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Geld aus dem Nichts


Geld aus dem Nichts

Wie Banken Wachstum ermöglichen und Krisen verursachen
1. Aufl.

von: Mathias Binswanger

24,99 €

Verlag: Wiley-VCH
Format: EPUB
Veröffentl.: 21.04.2015
ISBN/EAN: 9783527695126
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 347

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Beschreibungen

Wirtschaftsprofessor Mathias Biswanger erklart den Prozess der Geldschopfung. Die jungste Finanzkrise hat deutlich gemacht, dass Banken und ihre Kreditvergabe in heutigen Wirtschaften eine entscheidende Rolle spielen. Allerdings sehen die meisten Menschen bis heute nicht, wie diese Kreditvergabe mit der Geldschopfung zusammenhangt. Und solange wir das nicht begreifen, konnen wir auch das Funktionieren einer modernen Wirtschaft nicht verstehen. In seinem Buch beschaftigt sich Mathias Binswanger mit den Banken als Geldproduzenten: Sie leihen nicht Geld aus, welches vorher jemand bei ihnen deponiert hat, sondern sie schaffen neues Geld durch Kreditvergabe. Dank der Fahigkeit der Geldschopfung ermoglichen Banken Wachstum, indem Investitionen finanziert werden konnen, ohne dass vorher gespart wird. Der Autor zeigt aber auch die Schattenseiten des Prozesses: Ein Gro?teil des von den Banken geschaffenen Geldes wird in einer modernen Wirtschaft fur den Kauf von Wertpapieren oder anderen Vermogenswerten verwendet, was zu spekulativen Blasen und Finanzkrisen fuhrt. Die Zentralbanken, die eigentlich den Prozess der Geldschopfung kontrollieren sollen, sind allerdings seit der letzten Finanzkrise kaum mehr in der Lage dazu. Dies wirft die Frage nach Reformen auf. Das Buch ist fur jeden, der wissen mochte, wie Geld geschaffen wird, welche Bedeutung dieser Prozess in einer modernen Wirtschaft besitzt und welche Probleme er verursacht. Verschiedentlich wird an Kontroversen in der okonomischen Theorie angeknupft, die aber allgemeinverstandlich dargestellt sind. Das Buch ist gleichzeitig unterhaltsam und sachlich fundiert.
Vorwort  9 Einleitung: Warum wir den Prozess der Geldschöpfung und seine ökonomische Bedeutung nicht richtig verstehen  11 Teil I Einfach und doch mysteriös: Geldschöpfung in der heutigen Wirtschaft 1. Wie Geschäftsbanken Geld schaffen 19 Die falsche Vorstellung von Banken als Finanzintermediäre 19 Die richtige Vorstellung von Banken als geldschöpfende Institutionen 28 Warum Banken, obwohl sie Geld schaffen können, auch Spargelder wollen 37 2. Wie Zentralbanken versuchen, den Geldschöpfungsprozess zu kontrollieren 41 Teil II Entdeckung und Entwicklung der Geldschöpfung 1. Die Entdeckung der Papiergeldschöpfung durch englische Goldschmiede im 17 Jahrhundert 57 2. Exzessive Papiergeldschöpfung in Paris von 1716 bis 1720: das System von John Law  68 3. Die Entstehung von Zentralbanken und die Etablierung der Golddeckungspflicht im 19 Jahrhundert – Beginn der Giralgeldschöpfung  86 Die Bank of England wird zur ersten Zentralbank 86 Die Entstehung von Zentralbanken in anderen Ländern 95 Meilensteine bis 1914: Goldstandard, Banknotenmonopol und Verwendung von Guthaben als Zahlungsmittel 100 4. Der lange Abschied vom Gold nach 1914 und die zunehmende Ablösung von Papiergeld durch Giralgeld 102 Der 1. Weltkrieg und seine Folgen 102 Bedenken gegen Staatsschulden zur Deckung der Geldschöpfung: Die Real Bills Doctrine und der damit verbundene Irrtum 105 Versuche der Rückkehr zur Golddeckung: Der Zwischenkriegs-Golddevisenstandard und das System von Bretton Woods 111 Mindestreserven als begrenzt wirksames Instrument zur Kontrolle der Geldmenge 117 Meilensteine im 20. Jahrhundert: Weg vom Gold und vom Papiergeld! 