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Über den Autor

»Jura kann jeder lernen!« – mit diesem Credo hat André Niedostadek bereits zahlreiche Studierende mit den Grundlagen des BGB vertraut gemacht. Nach dem eigenen Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Münster und Aberystwyth in Wales sowie einem Forschungsaufenthalt an der Universität Cambridge sammelte er selbst zunächst mehrere Jahre lang vielfältige Berufserfahrungen als Consultant, Rechtsanwalt und Referent in unterschiedlichen Unternehmen, bevor er schließlich 2008 als Hochschullehrer an die Hochschule Harz wechselte. Dort gibt er sein Wissen und seine Erfahrung heute als Professor für Wirtschafts-, Arbeits- und Sozialrecht weiter. Als Dozent, Berater und Gutachter hält er darüber hinaus weiterhin den Bezug zur Praxis. Er ist Verfasser und Herausgeber mehrerer Bücher sowie Autor von Studienbriefen und Fachbeiträgen zu verschiedenen rechtlichen Themen. Leserinnen und Lesern der »… für Dummies«-Reihe ist er bereits als Autor des »Handels- und Gesellschaftsrechts für Dummies« und des Prüfungstrainers dazu sowie von »Wirtschaftsrecht für Dummies« bekannt.

Einführung

Herzlich willkommen zu diesem BGB für Dummies, Ihrem etwas anderen Reiseführer durch das Bürgerliche Gesetzbuch. Reiseführer? Ja, Sie haben richtig gelesen: Dieses Buch hilft Ihnen, sich in ein Rechtsgebiet vorzuwagen, das Sie bislang vermutlich noch nicht kennen. Es gibt Ihnen Gelegenheit, sich neues Terrain zu erschließen, und bewahrt Sie davor, sich in dem mitunter unübersichtlichen Paragrafendschungel zu verirren.

Aber warum sollte man sich überhaupt auf eine solche Entdeckungstour begeben? Eine Antwort darauf lautet: Am BGB kommt niemand vorbei. Zweifellos zählt es zu den wichtigsten Gesetzen hierzulande, gerade weil es uns allen tagtäglich begegnet: Ob Sie nun in einem Café einen Latte Macchiato bestellen, im Internet ein Notebook samt Zubehör erwerben oder einem Bekannten Ihr Auto leihen – das BGB ist immer mit dabei! Auch wenn Sie einen Arbeitsvertrag schließen oder einen Handwerker damit beauftragen, Ihre Wohnung zu renovieren, bildet das BGB die Grundlage. Sollten Sie übrigens zur Miete wohnen oder aber ein Darlehen aufgenommen haben, um eine Immobilie zu finanzieren, gelten die Regelungen selbstverständlich ebenso wie in zahlreichen weiteren Fällen. Sie sehen schon, dieses Gesetz ist wirklich vielfältig.

Doch zugegeben: Meist denkt keiner an bestimmte Vorschriften, erst recht nicht, wenn alles reibungslos läuft. Aber wie ist das eigentlich, wenn Ihnen die Bedienung im Café die bestellte Kaffeespezialität versehentlich über das neue Notebook schüttet und Sie ohnehin schon genervt sind, weil Sie gerade festgestellt haben, dass wichtiges Zubehör nicht mitgeliefert wurde? Oder wenn der verliehene Wagen unfallbedingt nicht mehr zurückgegeben werden kann, der Handwerker Einrichtungsgegenstände in Ihrer Wohnung zertrümmert hat und der Arbeitgeber Ihnen obendrein kündigt? Was, wenn Sie die Verpflichtungen aus einem Bankdarlehen nicht mehr einhalten können oder mit der Mietzahlung in Rückstand geraten? Und als ob das alles nicht schon genug wäre, kommt es noch schlimmer: Ihre Partnerin oder Ihr Partner möchte sich scheiden lassen und verlangt Unterhalt. Und zu guter Letzt stellt sich heraus, dass Sie enterbt wurden. Nur ein kleiner Ausschnitt aus unzähligen Fallkonstellationen, die Tag für Tag, Jahr für Jahr nicht nur die Anwaltschaft und die Gerichte beschäftigen, sondern so (oder doch so ähnlich) irgendwie jeden treffen können. Regelmäßig geht es dann um die Frage: Wer kann hier eigentlich was von wem verlangen? Antworten darauf gibt – wer hätte es gedacht? – das BGB.

