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Die erfolgreiche Abschlussarbeit für Dummies

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Über die Autorin

Daniela Weber hat an der Humboldt Universität zu Berlin Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Innovationsmanagement und Organisation studiert und sich direkt nach dem Abschluss mit der kleinen Unternehmensberatung »go-for-goals« selbstständig gemacht. Aus der Erkenntnis, dass Abschlussarbeiten und Businesspläne hinsichtlich ihrer Planung und Durchführung gar nicht so unterschiedlich sind, entstand aus einer Nebentätigkeit der Schwerpunktwechsel hin zum wissenschaftlichen Coachen. Nach dem Abschluss eines Masters in Wirtschaft studiert sie nun Erziehungswissenschaften mit dem Schwerpunkt Erwachsenenbildung.

Heute leitet sie die »Diplomwerkstatt« sowie die Agentur »WeKnow«, beide mit Stammsitz in Berlin, die Studenten und solchen, die es werden wollen, freiberufliche Coaches aus den jeweiligen Fachrichtungen als Betreuerersatz zur Seite stellt und Onlinekurse und Vor-Ort-Workshops zu grundlegenden Themen wie Studienwahl, aber auch Strukturierung oder Formatierung einer Abschlussarbeit anbietet.

Ihre Erfahrungen mit Gründern, Absolventen und Studenten sind nicht nur in den vorliegenden Ratgeber, sondern auch in Berufliche Netzwerke knüpfen für Dummies sowie Erfolgreich Studieren für Dummies eingeflossen. Vertiefende Bücher gibt es von ihr mit Wissenschaftliche Arbeiten schreiben mit Word für Dummies zur Textverarbeitung sowie Wissenschaftlich arbeiten für Wirtschaftswissenschaftler zum Umgang mit empirischen Forschungsvorhaben.

Vorwort zur 3. Auflage

Die Idee, ein Buch über Abschlussarbeiten zu schreiben, kam mir, weil in vielen Betreuungen die immer gleichen Fragen auftauchten und ich dachte, dass die Antworten darauf doch leicht als Ratgeber nützlich sein könnten. Der Erfolg der ersten Auflage spricht für sich und ich danke allen Lesern für Feedback und Empfehlungen, die bis in die Literaturempfehlungen von Lehrstühlen hineinreichen.

Diese dritte Auflage unterscheidet sich von den ersten beiden zunächst in Hinblick auf die behandelten Programme und Programmversionen, die in den vergangenen vier Jahren erschienen sind. Außerdem wird der Tatsache, dass Smartphones und Tablet mit ihren zugehörigen Apps im Alltag angekommen sind, der ein oder andere Hinweis auf solche Anwendungen geschuldet. Wie bei der zweiten Auflage schon habe ich die Gelegenheit genutzt, konstruktive Kritik zu verarbeiten und die Hinweise, die ich auf fehlende Informationen erhalten habe, zu verarbeiten. Vor allem aber hat der Wandel in den Ansprüchen, die Hochschulen an Abschlussarbeiten stellen, dazu geführt, dass ein neues Kapitel zum Durchführen eigener Forschungen entstanden ist. In allen Themenbereichen habe ich noch mehr darauf geachtet, dass dieser Ratgeber auch besonderen Bedürfnissen etwa aus den MINT-Fächern gerecht wird. Ich hoffe, das Ergebnis gefällt Ihnen!

Sollten Sie Feedback zu diesem Buch haben, Lob und Tadel, Verbesserungsvorschläge und Ergänzungen, dann können Sie mich gern unter post@daniela-weber.de kontaktieren, damit die vierte Auflage umso schöner wird.

Einführung

Sie haben also studiert. Bravo! Sie haben je nach Studiengang eine Menge Klausuren geschrieben, Seminare besucht, sich in Vorlesungen den Allerwertesten platt gesessen und im Großen und Ganzen erfolgreich Ihr Pensum bewältigt, denn sonst stünden Sie nun nicht vor der Herausforderung, eine Abschlussarbeit zu schreiben. Vielleicht haben Sie eine Einführung in das Wissenschaftliche Arbeiten von Ihrer Universität erhalten, vielleicht war die sogar hilfreich. Vielleicht stehen Sie aber auch ganz alleine da, studieren an einer Fernhochschule und wissen gar nicht, was Sie nun eigentlich tun sollen.

