und die Parteien mussten einem Kompromiss in Form eines Friedensabkommens zustimmen. Auch wenn die Schießereien damit beendet wurden, gibt es noch keine Anzeichen für ein Ende der Geschichte eines vereinten oder geteilten Irlands.

Sie sind nicht von hier – genauso wenig wie ich

Genau zu bestimmen, wer die Ureinwohner Britanniens sind, ist sehr schwierig. Die Viktorianer sprachen von der ›britischen Rasse‹, aber dies ist albern: Per Definition gibt es keine britische Rasse, sondern nur eine Ansammlung verschiedener ethnischer Gruppen.

Gibt es so etwas wie einen eingeborenen Briten?

Dem Ureinwohner am nächsten kommen die Kelten: Die Waliser, die schottischen Gälen, die Iren und die Cornisch – auch wenn es Völker keltischen Ursprungs überall in Britannien gibt. Aber selbst die Kelten waren ursprünglich keine Einheimischen Britanniens; sie kamen vom Kontinent wie die Römer, die Angeln und Sachsen und die Normannen.

Die Schotten und die Iren haben einen größeren Anspruch darauf »Eingeborene« zu sein, aber die Situation ist kompliziert aufgrund der über die Jahre erfolgten Mischung untereinander. Sicherlich sind die keltischen Iren Eingeborene Irlands. Dennoch ist zu fragen, wie lange man an einem Ort leben muss, bevor man sich als Einheimischer bezeichnen darf? Ulster Protestanten haben in Irland so lange wie Weiße in Amerika gelebt und sehr viel länger als die Europäer in Australien und Neuseeland und dennoch haben einige immer noch ein Problem damit, sie Iren zu nennen.

Immigranten

Als ob es nicht schon schwierig genug wäre, diese Frage zwischen Engländern, Walisern, Iren und Schotten zu klären, so ist Britannien seit Langem ein Einwanderungsland für Menschen aus aller Welt.

Asylsuchende

Während der Religionskriege im 17. Jahrhundert suchten viele Protestanten Schutz in England, weil es die größte und stabilste protestantische Macht war. Vor Ludwig XIV. geflohene französische Hugenotten ließen sich in London nieder und führten dort ein sehr einträgliches Leben als Handwerker und Händler. Die Holländer begannen im Elisabethanischen Zeitalter während ihres langen Unabhängigkeitskrieges gegen Spanien in das Land zu kommen und weitere kamen herüber als Wilhelm von Oranien Jakob II. 1688 vertrieb. Einige dieser Immigranten waren Adlige wie die Bentincks, die später Herzoge von Portland wurden. Andere waren gewöhnliche Leute, die ins Land gebracht wurden, um bei der Trockenlegung der Moore von East Anglia zu helfen. Dort können Sie noch heute ihre Häuser im holländischen Stil sehen. Britannien fuhr sehr gut damit, diese Asylsuchenden willkommen zu heißen.

Ein wahrhaft königlicher Haufen von Ausländern

Wenn Sie ein gutes Beispiel für eine Familie mit sehr wenig englischem – oder selbst britischem – Blut in ihren Adern haben wollen, schauen Sie auf die königliche Familie. Die Normannen und die Plantagenets waren Franzosen, die Tudors Waliser, die Stuarts Schotten, die Hannoveraner Deutsche und bis Georg III. konnten sie nicht einmal die Sprache richtig sprechen. Viktorias Familie war ein Zusammenschluss zweier deutscher Familien und sie gehörte zum herzoglichen Haus von Sachsen-Coburg-Gotha – das hört sich nicht sehr englisch an, nicht wahr? Zwar änderte die königliche Familie ihren Namen während des Ersten Weltkrieges in Windsor (und ihre Verwandten, die Battenbergs anglisierten ihren in Mountbatten), aber die Briten haben nie ganz vergessen, dass die königliche Familie nicht ganz so Made in Britain ist, wie es den Anschein hat. Vermutlich mochten die Briten Diana, die Prinzessin von Wales, so sehr, weil sie so unbestreitbar englisch war.

