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Physiker zwischen Autonomie und Anpassung


Physiker zwischen Autonomie und Anpassung

Die Deutsche Physikalische Gesellschaft im Dritten Reich
1. Aufl.

von: Dieter Hoffmann, Mark Walker

99,99 €

Verlag: Wiley-VCH
Format: PDF
Veröffentl.: 08.09.2008
ISBN/EAN: 9783527622214
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 688

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Beschreibungen

Welche Rolle spielte die Deutsche Physikalische Gesellschaft in den Jahren der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, welche Position nahm sie im Prozess der wissenschafts- und forschungspolitischen Neuorientierung ein und was war ihre Funktion im politischen Macht- und Handlungsgefuge des Dritten Reiches? Welchen Einfluss hatten die Vertreter der so genannten "Deutschen Physik" in der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und in der damaligen Physik generell? Welche Handlungsspielraume hatten die Physiker im Dritten Reich, sich der Vereinnahmung durch ein totalitares und verbrecherisches Regime zu entziehen? Eine Gruppe namhafter Autoren versucht Antworten auf diese Fragen zu finden und beleuchtet die wissenschaftsimmanenten Aspekte sowie die gesellschaftspolitischen Zusammenhange, die die Geschichte der Deutschen Physikalischen Gesellschaft wahrend des Dritten Reiches im Spannungsfeld zwischen politischer Anpassung und wissenschaftlicher Autonomie bestimmt haben.
Vorwort Die Deutsche Physikalische Gesellschaft im nationalsozialistischen Kontext (Mark Walker) Die Naturforscherversammlung in Nauheim 1920 - Eine Einfuhrung in das Wissenschaftsleben der Weimarer Republik (Paul Forman) Rahmenbedingungen und Autoritaten der Physikergemeinschaft im Dritten Reich (Richard H. Beyler) Die Ausgrenzung und Vertreibung der Physiker im Nationalsozialismus - welche Rolle spielte die Deutsche Physikalische Gesellschaft? (Stefan L. Wolff) Die Deutsche Physikalische Gesellschaft und die "Deutsche Physik" (Michael Eckert) Die Ramsauer-Ara und die Selbstmobilisierung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (Dieter Hoffmann) Die Planck-Medaille (Richard Beyler, Michael Eckert, Dieter Hoffmann) Die Deutsche Physikalische Gesellschaft und die physikalische Forschung (Gerhard Simonsohn) Misstrauen, Verbitterung und Sentimentalitat: Zur Mentalitat deutscher Physiker kurz nach 1945 (Klaus Hentschel) "Sauberkeit im Kreise der Kollegen": Die Vergangenheitspolitik der DPG (Gerhard Rammer) Die Deutsche Mathematiker-Vereinigung im Dritten Reich: Fachpolitik im Netz der nationalsozialistischen Ideologie (Volker Remmert) "Dem Duce, dem Tenno und unserem Fuhrer ein dreifaches Sieg Heil!" Die Deutsche Chemische Gesellschaft und der Verein Deutscher Chemiker in der NS-Zeit (Ute Deichmann) Anhang
Dieter Hoffmann studierte Physik (Diplom 1972), promovierte (1976) und habilitierte (1989) an der Humboldt-Universitat zu Berlin auf dem Gebiet der Wissenschaftsgeschichte. Von 1976 bis 1991 forschte er auf dem Gebiet der Wissenschaftsgeschichte an der Akademie der Wissenschaften der DDR und war danach u.a. Stipendiat der Humboldt-Stiftung. Seit 1995 ist er Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts fur Wissenschaftsgeschichte in Berlin; zugleich lehrt er als au?erplanma?iger Professor an der Humboldt-Universitat. Seine zahlreichen Publikationen weisen ihn als profunden Kenner zur Physik- und Wissenschaftsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts aus. Mark Walker studierte Mathematik an der Washington University in St. Louis (BA, 1981) und Geschichte an der Princeton University, wo er 1987 mit einer Arbeit zur deutschen Uranforschung im Dritten Reich (Die Uranmaschine, Berlin 1990) promovierte. Seit 1987 lehrt er am Union College in Schenectady, New York, moderne europaische Geschichte und Geschichte der Naturwissenschaften und Technik. Seine zahlreichen Publikationen weisen ihn als international anerkannten Kenner der deutschen Wissenschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts und speziell der Entwicklung von Wissenschaft und Technik im Dritten Reich aus.
Welche Rolle spielte die Deutsche Physikalische Gesellschaft in den Jahren der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, welche Position nahm sie im Prozess der wissenschafts- und forschungspolitischen Neuorientierung ein und was war ihre Funktion im politischen Macht- und Handlungsgefuge des Dritten Reiches? Welchen Einfluss hatten die Vertreter der so genannten "Deutschen Physik" in der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und in der damaligen Physik generell? Welche Handlungsspielraume hatten die Physiker im Dritten Reich, sich der Vereinnahmung durch ein totalitares und verbrecherisches Regime zu entziehen? Eine Gruppe namhafter Autoren versucht Antworten auf diese Fragen zu finden und beleuchtet die wissenschaftsimmanenten Aspekte sowie die gesellschaftspolitischen Zusammenhange, die die Geschichte der Deutschen Physikalischen Gesellschaft wahrend des Dritten Reiches im Spannungsfeld zwischen politischer Anpassung und wissenschaftlicher Autonomie bestimmt haben.

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