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Zeitmanagement im Job für Dummies Das Pocketbuch

Inhaltsverzeichnis

































































































































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Warum Zeitmanagement so wichtig ist

In diesem Kapitel

Da aus Kostengründen immer mehr Arbeitsplätze eingespart werden, fällt für den einzelnen Mitarbeiter immer mehr Arbeit an. Wir alle arbeiten härter als je zuvor. Wir kommen morgens früher ins Büro und bleiben abends länger. Überlegen Sie einmal selbst: Wann haben Sie zum letzten Mal eine richtige Mittagspause gehabt? Wie oft lassen Sie das Mittagessen ganz ausfallen?

 

Trotz Überstunden haben wir keine Zeit für unsere wichtigen Projekte, lassen die tägliche Korrespondenz und alle möglichen anderen Dinge liegen, die sich dann auf unserem Schreibtisch, in den Eingangskörben, im Bücherregal und auf dem Boden stapeln. Das muss alles bis Samstag warten, denn wir hoffen, dass wir dann Zeit haben, wirklich mal etwas zu schaffen.

 

Was aber machen wir während unseres Acht-, Zehn- oder Zwölf-Stunden-Tages? Ich wette, dass Sie diese Frage auch nicht beantworten können. Genau das ist wahrscheinlich der Grund, warum Sie dieses Buch lesen.

i0007.jpgAuf den folgenden Seiten werden Sie einige wundervolle Tipps, Techniken, Ansätze und Strategien zum Zeitsparen finden, mit denen Sie Ihre Arbeit schneller und besser erledigen können, damit Sie mehr Zeit für Familie und Freunde haben.

Werden Sie produktiver, effizienter und effektiver

In der Geschäftswelt mit ihrem starken Konkurrenzdruck sind Überstunden keine Garantie für ein florierendes Geschäft oder die eigene Karriere. Heute können Sie nur noch erfolgreich sein, wenn Sie produktiver, effizienter und effektiver arbeiten und nicht bloß beschäftigt sind. Steigern Sie Ihre Produktivität, und die Qualität Ihrer Arbeit wird besser werden, Sie werden Ihre Arbeit pünktlich erledigen, und Sie werden – im Optimalfall – wesentlich mehr mit wesentlich geringerem Aufwand erreichen. Die Firma und Sie selbst verdienen Geld.

i0008.jpgSie müssen sich immer vor Augen halten, dass Sie für Ergebnisse und nicht für die Anzahl der gearbeiteten Stunden bezahlt werden.

Wir alle kennen doch diese Kollegen, die damit angeben, wie viel sie arbeiten, nur um uns zu beeindrucken. Sie tragen ihre 70- bis 80-Stunden-Woche wie ein Ehrenabzeichen mit sich herum und glauben auch noch, mit ihren Überstunden besondere Leistungsbereitschaft zu zeigen.

 

Meist vertuschen die vielen Überstunden aber nur die Unfähigkeit und schlechten Arbeitsgewohnheiten. Wenn Sie einmal die Arbeitseffizienz dieser Leute analysieren und überprüfen, wie viel sie mit welchem Zeitaufwand schaffen, werden Sie merken, dass sie beileibe keine Superstars sind. Tatsache ist, dass sie ihre Arbeit kaum bewältigen. Nur selten erledigen sie Arbeiten pünktlich und das meist nur in bestenfalls mittelmäßiger Qualität. Wenn Sie dann noch den tatsächlichen zeitlichen Arbeitsaufwand dieser Leute berücksichtigen, werden Sie nur wenig Effizienz konstatieren können.

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Die Zeit/Nutzen-Analyse

Ein Abteilungsleiter einer Aktiengesellschaft zeigte mir bei einer Besprechung eine Zeit/Nutzen-Analyse, die seine Firma durchgeführt hatte. Die Analyse zeigte, dass die Angestellten den größten Teil ihrer Arbeitszeit mit Aufgaben verbrachten, die nicht direkt den Kundenbelangen dienten. Die meiste Zeit verbrachten sie mit Routineaufgaben, schaufelten Unterlagen hin und her, saßen in Besprechungen oder beantworteten E-Mails und Voicemail-Nachrichten. Die Zeit schlüsselte sich wie folgt auf:

  • cochegrise.jpg  Zeit für Büroarbeiten und Besprechungen: 25 Prozent
  • cochegrise.jpg  Zeit für die Beantwortung von E-Mails und Voicemail-Nachrichten: 15 Prozent
  • cochegrise.jpg  Zeit für persönliche Kundengespräche: 20 Prozent
  • cochegrise.jpg  Zeit für die Vorbereitung auf diese Gespräche: 25 Prozent

Die Angestellten widmeten den größten Teil ihrer Arbeitszeit Aufgaben, die nichts mit Kundenbelangen zu tun haben. Die Geschäftsführung setzte daraufhin als Zielvorgabe, die Zeit für Kundenkontakte und deren Vorbereitung auf mindestens 60 Prozent zu steigern und gleichzeitig die Zeit für Verwaltungsaufgaben auf 40 Prozent zu reduzieren.