Britannien breitet seine Flügel aus

Es gibt ein berühmtes viktorianisches Gemälde von Ford Madox Brown mit dem Titel Der letzte Blick auf England. Es zeigt ein Paar, das nachdenklich auf die verblassende englische Küstenlinie schaut, als ihr Schiff nach Amerika, Australien, Südafrika, Argentinien oder zu einem der vielen anderen Orte, in die die Briten in großer Zahl auswanderten, ausläuft. Die Waliser bevölkerten Patagonien in der argentinischen Pampa und einer von Chiles großen Nationalhelden trägt den eindeutig irischen Namen Bernardo O’Higgins. Viele Briten besiedelten den amerikanischen Westen, darunter eine große Zahl von Menschen, die, von Brigham Youngs Mission angezogen, von Liverpool aus auswanderten und sich in Salt Lake City niederließen. Britische Ingenieure und Hilfsarbeiter zogen durch ganz Europa, um Eisenbahnen zu entwerfen und Schienen zu verlegen: Die Strecken in Norditalien sind alle das Werk britischer Ingenieure. Die Briten waren stets ein Volk von Immigranten – und Emigranten.

Der Union Jack sollte schwarz enthalten

Die Leute glauben oft, dass die ersten Schwarzen in Britannien nach dem Zweiten Weltkrieg auftauchten. Keineswegs! Schwarze Menschen waren überraschend zahlreich in Britannien während der Tudorzeit, auch wenn die meisten von ihnen natürlich Sklaven waren (auf vielen Gesellschaftsporträts aus dem 17. und 18. Jahrhundert war ein kleines schwarzes Kind in der Ecke abgebildet). Zur Zeit von Königin Viktoria gab es ganze Gemeinden schwarzer Menschen, vielleicht weil Großbritannien den Sklavenhandel abgeschafft hatte.

Andere ethnische Gruppen

Das viktorianische Limehouse, ein Bezirk der Londoner Docklands, war regelrecht eine Art Chinatown und in dem Maße, in dem Großbritannien seine Herrschaft über Indien ausweitete, kamen mehr und mehr Asiaten nach London: Gandhi wurde in Middle Temple in London zum Rechtsanwalt ausgebildet und Nehru studierte in Cambridge. Duleep Singh, der exilierte Maharadscha des Punjab war ein häufiger Besucher am Hof von Königin Viktoria (okay, es waren die Briten, die ihn überhaupt erst ins Exil geschickt hatten). Viktoria hatte sogar einen indischen Diener, der bekannt war als Munshi, der aber keinesfalls einer hohen Kaste angehörte, wie er es vorgab, aber was soll’s.

Wessen Geschichte ist es denn überhaupt?

Die meisten Geschichtsbücher erzählen Ihnen viel darüber, was die Könige, Königinnen und Führer anstrebten. Lange Zeit dachten britische Historiker, der einzige Grund für das Studium der Geschichte sei es herauszufinden, wie die britische Verfassung entstand. Folglich konzentrierten sie sich auf die Parlamente und Gesetze und ignorierten nahezu alles andere. In jüngerer Zeit haben Historiker darauf hingewiesen, dass es in der Geschichte um sehr viel mehr als Könige und Politiker geht und dass es viele andere Menschen gab und gibt, deren Geschichte ebenso ein Recht hat, gehört zu werden.

Könige und Königinnen

Man kann den Königen und Königinnen nicht vollständig entkommen – sie waren wichtig und es wäre ein merkwürdiges Buch über britische Geschichte, wenn es sie vollständig ausließe. Aber hüten Sie sich vor einer von Märchenerzählungen geprägten Sicht dieser Menschen. Könige konnten nicht einfach ihr halbes Königreich an junge Männer abgeben, die kamen und ihre Töchter heirateten, und die Könige, die versuchten ihr Reich unter ihren Söhnen aufzuteilen, wie Wilhelm der Eroberer und Heinrich II., fanden heraus, dass das auch nicht funktioniert. Selbst die mächtigsten Herrscher verließen sich sehr stark auf die Beratung durch ihre Minister. Einige wie Sir William Cecil, der Berater von Königin Elisabeth I., erteilten guten Rat (in der Tat glauben einige Historiker, dass es in Wirklichkeit Cecil war, der England regierte); andere Berater waren eine Katastrophe wie die Minister von Karl I., Strafford und der Erzbischof Laud.