Sich in diesem Gesetz etwas auszukennen, ist also nicht allein für spezialisierte Juristen, Manager oder Führungskräfte bedeutsam. Schon aus eigenem Interesse lohnt es sich, mehr über etwaige Rechte und Pflichten zu wissen. Insofern ist das BGB im wahrsten Sinne des Wortes ein »Bürger«-liches Gesetzbuch. Doch obwohl es jeden betrifft, bleibt es für viele ein Buch mit sieben Siegeln. Nicht mehr für Sie, denn dieses BGB für Dummies bringt Licht ins Dunkel. Sie profitieren beispielsweise von der Lektüre,

  • wenn Sie sich an einer Universität für das Fach Rechtswissenschaften eingeschrieben haben und sich noch in den ersten Semestern befinden,
  • wenn Sie an einer (Fach-)Hochschule oder Berufsakademie studieren und das im BGB geregelte Privatrecht – wie in vielen Studiengängen üblich – einen wichtigen Ausbildungsabschnitt darstellt,
  • wenn Sie ganz allgemein an rechtlichen Themen interessiert sind und etwas fundierter die juristische Arbeitsweise kennenlernen möchten, anstatt sich nur auf ein (mitunter trügerisches) Rechtsgefühl zu verlassen.

Was auch immer Ihr persönliches Motiv ist, sich mit dem BGB zu befassen, hier bekommen Sie das nötige Rüstzeug, um sich zurechtzufinden. Sich rechtlichen Themen zu widmen, hat übrigens noch weitere Vorteile. Wie in kaum einem anderen Fachgebiet haben Sie dabei Gelegenheit, ganz nebenbei wichtige Schlüsselkompetenzen zu trainieren: Dazu gehört es beispielsweise, Probleme zu analysieren, zu strukturieren und zu lösen, sich argumentativ mit Sachverhalten auseinanderzusetzen sowie eigene Ansichten zu begründen. Sie schlagen also gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe.

Über dieses Buch

Wie bereits eingangs erwähnt, halten Sie eine Art Reiseführer in der Hand. Was dürfen Sie von einem solchen Handbuch erwarten? Zunächst einmal, dass es

  • Ihnen Wissenswertes vermittelt und Sie auf die »Sehenswürdigkeiten« hinweist, die es zu entdecken gibt,
  • praktische Tipps bereit hält, damit Sie sich »vor Ort« orientieren können, und
  • Sie gegebenenfalls mit Eigenheiten vertraut macht, die man kennen und beachten sollte.

Genau das bietet dieses Buch. Vielleicht fragen Sie sich trotzdem: Muss es dazu ein BGB für Dummies sein? Immerhin fehlt es nicht an einschlägigen Fachbüchern. Das ist absolut richtig. Es gibt tatsächlich gute, ja sehr gute Fachbücher. Sie richten sich aber regelmäßig an ein entsprechendes Fachpublikum und bieten Einsteigern ohne Vorkenntnisse nicht immer eine leicht zugängliche Kost. Vielleicht haben Sie auch schon einmal die Erfahrung gemacht, dass solche Bücher mitunter ziemlich umfangreich sind und sich kaum für eine schnelle Information eignen. Bisweilen wird der Stoff zudem eher theoretisch vermittelt, ohne zugleich das methodische Handwerkszeug zu berücksichtigen. Das Buch, das Sie jetzt in der Hand halten, schlägt insoweit eine Brücke, denn