Wie auch immer Ihre Situation ist, Sie müssen liefern. Ein Werk, eine Arbeit, eine Studie soll entstehen, und wie so oft im Leben gibt es zwar nicht DIE richtige Art, an diese Aufgabe heranzugehen, aber es gibt Tipps, die Sie berücksichtigen sollten, und Fehler, die Sie sich sparen können. Und auch wenn es sich der eine oder die andere gerade noch gar nicht vorstellen kann: Zügig und gründlich zu arbeiten und selbst etwas herauszufinden, kann sogar Freude machen und Lust auf mehr.

Über dieses Buch

Dieses Buch soll den Situationen Rechnung tragen, in denen Sie sich als abschlussgeplagter Student befinden können. Einerseits soll es ein umfassender Ratgeber sein, der verständlich die einzelnen Arbeitsschritte erläutert, die Sie mindestens gehen müssen bzw. bei viel Fleiß erledigen können, um zu einer erfolgreich bestandenen Abschlussarbeit zu kommen. Zu diesem Zweck können Sie vorn anfangen zu lesen und sich ab und zu eine neue Kanne Tee kochen, denn am Ende, wenn Sie alle Seiten durchgelesen haben, wissen Sie genau, was auf Sie zukommt.

Andererseits soll das Buch konkrete Hilfestellungen für konkrete Probleme bieten. Sie wissen nicht, wie Sie zitieren sollen? Lesen Sie Kapitel . Sie müssen Ihre Arbeit nur noch drucken lassen? Besser, Sie lesen den Teil V rasch durch. Ihr Betreuer will eine Studie? Dann widmen Sie sich Kapitel . So können Sie durch die Seiten springen und nur das lesen, was Sie tatsächlich gerade brauchen. Ich hoffe, ich habe bei der Zusammenfassung der Probleme von Studenten, mit denen ich mich in den vergangenen Jahren beschäftigt habe, die meisten von Ihren Schwierigkeiten mit erwischt.

Was dieses Buch nicht ist, ist eine wissenschaftliche Abhandlung. In diesem Bereich von Ratgebern ist es sehr beliebt, dass Professoren Bücher schreiben, die selbst in Stil und Aufbau, Sprache und Layout als Beispiel für eine Abschlussarbeit herangezogen werden können. Im Prinzip ist dies ein schöner Gedanke, aber was Sie brauchen, ist in erster Linie schnelle und konkrete Hilfe und nicht noch mehr hochtrabende Formulierungen, durch die Sie sich quälen müssen. Davon werden Sie noch genug zu lesen haben, wenn Sie sich mit der Literaturrecherche und -auswahl befassen. Also habe ich auf Formulierungen im wissenschaftlich-nüchternen Stil, Fußnoten und systematische Kategorisierungen zum Selbstzweck verzichtet und mahne an dieser Stelle an, dass Sie Ihre Arbeit bitte nicht so schreiben, wie ich dieses Buch verfasst habe. Die Freiheit der Ironie bzw. eines Augenzwinkerns haben Sie als wissenschaftlicher Autor in aller Regel nicht.

Konventionen in diesem Buch

Der Umgang mit dem Computer ist ein wesentlicher Bestandteil des Verfassens von Abschlussarbeiten. Wann immer Text so geschrieben wird, dass er Befehle und Tasten mit einbezieht, können schnell Missverständnisse entstehen. Deshalb gelten die folgenden Konventionen, damit Sie sich besser im Text zurechtfinden:

Törichte Annahmen über den Leser

Die erste Annahme über Sie, von der ich ausgehe, ist, dass Sie in irgendeiner Form mit dem deutschsprachigen Hochschulwesen zu tun haben. Das bedeutet, dass Sie sich immatrikuliert haben, in der Lage sind zu verstehen, dass es eine Studien- und eine Prüfungsordnung gibt sowie selbstständig genug sind, sich diese zu beschaffen und durchzulesen. Aus diesem Grunde fehlen in diesem Buch Sätze wie: »Lesen Sie Ihre Prüfungsordnung, um herauszufinden, wie lange der Bearbeitungszeitraum für Ihre Arbeit ist.« Sie müssen ein kleines bisschen recherchieren, um die hochschulinternen Rahmenbedingungen herauszufinden, nach denen Sie sich zu richten haben. Was Sie mit diesen Informationen anfangen können, das verrät dieses Buch an vielen Stellen. Sollten Sie sich verirrt haben und noch am Anfang Ihres Studiums oder davor stehen, können Sie auch gern erst mein »Erfolgreich Studieren für Dummies« lesen, bevor Sie sich wieder der erfolgreichen Abschlussarbeit zuwenden. Tatsächlich hilft Ihnen dieses Buch auch schon bei der Bearbeitung von Haus- oder Seminararbeiten, jetzt, da Sie es schon mal in der Hand haben.

Weiterhin sollten Sie über einen Computer mit Internetzugang verfügen und diesen im besten Falle auch schon mal selbst eingeschaltet haben. Sie wissen, ob Sie einen PC oder einen Mac besitzen – auf die Programme wird besonders im Kapitel eingegangen – und ob Sie möglicherweise Linux-Nutzer statt dem mehrheitlich vertretenen Anwender von Windows sind. (Wenn Sie nun fragend schauen, können Sie fast sicher sein, dass Sie nichts mit Linux am Hut haben.) Von den Smartphone- oder Tabletbesitzern unter Ihnen, denen ich an vielen Stellen hilfreiche Apps vorstelle, nehme ich an, dass sie ein iPhone von einem Windows- oder Android-Gerät unterscheiden können.

Schön wäre es, wenn Sie schon einmal eine Bibliothek von innen gesehen hätten, dringend notwendig ist es jedoch nicht. Mindestens die Bereitschaft, sich mit real existierenden Büchern zu befassen, sollte allerdings gegeben sein.

Wie dieses Buch aufgebaut ist

Dieses Buch ist in sechs Teile gegliedert, die sich schrittweise mit den Vor-, Haupt- und Nacharbeiten Ihrer Abschlussarbeit befassen. Dabei ist die Reihenfolge so gewählt, dass sie grob dem chronologischen Ablauf Ihrer Tätigkeiten entspricht. Abgewichen wird dann von diesem Prinzip, wenn thematische Zusammenhänge wichtiger erscheinen. So wird die Verwendung von Literatur zusammen mit den Möglichkeiten, Zitate im Text einzufügen, bereits in Teil III beschrieben, auch wenn sie arbeitstechnisch erst später bei Erstellen der Arbeit (Teil IV) etwas zitieren werden.

Teil I: Sie sollen also eine Abschlussarbeit schreiben

Den Anfang dieses Buches macht ein Teil, der Ihnen helfen soll, sich über das Wesen einer wissenschaftlichen Arbeit klar zu werden. Nach den Vorüberlegungen, was hier auf Sie zukommt und wie Sie zu einem guten Start kommen, geht es um Erwartungen. Sie sollten sich ein Bild davon machen, was Sie selbst erreichen wollen und einbeziehen, wer sonst noch was von Ihnen wollen könnte. Erst wenn Sie wissen, was Sie da eigentlich vorhaben, und einen Überblick über mögliche Vorgehensweisen haben, werden Sie sich auf Ihre Arbeit einlassen können.

Teil II: Notwendiges und nützliches Handwerkszeug zurechtlegen

Teil II beschäftigt sich mit den Instrumenten, die Ihnen beim Verfassen Ihrer Arbeit behilflich sein können. Dabei wird zunächst davon ausgegangen, dass Sie einen realen Kopf mit realen grauen Zellen haben und diesen in einem realen Umfeld einsetzen können. Anschließend geht es in die mehr virtuelle Welt des Computers mit seinen unüberschaubar vielen Hilfsprogrammen. Nach einer Übersicht über die Möglichkeiten, die verschiedene Arten der Textbearbeitung bieten, kommen weitere computerbasierte Werkzeuge zur Sprache, von denen Sie sich die aussuchen können, die Ihnen nützlich oder gar notwendig erscheinen.