Sie geben selbst das Tempo vor

Die meisten Leute erkennen nicht, dass zwischen beschäftigt und produktiv sein, zwischen hart und intelligent arbeiten große Unterschiede bestehen. Im Schnitt erstrecken sich berufliche Laufbahnen über 30 bis 40 Jahre. Wenn Sie sich ein solches Berufsleben als Marathonlauf vorstellen, wird klar, dass Sie Ihre Kraft auf den ganzen Lauf verteilen müssen.

i0010.jpgNatürlich müssen Sie das Tempo manchmal beschleunigen und manchmal auch etwas drosseln, um Luft zu holen. Ihr Ziel sollte es sein, Ihre Energie richtig zu dosieren und zu erhalten, um nicht auszubrennen und nicht vor dem Erreichen der Ziellinie völlig außer Atem zu geraten.

Bis vor kurzem noch haben sich Arbeitgeber wenig darum gekümmert, wie viel Zeit Arbeitnehmer benötigen, um bestimmte Aufgaben zu erledigen. Produktivität und Effizienz waren nicht sonderlich wichtig, denn Zusatzkosten konnten an die Kunden weitergereicht werden.

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Nicht länger, sondern effizienter arbeiten

Dieses System funktioniert heute nicht mehr. Der Wettbewerb ist härter geworden, und die Unternehmen müssen nach Mitteln und Wegen zur Reduzierung der Kosten, zur Steigerung der Arbeitnehmerproduktivität und zur Verbesserung der Qualität von Produkten und Dienstleistungen suchen.

Diese Ziele lassen sich aber nicht dadurch erreichen, dass man die Angestellten einfach bittet, länger und härter zu arbeiten. Die Mitarbeiter müssen lernen, effizienter und effektiver zu arbeiten.

Überstunden machen einen Angestellten aus einem ganz bestimmten Grund nicht produktiver: Jeder hat seine Grenzen, und es gibt einen Punkt, an dem die Ausbeute sinkt und Überstunden keine messbare Steigerung der Qualität oder Quantität der Arbeit mehr bringen. Im Gegenteil! Je mehr Überstunden Mitarbeiter machen, desto wahrscheinlicher wird es auch, dass sie Fehler machen.

i0012.jpgDie Vergangenheit hat gezeigt, dass Fehler sehr teuer werden können – nicht nur für den Arbeitgeber, sondern auch für den Angestellten. Studien haben ergeben, dass Überstunden häufig zum Burnout-Syndrom, zu steigendem Stress und Spannungen bei der Arbeit und zu Hause führen.

Testen Sie Ihr Gespür für Zeitmanagement

Wir alle suchen nach Möglichkeiten, Arbeiten schneller und besser zu erledigen. Wenn Sie wissen wollen, wie Sie sich Ihre Zeit besser einteilen können, müssen Sie sich erst einmal darüber klar werden, wie Sie Ihre Zeit an einem normalen Arbeitstag verbringen. Bevor Sie sich mit den Einzelheiten dieses Buches beschäftigen, will ich Ihnen daher erst einmal ein paar Fragen stellen:

  1.    Wie lange brauchen Sie, um wichtige Unterlagen zu finden? Zum Beispiel einen Bericht, den Ihr Chef unbedingt sehen will und der irgendwo in den Papierstapeln auf dem Schreibtisch vergraben ist? In Kapitel 2 erfahren Sie, wie Sie Ihren Schreibtisch so aufräumen, dass er so ordentlich aussieht wie das Deck eines Flugzeugträgers.
  2.    Verbringen Sie Ihren Arbeitstag damit, Feuerwehr zu spielen? Bleiben dabei die wichtigen Aufgaben liegen? In Kapitel 8 finden Sie Hilfe.
  3.    Kommen Sie auch immer erst in letzter Minute zu den wichtigen Aufgaben? In Kapitel 4 finden Sie Hinweise zur optimalen Nutzung Ihrer Aufgabenliste.
  4.    Möchten Sie gerne Terminkalender, Rollkartei und Aufgabenliste vom Schreibtisch verbannen und die entsprechenden Daten im Computer speichern? Dann lesen Sie Kapitel 6 und 7 und lernen Sie, wie Sie Ihren Tag mit Outlook optimal gestalten können.
  5.    Möchten Sie gern mehr Zeit mit Ihrer Familie und Freunden verbringen? Dann sollten Sie sich hinsetzen und dieses Buch Kapitel für Kapitel lesen. Es ist gespickt mit Tipps, Techniken, Ideen und Strategien zum Zeitsparen, mit deren Hilfe Sie Ihre Arbeit sehr bald stressfrei und ohne Zeitdruck besser und pünktlich erledigen können. Sie werden die bisher vergeudete Zeit produktiver und effizienter nutzen und im Ergebnis weniger Zeit mit Ihrer Arbeit und mehr Zeit mit Ihrer Familie und Ihren Freunden verbringen.