  • es informiert Sie knapp und doch verständlich über alles, was Sie für einen Einstieg benötigen. Nicht alle der 2.385 Paragrafen des BGB (die zahlreichen mit Buchstaben gekennzeichneten Paragrafen noch nicht einmal mitgezählt) sind wirklich wichtig.
  • es konzentriert sich auf die Kerngedanken und Zusammenhänge, die für das Verständnis des BGB unerlässlich sind. Meinungsstreitigkeiten und Details zu einzelnen Punkten bleiben daher ausgeklammert.
  • es macht Sie mit der juristischen Arbeitstechnik, also dem »Handwerkszeug« vertraut. Sie finden daher neben praktischen Beispielen weitere Tipps und Hinweise, die Ihnen helfen, das Recht anzuwenden.

Bei alledem geht dieses BGB für Dummies auch didaktisch einen etwas anderen Weg als manches gängige Fachbuch: Statt wie häufig das BGB chronologisch abzuhandeln oder sich auf einzelne Bücher des BGB zu beschränken (wie Sie noch sehen werden, gibt es insgesamt fünf Bücher), stehen hier möglichst Zusammenhänge im Mittelpunkt. Oder, um wieder beim Bild des Reiseführers zu bleiben: Dieses Buch enthält in den einzelnen Kapiteln so etwas wie »Tourenvorschläge«. Je mehr Touren Sie meistern, je mehr Etappen Sie bewältigen, desto näher kommen Sie Ihrem Ziel, einen soliden Überblick zu erhalten. Das kann aber letztlich nur gelingen, wenn Sie stets ein Gesetz zur Hand haben und einzelne Vorschriften alle (!) am besten gleich nachlesen. Ein solcher Überblick erlaubt es Ihnen obendrein, sich bei Interesse oder Bedarf weitere Eckpunkte dieses facettenreichen Rechtsgebietes zu erschließen, die letztlich hier aus Platzgründen außen vor bleiben (müssen).

Begriffe, die in diesem Buch verwendet werden

Ein zentrales Anliegen der »… für Dummies«-Reihe besteht darin, das jeweilige Thema verständlich darzustellen. Allerdings geht es nicht ganz ohne Theorie und (Fach-)Begriffe. Für das BGB gilt das sogar in besonderer Weise, denn die etwas eigene und mitunter verklausulierte Gesetzessprache wirkt für viele Leserinnen und Leser zumindest auf den ersten Blick trocken und wenig anschaulich. Oder fällt Ihnen gleich etwas dazu ein, was »Vertretenmüssen« bedeutet, was ein »Eigentumsvorbehalt« ist oder was man unter »Besitzmittlungsverhältnis« versteht? Falls nicht, es besteht kein Anlass zur Sorge. Selbst wenn die Sprache des BGB nicht immer ganz einfach ist, lässt sich der »BGB-Code« mit ein bisschen Engagement doch gut entschlüsseln. Dazu sind zentrale Begriffe entweder kursiv hervorgehoben oder werden sogar durch ein separates Symbol gekennzeichnet und an entsprechender Stelle eigens erklärt. Damit ist dieses Buch nicht nur ein Reisebegleiter, sondern obendrein noch eine Art Sprachführer – damit Sie wirklich mitreden können.