123 Appendix: Bilanzen von Zentralbanken im 20. Jahrhundert  126 Teil III Geldschöpfung und Wirtschaftswachstum 1. Wachstum – Inflation – Spekulation: Mögliche Auswirkungen der Geldschöpfung in der Wirtschaft 131 2. Warum Geldschöpfung für das Wirtschaftswachstum notwendig ist: Geldschöpfung, Investitionen und Sparen  136 3. Der Zusammenhang zwischen Geldschöpfung, Investitionen und Wachstum in einem einfachen Kreislaufmodell  143 Stationäre Wirtschaft 143 Wachsende Wirtschaft 146 Die Unmöglichkeit von Wachstum ohne Geldschöpfung 147 Wie Geldschöpfung Wachstum ermöglicht 150 4. Warum Ökonomen die Bedeutung des Geldschöpfung für das Wachstum trotzdem ignorieren: die Neutralitätsobsession in der Mainstreamökonomie 155 6 Inhaltsverzeichnis Neutralität in der Klassik: Kampf gegen den Merkantilismus und David Humes schizophrene Haltung 156 Neutralität in der Neoklassik: Überlegenheit der Marktwirtschaft lässt sich nur für eine Tauschwirtschaft beweisen 162 Neutralität heute: die Schizophrenie wird weiter kultiviert 169 5. Was sagen die Daten? Ein historischer Überblick  175 Korrelationen und ihre Bedeutung 175 Geldschöpfung und ihre Auswirkungen in der der langen Frist von 1870 bis 2012 179 Auswirkungen der Geldschöpfung vor dem ersten Weltkrieg von 1870 bis 1914 185 Auswirkungen der Geldschöpfung nach dem 2. Weltkrieg 188 Auswirkungen der Kreditvergabe der Banken auf das Wachstum der Realwirtschaft nach dem 2. Weltkrieg 191 Ist Geld langfristig doch neutral? Warum empirische Studien aus der Mainstreamökonomie nicht viel aussagen 198 Teil IV Geldschöpfung und Finanzmärkte: Spekulative Blasen und Finanzkrisen 1. Der Hang zum Exzess  207 2. Warum die Wirkung der Geldschöpfung auf Wertpapierpreise und Immobilienpreise von der Theorie vernachlässigt wurde 214 3. Was sagen die Daten? Geldschöpfung und spekulative Blasen im historischen Überblick  221 Geldschöpfung und spekulative Blasen auf dem Immobilienmarkt 225 Geldschöpfung und spekulative Blasen an der Börse in den USA 244 Teil V Braucht es Reformen? 1. Der Kontrollverlust nach der Finanzkrise 2007/2008  257 US-Zentralbank (FED) 259 Bank of England 263 Europäische Zentralbank (EZB) 265 Schweizerische Nationalbank (SNB) 273 Befinden wir uns in einer historisch einmaligen Situation? 275 2. Die Herausforderungen für heutige Zentralbanken  280 Wirkungsvolle oder flexible Steuerung der Geldschöpfung? – Das Dilemma der Zentralbanken 280 Wachstum oder Verhinderung von Krisen? 283 Mehr »gute« und weniger »schlechte« Kredite? 286 3. Grundlegende Geldreformkonzepte, und was von ihnen zu halten ist 292 Grundlegende Reformideen I: Schluss mit der Geldschöpfung aus dem Nichts durch die Geschäftsbanken 293 Grundlegende Reformideen II: Währungspluralismus 302 4. Wirksame Maßnahmen zur Wiederherstellung der Kontrolle  307 Einführung von Anreizverträglichkeitsprüfungen für Vergütungssysteme bei Geschäftsbanken 308 Weitere Ziele für Inflation und Kreditvergabe bei Zentralbanken 311 Variierbare Eigenkapitalanforderungen als neues Kontrollinstrument für Zentralbanken 313 Fazit: Eine neue makroökonomische Perspektive  319 Anmerkungen 325 Literatur  335 Stichwortverzeichnis  345 8 Inhaltsverzeichnis

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