 

Wenn Sie dann schließlich bei den Georgs angelangt sind, wird es sehr schwierig festzustellen, wie viel von dem König und wie viel von seinen Ministern entschieden wurde. »Dieses Haus ist der Auffassung, dass die Macht der Krone zugenommen hat, weiter ansteigt und begrenzt werden sollte« lautete ein berühmter Antrag des Parlaments im Jahre 1780. Drei Jahre später entließ Georg III. aus eigener Initiative ein Ministerium, das über eine große parlamentarische Mehrheit verfügte – und kam damit durch. Aber im Großen und Ganzen hatte die Macht der Krone abgenommen, war am abnehmen und sollte auch weiter abnehmen, egal was Königin Viktoria und Prinz Albert darüber denken mochten.

Wie sah es mit den Arbeitern aus?

Geschichte handelt nicht nur von den Menschen an der Spitze. Sicher, diese Leute haben sehr viele Dokumente hinterlassen – alle ihre Schriften, Häuser, Möbel – sodass es leicht ist, etwas über sie herauszufinden. Aber viele Menschen arbeiteten hart, damit diejenigen an der Spitze den Lebensstil beibehalten konnten, an den sie gewöhnt waren und diese arbeitende Bevölkerung hat ebenfalls eine Geschichte.

 

Der englische Historiker E. P. Thompson zeigte beispielhaft in seinem Buch Making of the English Working Class (»Die Entstehung der englischen Arbeiterklasse«), wie man die Geschichte der gewöhnlichen Leute erforschen und rekonstruieren kann. Mithilfe verschiedenster Quellen, darunter Balladen, Poster und Gerichtsakten (viele Arbeiter landeten vor dem Magistrat), zeichnete er nach, wie die Arbeiter im industriellen England ihre eigene Identität entwickelten. Viele Herrensitze öffnen mittlerweile ihre Küchen und Dienstbotenwohnungen für Besucher, und wenn Sie wirklich eine Vorstellung davon bekommen wollen, wie die andere Hälfte lebte, besuchen Sie den Palast von Heinrich VIII. am Hampton Court und werfen Sie einen Blick auf die Tudorküchen. Überlegen Sie nur, wie viel Arbeit es gekostet haben muss, ihn so dick zu halten!

Mein Großvater war…

Gehen Sie in irgendein Archiv oder das britische Staatsarchiv und Sie werden überraschenderweise lauter Menschen vorfinden, die ihre Familiengeschichte erforschen. Warum Familiengeschichte in der neueren Zeit auf ein so großes Interesse stößt, ist schwer zu erklären, aber Genealogie ist in Großbritannien unglaublich populär. Menschen lernen wie man Volkszählungen, Kirchenbücher und Feuerstellensteuerfestsetzungen verwendet, um herauszufinden, wer ihre Vorfahren waren und woher sie kamen. Sie werden überrascht sein, wie weit Sie zurückgehen können, wenn Sie wissen, was Sie tun – und wenn die Aufzeichnungen erhalten geblieben sind. Die meisten Menschen schaffen es zurück bis in die viktorianische Epoche und einige schaffen es sogar, ihre Ahnenlinie bis in die Tudorzeit oder sogar noch davor zu verfolgen. Diese Erforschung der Familiengeschichte ist nur ein Indiz dafür, warum Geschichte wichtig ist: Sie hilft uns herauszufinden, wer genau wir sind.

Eine globale Geschichte

»Was sollte der über England wissen«, fragte der große Dichter des britischen Weltreiches, Rudyard Kipling, »der nur England kennt?« Wenn man berücksichtigt, dass die viktorianische Verwendung von »England« »Britannien« bedeutete, hatte Kipling irgendwie recht, wenn auch nicht in der von ihm beabsichtigten Weise. Um die Geschichte von Britannien und den Briten zu kennen, muss man sich die Geschichte des britischen Weltreiches anschauen und alle diese unterschiedlichen Orte – Kanada, Jamaika, Tonga, Malta, der Punjab, Kenia, Aden (Katar) –, die in diese Geschichte einfließen. Ihre Geschichten sind Teil der britischen Geschichte und die britische Geschichte ist Teil ihrer Geschichte. Dies gilt insbesondere für die Nachfahren der Menschen aus diesen Teilen der Welt, die heute in Großbritannien in die Schule gehen. Okay, es gibt eine Grenze dessen, was ich in diesem Buch leisten kann, aber behalten Sie im Kopf: Wenn Sie die britische Geschichte kennen (und am Ende dieses Buches werden Sie eine ziemlich gute Vorstellung davon haben), kennen Sie nur die Hälfte der Geschichte von Großbritannien.