Konventionen in diesem Buch

Es klang schon an, dass die einzelnen Teile und Kapitel in diesem Buch so etwas wie Routenvorschläge bieten. Dabei werden zu Beginn jedes Kapitels die zentralen Themen und Inhalte – also quasi die Etappen der jeweiligen Tour – vorab kurz vorgestellt. So bekommen Sie gleich einen ersten Eindruck davon, was Sie erwartet. Die Kapitel selbst sind natürlich nicht durcheinander gewürfelt, sondern folgen einem roten Faden. Der beginnt bei den Grundlagen und setzt sich dann weiter fort über die verschiedenen Formen von Schuldverhältnissen bis hin zu etwas entlegeneren Randgebieten wie dem Familien- und Erbrecht. Sie können diesen Faden aufgreifen und die Abschnitte nacheinander bearbeiten, aber Sie müssen das nicht tun. Ebenso gut können Sie direkt auf bestimmte Kapitel zugreifen, falls Sie sich konkreter zu bestimmten Themen informieren wollen oder eine spezielle Frage beantwortet haben möchten. Insofern eignet sich dieses Buch auch als Nachschlagewerk. Übrigens: Ganz am Ende gibt es noch ein Stichwortverzeichnis, das Ihnen dabei hilft, sich die Inhalte dieses Buches gezielt zu erschließen. Sämtliche Kapitel sind zudem so verfasst, dass Sie keine speziellen Vorkenntnisse aus den anderen Abschnitten benötigen. Sollten bestimmte Aspekte an anderer Stelle im Buch eingehender behandelt werden, finden sich gegebenenfalls entsprechende Querverweise.

Was Sie nicht lesen müssen

Ein so komplexes Werk wie das BGB darzustellen, erfordert einen gewissen Spagat: Auf der einen Seite gilt es, die für das Verständnis unerlässlichen Grundlagen zu vermitteln. Auf der anderen Seite lohnt es sich durchaus, auf eine Reihe weiterer nützlicher Aspekte einzugehen. Letztere müssen Sie aber nicht unbedingt gleich beim ersten Durcharbeiten lesen. Entsprechende Passagen sind durch graue Kästchen unterlegt. Dort finden sich neben ergänzenden Anmerkungen weitere Beispiele und Hilfestellungen.

Der hier behandelte Stoff reicht teilweise über das hinaus, was als »Prüfungsstoff« in den ersten Semestern von Jurastudierenden an den Universitäten oder von Studierenden verlangt wird, die sich mit dem Privatrecht »nur« im Nebenfach befassen. Das gilt namentlich für das Familien- und Erbrecht. Sofern das nicht ausnahmsweise auf Ihrem Prüfungsplan steht (oder Sie ein sonstiges Interesse daran haben), können Sie die Kapitel ebenfalls ruhig erst einmal links liegen lassen. Zu einer Gesamtdarstellung gehören entsprechende Ausführungen aber gleichwohl dazu, so dass beide Rechtsgebiete hier zumindest kurz mit vorgestellt werden. Wenn Sie dieses Buch begleitend zu Ihrer Vorlesung nutzen, werden Sie möglicherweise feststellen, dass dort vielleicht nicht alle der hier vorgestellten Aspekte des BGB behandelt werden. Das BGB ist halt ein Kosmos für sich. Sie können daher die Teile, die in Ihren Vorlesungen nicht behandelt werden, ebenfalls erst einmal beiseitelassen (oder aber die Gelegenheit nutzen, mit diesem »… für Dummies«-Buch etwas schlauer zu werden).

Törichte Annahmen über den Leser

Töricht wäre es sicher anzunehmen, Leserinnen und Leser dieses BGB für Dummies seien ungebildet, hielten die Abkürzung BGB für irgendeine Art von Geheimdienst oder könnten dieses Gesetz nicht einmal von einem Thriller unterscheiden. Vermutlich wollen Sie sich angesichts der komplexen Materie und der steigenden Informationsflut ganz einfach auf das Wesentliche beschränken. Und das ist richtig so: Wenn Sie sich in ein noch unbekanntes Fachgebiet einarbeiten möchten, tun Sie gut daran, sich zunächst mit dem Notwendigen auszustatten. So laufen Sie gar nicht erst Gefahr, den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr zu sehen, bevor Sie ihn überhaupt betreten haben. Nichts gegen wissenschaftlich fundierte Literatur – aber Sie müssen sich nicht gleich zu Beginn darin vergraben. Also: Eine Einführung zur Hand zu nehmen, die in verständlicher Weise alles Relevante bietet und sich auf das Wichtigste beschränkt, ist clever – eben was für Schlauköpfe. Übrigens beruht das BGB vielfach auf dem gleichen Prinzip. Das gilt jedenfalls für den letzten Punkt: An vielen Stellen ist es nämlich selbst oftmals knapp formuliert und ebenfalls ohne übermäßigen Firlefanz auf das Wesentliche beschränkt. Sie befinden sich also in bester Gesellschaft.