Teil III: Das Wissen der anderen nutzen

»Die Hölle, das sind die anderen«, so schreibt es Jean-Paul Sartre in »Geschlossene Gesellschaft«. Und tatsächlich wird es Ihnen so vorkommen, als hätten sich alle anderen Autoren verschworen, um Ihnen schlaflose Nächte im Quellen-Dschungel zu bereiten. Der dritte Teil dieses Buches befasst sich demnach damit, wo und wie Sie geeignete Literatur finden können, was Sie dann damit tun, wie Sie sie sortieren und schließlich in Ihre Arbeit einbringen können.

Inmitten von Lianen, Fallstricken und Labyrinthen sollen diese Anleitungen Ihr Kompass und Ihre Machete sein, um den Dschungel zu lichten. Es muss ja kein englischer Garten werden, aber Ordnung sollte am Schluss herrschen. Dabei werden die verschiedenen Zitationsstile berücksichtigt, sodass Sie am Ende tatsächlich für sich und Ihr Werk nutzen können, was die anderen vorgearbeitet haben, ohne sich zum Plagiator entwickelt zu haben.

Teil IV: Ihre Arbeit entsteht

Nun geht es daran, tatsächliche Bestandteile Ihrer Arbeit zu erstellen. Das beginnt mit dem besten aller denkbaren Titel, geht über die Erstellung einer stringenten und logischen Gliederung, macht einen Abstecher über die Formatierung in verschiedenen Textverarbeitungsprogrammen und endet damit, dass Sie wirklich und wahrhaftig Seiten produzieren.

Was beim Schreiben zu beachten ist, was es ausmacht, wie Sie sich aus Notsituationen befreien und wie Sie schreiben, was andere lesen wollen, ist Gegenstand des längsten Kapitels in diesem Buch. Außerdem finden Sie am Ende dieses Teils das neue Kapitel zum empirischen Arbeiten, das Sie dazu erhellt, was Sie qualitativ oder quantitativ mit Ihren Mitmenschen anstellen können, um Ihre Arbeit wissenschaftlich aufzuwerten.

Teil V: Fertig! Oder noch nicht ganz?

Wenn der Text steht, sind Sie noch lange nicht fertig mit der Arbeit. Sie sollten genügend Zeit einplanen, um alles noch mehrmals durchgehen zu können. Dann geht es in den Druck. Eine Weile nach der Abgabe werden Sie vermutlich zur Präsentation Ihrer Ergebnisse antreten müssen und wenn alles hinter Ihnen liegt, lässt sich mit all dem Schweiß, der geflossen ist, womöglich noch der ein oder andere Euro verdienen.

Teil VI: Der Top-Ten-Teil

Im Westen nichts Neues und auch im Top-Ten-Teil finden sich vor allem solche Hinweise in komprimierter Form wieder, die über das Buch verstreut bereits aufgetaucht sind. Als besonders wichtig wurden dabei die Themen »Betreuergespräch« (oder »Betreueringespräch« – ich bin sehr für Gendergerechtigkeit, weswegen ich in diesem Buch die weibliche und die männliche Form variabel verwende. Der Lesbarkeit halber verzichte ich allerdings auf Sternchen oder Gender_Gaps) sowie die »Bewertungskriterien von wissenschaftlichen Abschlussarbeiten« angesehen.

Noch ein paar Worte zu der Sache mit dem Gendern. Ich bemühe mich, neutrale Formen wie Studierende zu verwenden, wenn das geht, ohne den Text zu sehr zu strapazieren. An anderen Stellen wechsle ich und verwende mal die männliche und mal die weibliche Form. Denken Sie mal darüber nach, wenn die weibliche sie irritiert und die männliche Ihnen »normal« vorkommt.

Symbole, die in diesem Buch verwendet werden

Und nun wünsche ich Ihnen viel Spaß mit diesem Buch, Sie können es von vorn bis hinten lesen, Sie können nach Stichworten suchen oder nur bestimmte Passagen anschauen. Die Hauptsache ist, dass Sie schnell und effektiv Hilfe erhalten, welches Problem auch immer Sie mit Ihrer Abschlussarbeit bedrückt.

Teil I

Sie sollen also eine Abschlussarbeit schreiben

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