Wie dieses Buch aufgebaut ist

Dieses BGB für Dummies besteht aus sechs jeweils in sich abgeschlossenen Teilen und insgesamt siebzehn Kapiteln. Die nachstehende Übersicht vermittelt Ihnen in einer Art Rundflug zunächst einen ersten Eindruck davon, was Sie im Folgenden erwartet. Vielleicht fällt Ihnen damit ja bereits die Entscheidung leichter, wo Sie mit Ihrer Tour beginnen möchten?

Teil I – Recht übersichtlich: Die Grundlagen

Erfahren Sie in den beiden ersten Kapiteln zunächst mehr dazu, wie sich das im BGB geregelte Privatrecht in unsere Rechtsordnung einfügt, wie dieses Gesetzbuch selbst aufgebaut ist und welche grundlegenden Prinzipien gelten. Mit dem entsprechenden Wissen sollte es Ihnen leichter gelingen, bei Bedarf die jeweils einschlägigen Rechtsnormen aufzufinden. Des Weiteren können Sie sich in Grundzügen darüber informieren, wie man zu seinem Recht kommt.

Teil II – Recht anspruchsvoll: Das Schuldverhältnis

Die Kapitel 3 bis 9 bilden gewissermaßen das Herzstück dieses Buches. Die dort behandelten Aspekte spielen im Studium regelmäßig die zentrale Rolle. Sie erfahren hier alles Wissenswerte zu einzelnen Schuldverhältnissen. Im Mittelpunkt stehen zunächst ausgewählte Vertragstypen (insbesondere der Kauf) sowie wichtige gesetzliche Schuldverhältnisse. Sie lernen, wie Verträge zustande kommen, unter welchen Umständen man sich gegebenenfalls wieder davon lösen kann und wie Schuldverhältnisse erlöschen. Obendrein geht es um die Frage: Was gilt eigentlich bei Störungen im Schuldverhältnis?

Teil III – Recht greifbar: Das Sachenrecht und die Sicherungsrechte

Die Kapitel 10 und 11 widmen sich sodann dem Sachenrecht sowie den Sicherungsrechten. Sie lernen mit dem Besitz und dem Eigentum zentrale Begriffe und rechtliche Anknüpfungspunkte des Sachenrechts kennen und erfahren das Nötige zu den Rechtsbeziehungen der Beteiligten. Speziell die Sicherungsrechte bieten eine Möglichkeit, sich gegen einen Forderungsausfall abzusichern. Auch das wird hier mit behandelt.

Teil IV – Recht persönlich: Das Familien- und Erbrecht

Das 12. und 13. Kapitel befassen sich dann mit dem im vierten und fünften Buch des BGB geregelten Familien- und Erbrecht. Im Studium spielen beide Rechtsgebiete zwar oftmals keine herausragende Rolle. Speziell in der Praxis sind sie aber derart bedeutsam, dass sie hier im Sinne einer Gesamtdarstellung zumindest in Grundzügen Platz finden.

Teil V – Recht praktisch: Vorsicht Fälle!

Jura ist weit weniger theoretisch, als man manchmal denkt. Schließlich geht es doch stets um das Lösen von »Fällen«. Bevor Sie im 15. Kapitel die Gelegenheit haben, das erworbene Wissen an Fällen zu erproben und anzuwenden, macht Sie das 14. Kapitel zunächst mit der Falllösungstechnik vertraut. Sämtliche Fälle sind zudem mit ausführlichen Lösungsvorschlägen versehen, sodass Sie direkt kontrollieren können, inwieweit Sie »richtig« liegen.

Teil VI – Recht hilfreich: Der Top-Ten-Teil

Wenn Sie schon einmal mit einem »… für Dummies«-Buch gearbeitet haben, wissen Sie: Am Ende findet sich jeweils der Top-Ten-Teil. Er bietet Ihnen hier in Kapitel 16 und 17 ergänzend und gebündelt zahlreiche weitere nützliche Informationen.

Symbole, die in diesem Buch verwendet werden

Verschiedentlich sind in diesem Buch Textpassagen mit den für die »… für Dummies«-Reihe bekannten Symbolen gekennzeichnet. Dort finden Sie neben Erläuterungen bedeutsamer Begriffe zudem hilfreiche Hinweise, beliebte Beispiele oder wichtige Warnungen vor fatalen Fallstricken.

Hier eine Übersicht:

image Dieses Symbol macht Sie auf wichtige oder interessante Aspekte aufmerksam. Es gibt Tipps oder betont noch einmal bestimmte Punkte des vorherigen Abschnitts.

image Mit diesem Symbol sind jeweils kleinere einführende Fallbeispiele und deren Lösungen gekennzeichnet.

image Die abstrakten Regelungen des BGB lassen sich anhand von Beispielen oftmals viel besser veranschaulichen. Sie finden daher überall im Buch verstreut zahlreiche weitere Beispiele.

image Wichtige Begriffe im Text sind mit diesem Symbol hervorgehoben. Kennen Sie diese, führt Sie niemand mehr durch sein Fachchinesisch aufs Glatteis.

image Speziell dieses Symbol macht Sie mit praktischen Bezügen des BGB vertraut.

image Hier finden Sie spezielle Hinweise für die Rechtsanwendung und Fallbearbeitung sowie weitere Tipps und Tricks.

image Im BGB lauert so mancher Fallstrick. Die mit diesem Symbol gekennzeichneten Textpassagen bewahren Sie vor Schlimmerem.

Wie es weitergeht

Sie haben nun einiges über dieses Buch und den darin verfolgten Ansatz erfahren. Jetzt liegt es an Ihnen: Sie können gleich mit dem ersten Kapitel beginnen oder aber die einzelnen Abschnitte unabhängig voneinander lesen und sich dabei anfangs auf die Teile konzentrieren, die Sie besonders interessieren. Je mehr Punkte Sie bearbeiten, desto vollständiger wird im Laufe der Zeit das Gesamtbild werden. Insofern ist es also ein bisschen wie beim Puzzeln. Wenn Sie bislang noch gar nicht mit dem BGB zu tun hatten, empfiehlt es sich, zunächst »klassisch« mit dem ersten Kapitel zu beginnen. Es steht nicht ganz grundlos am Anfang.

Unerlässlich ist als Ausrüstung nur ein BGB zum Nachlesen der Vorschriften. Ein bisschen Neugier und Interesse, ja vielleicht sogar etwas »Abenteuerlust« sind darüber hinaus hilfreich. Es gibt manches zu entdecken – versprochen! In diesem Sinne: Bon voyage!, Have a good trip! oder ganz einfach Gute Reise!

Teil I

Recht übersichtlich: Die Grundlagen

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IN DIESEM TEIL …

Verschaffen Sie sich im ersten Kapitel dieses Teils zunächst einen Überblick: Wie fügt sich das im BGB geregelte Privatrecht in unsere Rechtsordnung ein? Wie ist das BGB aufgebaut? Und welche Grundsätze und Prinzipien prägen dieses Gesetz? Informieren Sie sich zudem, wie man gegebenenfalls zu seinem Recht kommen kann. Erfahren Sie darüber hinaus im zweiten Kapitel mehr über die juristische Herangehensweise, um sich im Paragrafendschungel zu behaupten. Werden Sie dabei selbst zum Entdecker: Lernen Sie, woraus eine Gesetzesnorm besteht und welche Bedeutung der Anspruchsmethodik zukommt.